Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expedition

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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Di 12. Jun 2018, 12:41

10.06.2018 - Quelle

Die Überfahrt von Helgoland zu den Shetland Inseln war keine Schönwettertour - die Seekrankheit hielt Einzug an Bord der "Dagmar Aaen". Doch in Lerwick angekommen, genoss die Crew die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Gegend und führte die nächste Müllsammelaktion am "Leog Bach" durch.

04 Ankunft in Lerwick
Nach der ruppigen Überfahrt von Helgoland zu den Shetland Inseln erreichte die Dagmar Aaen den Hafen von Lerwick
Video: https://www.youtube.com/watch?v=z2UWryZ ... e=youtu.be
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Mi 13. Jun 2018, 09:40

OCEAN CHANGE - Quelle
Wenn ein Dingi ständig "zappelt", muss Abhilfe geschaffen werden ... [ja]

06 Spleissen für ein Dingi
An Bord der "Dagmar Aaen" ruht die Arbeit eher selten - Matze und Thomas werden aktiv, damit das Dingi nicht immer "zappelt"

youtube.com: https://www.youtube.com/watch?v=8qgVwPe ... e=youtu.be




07 Leog Strand in Lerwick wird auf Müll untersucht
OCEAN CHANGE - Die Crew der "Dagmar Aaen" sammelt Müll am "Leog Beach" in Lerwick…

youtube.com: https://www.youtube.com/watch?v=lhgIigD ... e=youtu.be
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Fr 15. Jun 2018, 11:04

Färöer-Inseln 14.06.2018 - Quelle

Wir haben die Färöer erreicht. Im Fischereihafen Tyøroyri auf der südlichsten Insel des Archipels klarieren wir ein. Um unsere Crewmitglieder Frauke und Tobias an Bord nehmen zu können, legen wir danach einen kurzen Zwischenstopp in Sandur ein, einem kleinen Fischerdorf auf der Insel Sandoy. Durch Fraukes Vermittlung haben wir eine Chance, dort den derzeit einzigen Betrieb für ökologischen Anbau und Ackerwirtschaft auf den Faröer zu besuchen.

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Katrin, die Chefin des Unternehmens und ihr Kollege für den Freilandbau, Oftan Hentze, präsentieren uns ihren Arbeitsalltag. Unter dem Label "Veltan" (http://www.veltan.fo) bauen die beiden nach ökologischem Prinzip Obst und Gemüse an. Nur in Handarbeit, ohne Zusatz chemischer Stoffe. Auf einer Anbaufläche con ca. 4000 qm ist dort ein Mikrokosmos entstanden. Aus gebrauchten Metallrohren einer stillgelegten Fischzuchtanlage entstand die Unterkonstruktion für zwei Treibhäuser unter Folie. So können selbst auf einer geografischen Breite von Norwegen Setzlinge von diversen Salatsorten, Kartoffeln, Gartenkräutern, Spitzkohl und sogar Erdbeeren vorgezogen werden. Jetzt, im Juni, können bereits Salat und Spitzkohl geerntet werden. Verkauft werden die Produkte an die Bewohner der Insel.
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Zwar herrschte auf dem Weg zu den Färöer Inseln teilweise Flaute - dafür kam die Crew in den Genuss, Orcas zu sichten ...

08 Orcas
Auf dem Weg von den Shetland Inseln zu den Färöer Inseln sichtete die Crew zahlreiche Orcas
youtube.com: https://www.youtube.com/watch?v=P9L0Xwk ... e=youtu.be



Arved Fuchs Expeditionen
OCEAN CHANGE
Während einer Flaute auf dem Weg nach Norden hat man auch mal Zeit, den Gedanken freien Lauf zu lassen.

09 Was bedeutet Flaute
Auf dem Weg in den Norden stürmt es nicht immer - während einer lang anhaltenden Flaute hat die Crew an Bord Zeit, um den Gedanken freien Lauf zu lassen

youtube.com: https://www.youtube.com/watch?v=4YAPGIA ... e=youtu.be



Tórshavn

Auch die Gastronomie ist bereits auf das "Veltan"-Gemüse aufmerksam geworden Regionale Produkte mit kurzen Lieferwegen sind ökologisch, nachhaltig und im Trend - auch auf den Faröern. Und das nicht nur auf der Insel Sandoy, sondern auch in der Hauptstadt Tórshavn. Dort gibt es einen Supermarkt, der zukünftig Salat, Gemüse und Erdbeeren von "Veltan" anbieten will. Der Unterschied im Geschmack zwischen importierten Früchten und regionalen Produkten ist wirklich zu schmecken, sagt die Produzentin.

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Nach der Besichtigung lädt Katrin die gesamte Crew der "Dagmar Aaen" zu einem deftigen Tomaten-Paprikaeintopf ein. Dazu bietet uns Ali Noshib frische Backwaren an. Der Selfmade-Bäcker versucht mit viel Liebe zum Handwerk einen kleinen Bäckereibetrieb auf der Insel aufzubauen. Auf dem Weg zurück zum Schiff schleppt die Crew schwere Tüten. Thomas, unser Smutje, hat die Gelegenheit genutzt und bei Katrin viel frisches Gemüse eingekauft. So kann die Gemüsekiste an Deck der "Dagmar Aaen" für die Weiterreise aufgefüllt werden.

Peter Hipp

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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Sa 16. Jun 2018, 11:24

16.06.2018 Schlechtes Wetter = Erneuerbare Energie - Quelle

Wie liegen in Tórshavn und es stürmt. Die "Dagmar Aaen" liegt sicher im Hafen und wir lernen warum das typisch schlechte Wetter - viel Regen und viel Wind - gutes Energiewetter ist. Bördur A. Niclasen empfängt uns im neuen Uni-Gebäude. Er leitet den Energie-Studiengang und gibt uns einen Überblick über die Energie-Potentiale auf den Färöern. Super Windbedingungen vor allem im Winter, Wasserkraft mit Reservoir als Ausgleich wenn der Wind mal nicht weht und in der Sommerlücke kann die Solarkraft helfen, da ist es schließlich fast rund um die Uhr hell.

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Als verlässlicher Zusatz-Player kann in Zukunft noch Strömungskraft dazukommen: Auf der Tour von Sandur nach Tórshavn mit der "Dagmar Aaen" haben wir die starken Strömungen bereits zu spüren bekommen. Der große Vorteil: Der Strom ist beständig und vorhersagbar. Leider noch zu teuer um wirklich konkurrieren zu können, aber Bördur und seine Kollegen werden weiter daran forschen. Wo wenn nicht hier. Doch die Uni forscht nicht nur an Erneuerbaren Energien, wir bekommen auch noch Praxis zu sehen im nagelneuen Uni-Gebäude. Eine Wärmepumpe zieht Energie aus dem acht Grad warmen Meereswasser und heizt damit das Gebäude. Etwas Strom braucht man dafür auch. Der soll aber schon 2030 zu 100% aus Erneuerbaren Energien kommen.

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Wie das funktionieren soll, zeigen uns Hökun Djurhuus und Terji Nielsen von SEV, dem Färöer Stromversorger. In Hökuns Elektroauto geht es zum neuesten Windpark, 10 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Vor lauter Nebel sieht man die Anlagen kaum, umso klarer ist die Roadmap, die uns die beiden präsentieren. Die Poduktionsseite ist nicht schwierig umzustellen. "Wir haben hier eine Windausbeute onshore wie bei offshore-Anlagen weit draußen in der Nordsee", erklärt uns Hökun. Unabhängiger vom Öl werden, das ist ökologische Überzeugung, aber auch einfach die ökonomisch cleverere Wahl. Eine besondere Herausforderung gibt es aber doch noch. Das Inselnetz muss alles allein hinbekommen. Kein Kabel zu anderen Ländern mit großen Kraftwerken, die schnell mal aushelfen können wie in Kontinentaleuropa. Die Stromleute auf den Färöern machen sich daher schon heute an die Lösungen, um ein Netz auch mit viel Wind stabil zu halten. Ein großer Batteriepack erhöht seit drei Jahren die Windausbeute. Und dieser "Sprinter" im Strom-Team springt ein, wenn die Kraftwerkskollegen unerwartet vom Netz gehen.

Erntezeit für die sturmerprobten Windkraftanlagen, Wartezeit für uns. Denn der starke Wind bläst uns direkt entgegen, da ist ein Segelschiff dann doch wählerischer als eine Windkraftanlage.
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon Anita » Sa 16. Jun 2018, 16:22

Nun habe ich mir endlich die Zeit genommen und gelesen [ja]
Vielen Dank Uli für das Einstellen und somit Archivieren dieser interessanten Reise [tschuess]
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon Ludmila » Sa 16. Jun 2018, 20:56

Eine interessante Expedition
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » So 17. Jun 2018, 12:36

Arved Fuchs Expeditionen - Quelle

Nach der Flaute kam das Sturmtief, welches diverse Reisepläne der Crew auf der "Dagmar Aaen" durcheinander brachte. Neu an Bord ist jetzt endlich auch Micha, der schlappe 24 Stunden brauchte, um von Magdeburg nach Tórshavn zu gelangen.

Video: https://www.facebook.com/24824702852329 ... 868772493/
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Do 21. Jun 2018, 12:24

OCEAN CHANGE Arved Fuchs Expeditionen -

Aller Anfang ist schwer - unser Smutje Thomas zeigt Matze, wie man aus frisch gefangenem Fisch ein sauberes (und formvollendetes) Filet macht.

Video: https://www.facebook.com/24824702852329 ... 488141431/
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Fr 22. Jun 2018, 11:59

22.06.2018
Die Weiterfahrt von Tórshavn nach Reykjavik musste von Arved Fuchs umgeplant werden, ein Sturmtief zwang die Crew, vorerst bis zur Ostküste Islands zu fahren.

Video: https://www.facebook.com/24824702852329 ... 311292782/
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Re: Von Hamburg in die Arktis: Arved Fuchs startet Expeditio

Beitragvon UliS » Mo 25. Jun 2018, 09:37

Arved Fuchs Expeditionen - Quelle

Green Grid
25.06.2018

Während ein Sturmtief die Crew gewzungen hat, im isländischen Hafen Seyðisfjörður an der Ostküste der Insel im Nordatlantik zu verweilen, haben sich Frauke, Tobias und Lauren in die Hauptstadt Reykjavik aufgemacht, um sich intensiver mit dem grünen Stromnetz der Insel, dem "Green Grid", auseinanderzusetzen. Die drei Crewmitglieder ließen sich ausführlich über den geplanten fossil-freien Transport und Methanol informieren.

Während die "Dagmar Aaen" weiter im Hafen von Seyðisfjörður an der Ostküste liegt, haben Teile der Crew sich aufgemacht, um sich über das grüne Stromnetz der Insel im Atlantik zu informieren.

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Herausforderung Transport
Island hat ein "green grid", ein grünes Stromnetz. So gut wie der gesamte Strom wird fossilfrei produziert. Die geologischen Voraussetzungen sind hierzu sehr gut: Durch die vorhandenen heißen Quellen wurde die Stromversorgung schon früh auf Erdwärme aufgebaut. Geheizt wird fast ausschließlich mit dem Warmwasser, das quasi vom heißen Magma gezapft wird.

Die große Herausforderung 100% fossilfreie Strom- und Wärmeproduktion - bei der viele Länder noch am Anfang stehen - ist hier schon vollbracht. Bleibt die Herausforderung des Transports - auch für die "Dagmar Aaen". Nach einer schaukeligen Überfahrt von den Faröern liegen Schiff und Crew in Seyðisfjörður an der Ostküste von Island im schützenden Hafen. Starker Westwind hat die direkte Ansteuerung von Reykjavík verhindert. Die spannenden Projektbesuche auf der Insel voller Energie wollen wir trotzdem nicht verpassen. Kurzerhand fahren Frauke und Tobias mit dem Überlandbus quer über die Insel in die Hauptstadt und treffen sich dort mit Lauren. Sie stößt hier auf Island zur Crew dazu.

Über Sigga, unser isländisches Crewmitglied, bekommen wir Kontakt zu Jón Björn Skúlason. 100% fossil-freier Transport bis 2050, das ist das Ziel von seiner Organisation "Icelandic New Energy" (http://www.newenergy.is/?lang=en) . Wie kann das gehen? Ein guter Mix: Besserer öffentlicher Verkehr, Elektro-Mobilität, Methanol, Wasserstoff-basierte Brennstoffe. Prozentual ist Island das Land mit dem höchsten Anteil Elektro-Autos, einige Arbeitgeber stellen Strom-Tanksäulen direkt am Arbeitsplatz bereit und auf unserer Busreise fielen uns die orangefarbenen Stromquellen für Autos auf. Für Lkw und die große isländische Fischereiflotte bieten sich andere Lösungen an.

Eine Option ist Methanol. Wie das hergestellt wird sehen wir tags darauf in der George Olah Renewable Methanol Plant (http://carbonrecycling.is/george-olah/) in Svartsengi, nahe der weltweit bekannten Blauen Lagune. Ómar Sigurbjörnsson von Carbon Recycling International erklärt uns den Prozess: Zuerst wird Wasserstoff mit Hilfe von Elektrolyseuren aus dem hier überall verfügbaren Wasser hergestellt. Dafür braucht man Strom, der kommt aus dem benachbarten Geothermie-Kraftwerk. Dann kommt CO2 dazu. Das wird aus dem Dampf des Erdwärme-Kraftwerkes herausgefiltert. Das Ergebnis: Methanol - Ómar bevorzugt den Namen "Vulcanol". Damit steckt schon im Namen woher die Energie kommt und man verwechselt es nicht mit Methanol, welches oft einen Kohle- oder Erdgas-Ursprung hat. Ob das was für den alten Callesen auf "Dagmar Aaen" wäre?

Praktisch am Vulcanol/Methanol ist, dass es ähnlich verwendbar ist wie Benzin und man keine komplett neue Infrastruktur benötigt. Noch ist es teurer als fossiler Brennstoff. Damit zum Beispiel die Fischer auf Methanol als Treibstoff umstellen, bedarf es zusätzlicher Anreize. Doch die werden kommen. Sowohl von der Politik, als auch vom Verbraucher: Ein mit grünem Treibstoff gefangener Fisch ist eben viel wertvoller und schmeckt dann sicher gleich doppelt so gut.

Frauke Wiese
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