Zoo Köln - neues Buch über Elefanten

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Zoo Köln - neues Buch über Elefanten

Beitragvon Anita » Do 22. Mär 2018, 14:05

Neues Buch erklärt 111 Fakten sowie Kurioses über Elefanten

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Er lebt auf großem Fuß, geht aber eher zart auf Zehenspitzen. Er kann sich über 50 Kilometer verständigen und dank Rezeptoren in den Füßen hört er qausi über seine Sohlen. Das neue Buch bietet viel Wissen zum Staunen. Foto: Emons-Verlag

Weiße Stoffdecken zieren den Tisch, an dem die Autoren Platz nehmen. Ein Blumenstrauß steht vor ihnen. Eine Elefantenkuh macht sich bemerkbar, als sie Theo Pagels Stimme hört. Es riecht nach Elefantendung.

Es ist ein ungewöhnlicher Ort für eine Lesung. Aber gerade das passt zu dem Buch, das Zoodirektor Pagel und Brian Batstone, 41 Jahre lang Tierpfleger im Kölner Zoo und Elefantenspezialist, hier vorstellen. „111 Dinge über Elefanten, die man wissen muss“ haben sie zusammengetragen. Aber was müssen Elefantenfans denn so wissen? Elf Beispiele.

Wo wir schon beim Thema Elefantendung sind: Bis zu 100 Kilogramm faserreiche Kotballen hinterlässt ein ausgewachsener Dickhäuter am Tag. In Sri Lanka gibt es eine Papiermanufaktur, die daraus einzigartige Papierbögen presst. 115 Stück aus 50 Kilogramm.

Das auffälligste anatomische Merkmal des Elefanten ist der Rüssel. Der besteht aus 20 000 bis 40 000 Muskeln. Und ist entgegen vielfacher Annahme kein Strohhalmersatz, sondern verlängerte Nase samt Oberlippe.

Elefanten sind groß, grau und nackt. Von wegen, stellt Pagel klar. „Manche haben gar mehr Haare als ich.“ Besonders stark ist die Behaarung bei Neugeborenen, sie nimmt dann mit dem Alter ab.

Elefanten unterhalten sich nicht nur mit ihrer Körpersprache, sondern auch per Infraschall. Mit Hilfe von Stimmlippen im Kehlkopf erzeugen sie dunkle Töne, mit denen sie sich vor allem in der Steppe Afrikas über eine Entfernung von 50 Kilometern verständigen können.

Rund um die Dickhäuter gibt es ja eine Menge Geschichten. Zum Beispiel, dass sie vor Mäusen Angst hätten. Das können Batstone und Pagel nicht bestätigen. Aber plattgetretene Nager hätten sie schon mal im Gehege gefunden

Auch um das Elefantengedächtnis ranken sich Geschichten. Alle wahr, so Pagel. Bestes Beispiel: Elefantenkuh Pretti, die 25 Jahre von Brian Batstone gepflegt wurde, zog in einen anderen Zoo. Als er sie Jahre später besuchte, „war ich gerührt von ihrer Freude.“

Elefantenhaltung in Zoos ist natürlich auch ein Thema, erklärt werden die verschiedenen Systeme – vom geschütztem Kontakt bis zur kontaktlosen Haltung.

Vielen Menschen sei nicht bewusst, dass es sich bei Elefanten um schützenswerte Tiere handele, so Pagel. Täglich werden 100 illegal getötet, die Zerstörung ihres Lebensraumes kommt dazu. „In 20 Jahren könnten sie verschwunden sein.“

In der Religion spielen Elefanten eine wichtige Rolle. In buddhistischen Ländern gilt der weiße Elefant als heilig, auch im Hinduismus kommt ihm eine besondere Rolle zu. Er gilt als Glücksbringer.

Überhaupt werden Elefanten viele gute Eigenschaften zugeschrieben: Ein Gemüt wie ein Elefant, beispielsweise. Aber: Sie sind viel feinfühliger als die „im Porzellanladen“ zitierten. Elefanten leben zwar auf großem Fuß, sind aber Zehenspitzengänger.

Das alles zeigt: Es gibt viel, was man über Elefanten wissen kann. Und was noch erforscht wird – beispielsweise das Erkennen des Ichs im Spiegelbild. Nachzulesen bei Pagel und Batstone.

111 Dinge über Elefanten, die man wissen muss; Professor Theo B. Pagel und Brian Batstone, Emons-Verlag, 16,95 Euro.

Quelle: https://www.rundschau-online.de/region/ ... n-29875892
Anita
 
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