Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expedition

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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Di 26. Jun 2018, 09:48

Noch immer liegt die "Dagmar Aaen" an der Ostküste Islands, ein weiteres Sturmtief zwingt die Crew um Arved Fuchs zum Abwarten, ehe die Fahrt fortgesetzt werden kann.

VIDEO: https://www.facebook.com/24824702852329 ... 360550277/

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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon Anita » Di 26. Jun 2018, 11:22

Vielen Dank, liebe Uli, für die spannenden Updates [tschuess]
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Mi 27. Jun 2018, 16:46

26.06.2018 - Quelle
Unter die Erde damit!

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Island steckt voller Energie. Es sprudelt und dampft auch wenn gerade kein Vulkan ausbricht. Die weißen Dampfwolken leiten uns den Weg nach Hellisheiði östlich von Reykjavík. Von weitem sieht man den Dampf über die imposante Landschaft steigen. Bis 350 Grad Celsius heiß ist das, was aus den Bohrlöchern des Geothermie-Kraftwerkes in Hellisheiði kommt. Damit kann man prima Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien gewinnen. Quasi ohne Klimaemissionen. Das ist gut aber es geht noch besser. Nimmt man das Paris Climate Agreement ernst, brauchen wir schon bald sogenannte Negativ-Emissionen. Wie soll das gehen?

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Bergur und Sandra vom Reykjavík Energieversorger merkt man die Begeisterung für ihr Projekt Carbfix (https://www.or.is/english/carbfix/carbfix-project) an. Die Idee ist so simpel wie genial: In Wasser gelöstes CO2 wird zu Mineral (z.B. Kalsit) wenn es auf das isländische Basaltgestein trifft. Das passiert seit Jahrtausenden auf natürliche Art und Weise, der weiße Feststoff bleibt dann unter der Erde. Was passiert wenn man zusätzlich CO2 unter die Erde bringt, all die überschüssigen Klimaemissionen, die uns so viel Kopfzerbrechen bereiten? Genau das probieren Sandra, Bergur und ihre Kollegen in einem europäischen Forschungsprojekt. Sowohl das konzentrierte CO2 aus dem geothermischen Kraftwerk als auch CO2 aus der Luft wird in Wasser gelöst unter die Erde gepumpt. CO2 aus der Luft? Wir stehen vor einer unscheinbaren Anlage, sieht aus wie ein überdimensionierter Ventilator, an einem Container angebracht. Ein echter CO2-Fänger, gebaut von der Schweizer Firma Climeworks. Alles mit einem Spanngurt festgezurrt - eine Anpassung an die isländischen Wetterverhältnisse. 50 Tonnen CO2 werden mit der Testanlage jährlich aus der Luft geholt. Strom und Wärme braucht man dafür, die gibt es gleich nebenan. Mit Kohlestrom sollte man so eine Anlage natürlich nicht betreiben, erklärt Bergur aber auf Island sind die Bedingungen ideal.

70% des CO2 werden verwendet, 30% fixiert. Ein kleiner Technologiepark ist um die Anlage herum entstanden, ein kleines Gewächshaus und ein Container mit Algenproduktion nutzen das CO2. Die restlichen 30% werden in Wasser gelöst - das kann man sich so vorstellen wie Sprudel in Limo - und ab zum Bohrloch, dem Re-Injection Well. Recht unscheinbar sieht die kleine runde Hütte darauf aus, aber darunter passiert die Magie: In 750m Tiefe trifft das in Wasser gelöste Gas auf das Basaltgestein.

Und wie viel bleibt dann wirklich unten? Sandra und Bergur sehen sich grinsend an: Mehr als 95%. Das ist ein phantastisches Ergebnis. Und an Ideen für die Ausweitung des Projektes mangelt es nicht. Sobald CO2-Emissionen endlich einen echten Preis bekommen, steht auch einem ökonomischen Betrieb solcher Anlagen nichts mehr im Wege.

Wir hätten sicher noch tausend Fragen an die beiden stellen können, aber auch hier gibt es wichtige Termine: Die isländische Fußballnationalmannschaft trat gegen die Nigerianische an. Eigentlich lag so gut wie ganz Island außer der Gastronomie lahm.

So, damit ist unsere Zeit hier in Reykjavik auch vorrüber. Wir bedanken uns bei Siggas Mann, Böbbi und den Kindern, bei denen wir ein paar Tage unterkommen konnten. Takk fyrir!!! Es war gemütlich, lecker und super nett!

Frauke, Tobias und Lauren
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Mi 27. Jun 2018, 16:49

27.06.2018 - Quelle

Überfahrt nach Island

Unser letzter Hafen auf den Färöern ist Klaksvik. Das ist die zweitgrößte Stadt auf den Färöern mit einem sehr aktiven Fischereihafen. Gastfreundschaft wird hier wie überall mit Herz und Seele gelebt. Der Hafenmeister erkennt in der "Dagmar Aaen" sofort ein ehemaliges Fischereischiff und empfängt uns beim Anlegen bereits an der Pier. Landstrom und Frischwasser zum Bunkern - alles schon vorbereitet. Service erster Klasse! Liegegeld will er auch nicht kassieren - "Ihr habt ein schönes Schiff", antwortet er nur kurz. Kurze Zeit später taucht er mit einer großen Tüte frischem Dorsch und Schollen an der Pier auf und drückt uns die in die Hand. "Für Euch, Ihr werdet sicher Hunger haben", meint er nur kurz. Thomas, unser Smut, ist in seinem Element. Binnen kurzer Zeit steht das Fischbuffet mit frischem Salat auf Deck und wir genießen ein Stück vom Tagesfang der örtlichen Fischereibetriebe.

Aufgrund der Wetterdaten, die wir vom Seewetteramt Hamburg bekommen haben, müssen wir eine Kursänderung vornehmen. Vor der Südwestküste Islands braut sich das nächste Sturmtief zusammen. Die Meteorologen haben uns ausdrücklich vor diesem Sturmtief gewarnt. Bei der morgendlichen Crewbesprechung erläutert uns Arved die aktuelle Wetterlage und den daraus folgenden Ablauf der nächsten Tage bis Island.

Unser ursprüngliche Plan, Reykjavik direkt anzusteuern, wird fallen gelassen. Statt dessen setzen wir den Kurs auf Seyðisfjörður im Osten Islands ab und weichen damit dem ärgsten Wetter aus. Dabei gibt es Einiges zu bedenken: Crewwechsel, Projekttermine, Schiffsalltag - alles muss umorganisiert werden.

Früh am nächsten Morgen geht es los. Um 6 Uhr ist Auslaufen in Richtung Island. 250 NM liegen nun vor uns. Hohe Dünung, starke Böen, Regen und Nebel machen sich nach kurzer Zeit auf See bemerkbar. Das Schlimmste aber umfahren wir auf unserem neuen Kurs. Das Thermometer fällt unter 10° und die Wassertemperatur auf 5° ab. Es ist deutlich kühler geworden. Nach zweieinhalb Tagen erreichen wir Island. Da liegt sie nun vor uns, leicht verschlafen im Morgengrauen, die isländische Küste. Unser erster Anlaufpunkt ist die Hafen- und Fischereistadt Seyðisfjörður. Schneebedeckte Berge links und rechts des Fjordes, Schmelzwasserbäche die in Kaskaden die Berghänge hinabstürzen, Wolken, Nebel - ein nahezu mystischer Ort. Der Hafenmeister gibt uns per Autolicht Signal, wo wir anlegen dürfen und wie überall hier in den nördlichen Breiten liegt der Landstrom parat. Nun müssen wir kurz warten bis der Zoll an Bord kommt, damit wir einklarieren können.

Während es draußen in Strömen regnet, und der Sturm an Heftigkeit zunimmt, nehmen alle bei Tee und frisch gebrühtem Kaffee in der Messe Platz und halten Schiffspapiere, Crewliste und Pässe zur Überprüfung parat. Alles in Ordnung, der Herr vom Zollamt geht von Bord und wir können frühstücken.

Angekommen!

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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Do 28. Jun 2018, 17:33

arved-fuchs.de
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28.06.2018: Landgang und Fußball

Seyðisfjörður, an der Ostküste Islands gelegen, ist unser erster "Port of call". Hier kommt auch einmal die Woche die Fähre an, die Europa mit Island verbindet. Der Wind weht warm aus Süd und dicke Wattewolken ziehen langsam vorbei. Das macht die schaukelige Überfahrt der letzten Tage fast schon wieder vergessen. Am nächsten Morgen geht es früh los in die Berge. Der Wanderweg führt vorbei an blühenden Lupinenwiesen und Bächen, die sich zwischen leuchtend grünen Moos- und Grasinseln hindurchwinden, um schließlich als rauschende Wasserfälle im Fjord zu enden.

Entlang einzelner Schneefelder führt der Pfad zwischen dunklen Lavafelsen hinauf in die Gipfelregion. Oben angekommen werden wir mit einer gigantischen Fernsicht über den ganzen Fjord bis ins Hinterland belohnt. Abends sitzen wir im örtlichen Pub und lernen dabei ein Pärchen aus Costa Rica kennen. Wir kommen ins Gespräch und erfahren, dass sich die Beiden sehr für den Umweltschutz und die Müllvermeidung in ihrer Heimat einsetzen. Viel anstrengende Aufklärungs- und Vermittlungsarbeit ist dort erforderlich - das gilt ganz sicher nicht nur für Costa Rica. Die beiden berichten von ersten Erfolgen. Politik und die Bevölkerung widmen sich mit stark wachsendem Interesse diesen Problemen.

Ein weiteres Highlight hier auf Island ist natürlich die Fußball-WM. Schon am Morgen wirkt der ganze Ort wie ein Fußballstadion... Isländisches WM-Fieber mit Ansteckungsgefahr. Jeden erwischt es und jeder zeigt sich in den Farben Islands. Sei es als T-Shirt, als Hut oder als Farbtupfer im Gesicht. Es ist eine tolle Stimmung, die hier von den ganz kleinen bis zu den großen Fans zu spüren ist. Das Spiel der isländischen Mannschaft wird im örtlichen Gemeindesaal auf Großleinwand übertragen. Man trifft sich in den Lokalitäten und fiebert dem Spiel mit ganzem Herzen entgegen. Das Spielende ist in Sicht und es wird klar, dass Islands Mannschaft leider als Verlierer das Feld räumen wird. Aber auch so etwas gehört eben zum Spiel. Aber die Isländer sind trotzdem der Meinung: Dabei sein ist alles! Das ist er, der Wikinger-Sportsgeist Islands. Mittendrin, statt nur dabei.

Peter Hipp
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Mo 2. Jul 2018, 12:18

02.07.2018 Fahrt nach Grönland

Wind und Welle lassen die "Dagmar Aaen" tanzen. Der Nordatlantik zeigt sich heute vergleichsweise zahm, dennoch sind die Strecktaue gespannt und das Anlegen der Rettungswesten ist ein eisernes Gesetz. Das Deck wird immer wieder überspült und hin und wieder brechen Wellen an Backbord über die Schanz.

Nach der langen Wartezeit in Seyðisfjörður sind wir froh, wieder unterwegs zu sein. Immer wieder gab es Gale- oder Storm Warnings, also Sturmwarnungen. Nur ein kurzes Wetterfenster hatte die Überfahrt nach Island erlaubt und danach wollte ein Sturm nach dem anderen abgewettert werden. Woher wir das so genau wussten? Der DWD, der Deutsche Wetterdienst, versorgt uns täglich per Satellit mit Wetterprognosen und unserem ganz individuellen Streckenwetter. Die Wetterdaten zeigen sehr anschaulich im zeitlichen Verlauf die zu erwartenden Wind- und Seeverhältnisse für die nächsten 72 Stunden und ermöglichen es uns, danach unsere Route festzulegen, um dem heftigsten Wetter aus dem Weg zu gehen. Dem Seewetteramt sei Dank!

Auf dem Weg nach Grönland passieren wir die Südküste Islands. Vorbei an schneebedeckten Bergen, dem Vatnajökull, dem größten Gletscher Islands, schwarzen Sandstränden und den Vestmannaeyjar-Inseln. Ein kurzer Zwischenstopp noch in Grindavik, um Frischwasser und Treibstoff zu bunkern, sowie beim Zoll auszuklarieren. Lauren stößt hier zu uns. Damit sind wir komplett. Von Grindavik führt unser Kurs vorbei an der Insel Eldey mit der größten Basstölpel-Kolonie der Welt. Unser nächstes Ziel ist die Ostküste Grönlands, welcher wir bis zum Eingang des Prinz Christian Sundes im Süden folgen werden. Aber das ist weit und wird einige Tage in Anspruch nehmen. Die Vorhersage passt jedenfalls: Nach anfänglich wenig Wind hat er inzwischen aufgefrischt und von West auf Süd gedreht. Zurzeit kommt er aus südöstlicher Richtung. Später soll er auf Nord drehen, was uns mit einer südlichen Meeresströmung perfekt nach Südgrönland bringen wird.

Bisher läuft alles bestens, dank perfekter Streckenberatung.

Peter und Lauren
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Mi 4. Jul 2018, 12:51

Arved Fuchs Expeditionen - Quelle

Kurz vor der grönländischen Küste zwang ein technischer Defekt die Crew zur Umkehr nach Island. Um den Schaden zu beheben muss die "Dagmar Aaen" aus dem Wasser - zum Glück befindet sich das passende Ersatzteil aber an Bord ...

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04.07.2018 Reparaturstopp

Die grönländische Küste war schon fast in Reichweite. Noch 100 NM bis zum Eingang des Prinz Christian Sundes waren es, als heute morgen plötzlich ein merkwürdiges Geräusch von der Maschinenanlage zu hören war. Zunächst dachten wir, dass sich etwas in der Schraube verfangen hatte, ein treibendes Netz o. ä. Leider war das nicht die Ursache.

Nach einer gründlichen Inspektion stand fest, dass ein Bauteil des Verstellerpropellers gebrochen ist. Das Ersatzteil haben wir sogar an Bord - aber um es auszutauschen, muss das Schiff aus dem Wasser. Die Entscheidung zurück nach Island zu fahren war schnell gefallen. Wir haben uns gemeinsam beraten und sind zu dem Schluss gekommen, dass es zu riskant ist im Eis und in engen Fjorden mit wechselnden Winden zu segeln. Außerdem wo können wir in Grönland das Schiff sicher slippen bzw. aus dem Wasser holen?

Aus Sicherhsitsgründen gibt es keine Alternative zu Island. Dort können wir in Ruhe reparieren und uns neu sortieren. Das bedeutet zwar Zeitverlust und unsere Planung kommt ein wenig durcheinander, aber Sicherheit hat vor allen anderen Betrachtungen Vorrang.

Jetzt segeln wir bei schönstem Sonnenschein und leichten Winden mit 4 Knoten Richtung Island, wo wir dann in einigen Tagen eintreffen werden. Unsere Freunde vor Ort haben schon mit der Werft Kontakt aufgenommen, in der das Schiff gedockt wird. So ist es eben auf Expeditionen. Man muss mit allem rechnen und muss auf alles vorbereitet sein.

Zum Glück haben wir ja Segel!
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon Anita » Mi 4. Jul 2018, 14:43

Das kann natürlich auch passieren....
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Do 5. Jul 2018, 17:29

Arved Fuchs Expeditionen - Quelle

ICE-CLIMATE-EDUCATION 2018

Am gestrigen Mittwoch trafen die zehn Teilnehmer des diesjährigen ICE-Camps in Kiel ein, um dort an Bord der "Ryvar" zu gehen.

04.07.2018 Ankunft in Kiel

Mit Ausnahme unserer beiden Teilnehmer aus Estland, die zum Hamburger Flughafen flogen, reisten alle Jugendlichen mit dem Bus oder der Bahn an. Paula kam am frühen Morgen mit dem Zug in Hamburg an und wurde am Bahnhof von Elise in Empfang genommen. Gemeinsam fuhren die beiden zum Airport und holten dort Kärt und Oliver aus Estland ab, zu viert nahmen sie den Bus nach Kiel.

In der Zwischenzeit wartete Ulrich am Hamburger Hauptbahnhof auf fünf weitere ICE-Teilnehmer. Leider hatten beide erwarteten Züge Verspätung. Xjuscha und Lara vom Schloss Bieberstein kamen über eine Stunde zu spät an, auch der Zug aus Luxemburg mit Carole und Michel an Bord kam 45 Minuten später als geplant an. Gemeinsam fuhr die Gruppe dann mit der Regionalbahn nach Kiel - während der Fahrt erfuhren sie dann, dass der Zug in Neumünster getrennt wurde. Ein Teil fuhr weiter nach Flensburg, der andere nach Kiel - natürlich saß die Gruppe im falschen Teil und musste umsteigen.

Glücklich in Kiel angekommen trafen sie dort auf Jael und Pia, die von der Nordseeinsel Sylt angereist waren. Zusammen nahm die Gruppe den Bus Nr. 42, der sie zum Hafen brachte, wo die "Ryvar" bereits wartete. An Bord wurde das Team von Elise, Paula, Kärt und Oliver willkommen geheißen. Ebenfalls bereits an Bord waren unsere Wissenschaftler Christina (Geomar Kiel) sowie Kate und Maria (Thünen Institut), zudem unsere Köchin Diane. Nach einer kurzen Einführung begrüßte Kapitän Joachim das Team zusammen mit seiner Frau Saskia. Saskia gab allen dann einen Überblick über die Sicherheitsregeln an Bord und die technischen Details des Schiffes, auch die etwas komplizierte Handhabung der Duschen und Toiletten wurde erläutert. Anschließend gab es ein sehr leckeres Abendessen mit Hühnchen und Nudeln, welches Diane zubereitet hatte.

Etwas später gab Ulrich einen Überblick über die anstehenden Arbeiten wie das Schreiben des Tagebuches, den Backschaftsdienst sowie der Hilfe in der Küche. Am Abend konnten die Teilnehmer dann am Hafen herumschlendern, wo die "Ryvar" festgemacht hatte. Als schließlich auch Dirk vom Max-Planck-Institut an Bord kam, war das diesjährige Team komplett.

Das ICE-Camp 2018 hat begonnen.

Ulrich

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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Fr 6. Jul 2018, 16:44

Arved Fuchs Expeditionen - Quelle

Ice Climate Education

Der erste Segeltag ist überstanden - die Teilnehmer durften nach dem interessanten Vortrag von Dr. Lenz (Geomar) erstmals Segel setzen. Anschließend ging es von Kiel ins dänische Marstal.

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6.07.2018 Kiel

Wir haben die erste Nacht an Bord des Schiffes überlebt, unserem Zuhause für die nächsten zehn Tage. Zumindest die meisten von uns…
Obwohl einige von uns eine harte Nacht hatten, waren wir am Morgen alle bereit und gespannt, was uns der erste Tag an Bord der „Ryvar“ bringen würde. Um 8 Uhr begannen wir den Tag mit einem leckeren Frühstück, welches unsere wunderbare Köchin Diane vorbereitet hatte.

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Um 10 Uhr kam Dr. Mark Lenz vom Geomar an Bord, um uns einen Vortrag über die Verschmutzung des Meeres durch Plastikmüll und dessen Einfluss auf Pflanzen und Tiere zu halten. Zudem erzählte uns Dr. Merk etwas von einem seiner Projekte, dem sogenannten GAME (Globaler Ansatz durch modulare Experimente) und was wir tun müssen, um den Anteil des Mikroplastiks im Meer zu reduzieren. Nach dem Vortrag konnten wir Fragen stellen und lernten, dass wir beim Einkauf darauf achten müssen, was wir kaufen und wieviel Plastik dort enthalten ist.


Während des Vortrags kam Bernd Domberg, ein Journalist und Buchautor, an Bord, um zahlreiche Interviews und Fotos von uns zu machen. Im Anschluss wurden wir an Deck erwartet, um erstmals Segel zu setzen. Jetzt wissen wir auch, warum unser Kapitän und seine Frau nie ins Fitness-Studio gehen müssen… Das Setzen des Fliegers, des Fock- und Großsegels sowie des Besan-Segels erforderte all unseren Einsatz. Aber wir haben es geschafft!
Damit war alles vorbereitet um den Hafen von Kiel zu verlassen. Aber bevor wir als vollständige Crewmitglieder anerkannt wurden, mussten wir eine weitere Sicherheitseinweisung bekommen. Denn an Deck sind nur Dinge erlaubt, die Spaß machen – und sich an Bord zu verletzen macht definitiv keinen Spaß!
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Marstal

Wir verließen Kiel mit gemischten Gefühlen – Neugier, Befürchtungen und Vorfreude und tatsächlich machten einige von uns auch noch Bekanntschaft mit der legendären Seekrankheit.

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Da wir nach all der Arbeit am Verhungern waren, nahmen wir unser Mittag direkt an Deck zu uns. Während wir unsere Suppe aßen, sahen wir Kiel am Horizont langsam verschwinden. Während der Fahrt führte Ulrich uns ins Planspiel ein, in der jeder von uns eine Führungsposition eines großen Unternehmens übernehmen wird, um am Ende ein Abkommen zu unterzeichnen.
Nach einer harten sechsstündigen Fahrt kamen wir dann aber sicher und glücklich in Marstal an. Dort lernten wir, wie man all die Segel wieder sauber verpackt und dass es ein gutes Gefühl ist, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Kurz und bündig zusammengefasst kann man sagen, dass es ein großartiger, überraschender, witziger und schaukeliger Tag war. Wir sind gespannt, was uns die nächsten Tage bringen werden.

Lara and Xjuscha (Germany)



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