Bild&Geschichte - Die Kraft der Mutterliebe

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Bild&Geschichte - Die Kraft der Mutterliebe

Beitragvon UliS » Sa 16. Nov 2013, 18:37

The power of mother´s love
For their babies the polar bears surpass themselves

As the enormous polar bear showed up in front of the supermarket in broad daylight and drawing herself up to a 3 meter high behemoth, Neill Simon grasped his gun. The sturdy Canadian is a ranger in Churchill, a little town near the Hudson Bay, where every year hundreds of polar bears pass by on their migration way. The fired anesthetic injection works quickly, but the 35 caves in the „polar bear prison“ , where the animals are taken care off for a short while to protect the inhabitants, where restless occupied. So the immediate transport back to the desert by helicopter was ordered.

That was the start of the tragic drama. Because if the men first would have to checked the animals, they would have found out, that it was a breastfeeding mother. “I´ll never forget, how sad it sounds when a polar bear baby appealingly is crying for her mother”, Neill is telling, who found the baby sitting in the snow at the edge of the town – while the mother just was abandoned about 300 km north away, somewhere in the arctic wilderness. Too late – to stop the action. For nights on end the little polar bear girl is crying, shivering with loneliness, hunger and longing for its mother. The bottle with food she only accepts reluctantly so she is becoming quickly more and more weak. “Snowwhite” the rangers call it and they swear they saw tears running over snowwhite´s fur. Neill Simon on the fourth day already is ready to give up the baby, when he got a radio message: ”Bear”! A totally exhausted polar bear shlepped herself in the direction of Churchill. Snowwhite is freed – and tumbling to her hard breathing mother. Their embracement is looking somehow human.

The bear must have walked day and night without break and miraculously has found the way back. “None of us was ashamed of his tears” Neill says. The hardliners gazed after the two bears trotting to the freedom as long as they were one with the endless, white horizon. They understood how much bears are able to love.

By Thorsten Ehrenberg


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Die Kraft der Mutterliebe
Für ihre Baby wachsen Eisbären über sich hinaus

Als die mächtige Bärin am helllichten Tage vor dem Supermarkt auftauchte und sich zu einem Drei-Meter-Koloß erhob, griff Neill Simon zum Gewehr. Der stämmige Kanadier ist Ranger in Churchill, einem Städtchen an der Hudson Bay, durch das alljährlich hunderte Eisbären auf ihrer Wanderung ziehen. Die abgefeuerte Betäubungsspritze wirkte schnell, aber die 35 Käfige im „Eisbären-Gefängnis“, wo die Tiere zum Schutz der Einwohner für einige Zeit unterkommen, waren restlos belegt. Also ordnete man den sofortigen Abtransport per Hubschrauber zurück in die Einöde an.

Damit nahm das Drama seinen Lauf. Denn hätten die Männer wie sonst das Tier erst untersucht, hätten sie gemerkt, dass es eine säugende Mutter war. “Ich werde nie vergessen, wie traurig es klingt, wenn ein Eisbärenkind nach seiner Mutter fleht“, erzählt Neill, der die Kleine am Ortsrand im Schnee sitzend fand – während ihre Mutter gerade 300 km weiter nördlich ausgesetzt wurde, irgendwo in der arktischen Wildnis. Zu spät – um die Aktion abzublasen. Nächtelang weinte das Bärenmädchen, zitternd vor Einsamkeit, Hunger und Sehnsucht nach der Mutter. Die Flasche nimmt es nur widerwillig, seine Kräfte schwinden zusehends. „Snowwhite“ nennen es die Ranger, und sie schwören, sie hätten Tränen über sein schneeweißes Fell perlen sehen. Neill Simon will das Baby am Morgen des vierten Tages schon aufgeben, als ihn der Funkspruch erreicht: „Bear!“ Eine völlig erschöpfte Bärin schleppt sich auf Churchill zu. Snowwhite kommt frei – und taumelt der schnaufenden Mutter entgegen. Ihre Umarmung trägt menschliche Züge.

Tag und Nacht muß die Bärin gelaufen sein, pausenlos, und wie durch ein Wunder hat sie den Rückweg gefunden. „Keiner von uns schämte sich seiner Tränen“. sagte Neill. Die hartgesottenen blicken den beiden nach, wie sie in die Freiheit trotten, bis sie eins sind mit dem endlosen, weißen Horizont. Sie haben begriffen, wie sehr Bären lieben können.

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Re: Bild&Geschichte - Die Kraft der Mutterliebe

Beitragvon Anita » So 17. Nov 2013, 15:12

Liebe Uli
Eine wunderschöne Geschichte zum Thema "Tiere haben keine Gefühle"
[tschuess]
Anita
 
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Re: Bild&Geschichte - Die Kraft der Mutterliebe

Beitragvon Michaelmartin71 » So 17. Nov 2013, 15:34

Hallo liebe Anita ,

die Menschen die denken das Tiere keine Gefühle haben , haben selbst keine .
Deshalb können sie auch keine bei Tieren erkennen oder sie ihnen zugestehen .
Aber das hast Du ja auch schon seit langer Zeit erkannt .

Liebe Grüße
Michael
Michaelmartin71
 
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