Berliner Bärenzwinger - Kultur im Bärenzwinger

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Berliner Bärenzwinger - Kultur im Bärenzwinger

Beitragvon Rose » Di 22. Aug 2017, 23:27

Kultur im Bärenzwinger


Nach dem Tod von Schnute sind Ausstellungen und Workshops in den ehemaligen Gehegen geplant.


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Foto © Verein Berliner Bärenfreunde e.V.


Der Bärenzwinger im Köllnischen Park in Mitte wird zum Kulturstandort. Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen zum Thema Stadtkultur sind geplant. Rund 110.000 Euro hat der Senat für diese Zwischennutzung zur Verfügung gestellt. Sie soll von Sommer 2017 bis Sommer 2019 dauern.

Das Gehege für Berlins Wappentier ist seit fast zwei Jahren verwaist. Stadtbärin Schnute verbrachte dort ihren Lebensabend. Sie starb am 11. Oktober 2015. Der Zwinger hat eine Fläche von etwa 770 Quadratmeter und steht mit dem umgebenden Ensemble von Park und Bauten unter Denkmalschutz. Der Innenraum ist 90 Quadratmeter groß. Es gibt drei Bärengehege sowie Sanitär- und Büroräume für das einstige Wartungspersonal. Das Gelände ist klein, hat aber eine große Anziehungskraft. Es sei identitätsstiftend für die Berliner, meint das Bezirksamt Mitte.

Architekt des Zwingers war Georg Ernst Karl Lorenz

Diese Wirkung soll ausgenutzt werden. Eine öffentlich zugängliche Ausstellung ist geplant, die die langjährige Geschichte des Bärenzwingers beschreibt, der 1939 eröffnet wurde.

Außerdem soll ein Lehr- und Lernort für junge kulturelle Akteure entstehen. Wissenschaftliche Volontäre und Nachwuchskräfte aus Universitäten und Fachhochschulen werden sich mit dem Thema öffentlicher Stadtraum beschäftigen. Die neue kulturelle Nutzung soll Geld durch öffentliche Angebote einspielen. Wenn der Bärenzwinger bis Sommer 2019 täglich geöffnet werden könnte, wären in dieser Zeit etwa 380.000 Euro Einnahmen möglich, so die Kalkulation von Kulturstadträtin Sabine Weißler (Grüne).

Bereits Ende 2016 hatte sich Senatsbaudirektorin Regula Lüscher gegen einen Verkauf des Bärenzwingers und für eine kulturelle Nutzung ausgesprochen. Architekt des Zwingers war Georg Ernst Karl Lorenz. Er bekam den Auftrag, ein Gebäude der Straßenreinigung in einen Bärenzwinger umzubauen. Die ersten Bewohner waren 1939 Jule und Lotte, die aus dem Berliner Zoo kamen. Die letzten waren die Bärin Maxi, die von 1986 bis 2013 im Bärenzwinger lebte, und ihre 1981 geborene Mutter Schnute.

https://www.morgenpost.de/berlin/articl ... inger.html
Rose
 
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