Krefeld - zeigt wieder einen Sumatra Tiger

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Krefeld - zeigt wieder einen Sumatra Tiger

Beitragvon UliS » Sa 23. Mai 2020, 12:36

Neuer Bewohner :
Im Krefelder Zoo ist wieder ein Sumatra-Tiger zu sehen - Quelle

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Tigerkatze „Mau“ ist in das Großkatzengehege gezogen. Foto: Vera Gorissen

Krefeld „Mau“ heißt die neue Tigerkatze, die in die neue Großkatzenanlage im Krefelder Zoo eingezogen ist. Im kommenden Jahr erhält sie einen Gefährten, mit dem sie Nachkommen zeugen soll.

Gute Neuigkeiten aus dem Krefelder Zoo: Ab sofort bewohnt wieder ein Tiger die moderne Großkatzenanlage. Die zweijährige Sumatra-Tigerkatze heißt „Mau“ und kommt aus dem tschechischen Zoo Jhilava. Seit Mittwochnachmittag hat sie die Möglichkeit, das Außengehege zu nutzen und ist damit auch für Besucher zu sehen.

Im Zoo beginnt damit ein neues Kapitel in der Haltung der hochbedrohten Großkatzen, nachdem das erfolgreiche Zuchtpaar „Sutera“ und „Beludru“ (Samt und Seide) altersbedingt verstorben war, Beludru 2018, Sutera 2014. Denn Tigerkatze „Mau“ soll nicht lange allein bleiben. Bereits Anfang 2021 wird sie einen Gefährten bekommen. Kater „Leopold“ lebt derzeit im Naturzoo Rheine und wird bei seinem Umzug nach Krefeld ebenfalls zwei Jahre alt sein.

Zwischenzeitlich waren die größeren Sibirischen Tiger in Krefeld zu sehen, da ihre Gehege in den Heimatzoos umgebaut wurden. Anfang 2017 kam Tigerin „Nely“ aus dem Allwetterzoo Münster, 2018 Tigerweibchen „Hanya“ aus dem Kölner Zoo. Im Februar dann musste „Hanya“ eingeschläfert werden.

Nun ist also Sumatra-Tiger „Mau“ in Krefeld und erkundet seine neue Heimat. Sowohl das Weibchen, als auch Kater „Leopold“ wurden vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm ausgewählt und sollen mit ihrem Nachwuchs einen Teil zum Arterhalt beitragen. Alle Tigerarten sind im Freiland akut vom Aussterben bedroht.

In Krefeld lebt mit dem Sumatra-Tiger die kleinste Unterart der gestreiften Großkatze. Auf Sumatra ist ihre Anzahl durch Lebensraumverlust (etwa durch Palmölplantagen) und Bejagung (für die traditionelle chinesische Medizin) auf nur noch 300 bis 400 Tiere zusammen geschmolzen. Damit steht diese Katzenunterart kurz vor der Ausrottung.

Durch die Nachzucht in Zoos wird eine Reservepopulation geschaffen, die das Überleben der Tiger sichern soll. Außerdem unterstützen Zoos durch Spenden aktiv den Artenschutz vor Ort.
(bk)
UliS
 
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