Tierpark Gera - Silberfüchsin wieder da

Moderatoren: Jochen, UliS

Tierpark Gera - Silberfüchsin wieder da

Beitragvon Anita » Do 1. Feb 2018, 12:58

Silberfüchsin ist wieder da: Aufräumarbeiten auf Hochtouren im Tierpark Gera

Im Tierpark Gera laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Schließlich soll am Wochenende wieder geöffnet werden.

Bild
Die Tiere aus der Nachbarschaft schauen mit einer Mischung aus Neugier und Argwohn den Aufräum- und Baumarbeiten im so schwer getroffenen oberen Bereich des Geraer Tierparks zu. Mit der Hebebühne rückt der Forstbetrieb Baldauf aus Burkersdorf losem Geäst zuleibe. Foto: Peter Michaelis/Marcel Hilbert

Es ist die gute Nachricht, die das Geraer Tierparkteam nach den verheerenden Schäden durch Sturmtief Friederike sicher gebraucht hat: Gestern tauchte eine der beiden entlaufenen Silberfüchsinnen wieder auf. Sie wurde in der Arminius­straße gefangen und nun – mit Altfüchsin Susi – in der Quarantänestation des Tierparks untergebracht, erzählt Steffen Horn, stellvertretender Tierparkleiter. „Das aber einzig aus dem Grund, weil das Silberfuchsgehege kaputt ist.“

Der Sturmschaden am Gehege bot zwei Silberfüchsen die Chance zur Flucht, nur Susi verzichtete auf einen Ausbruch. Ob das zweite entlaufene Tier auch so schnell zurückkehrt, ist aber fraglich. Es sei zuletzt bei Lindenkreuz gesichtet worden.

Noch immer laufen im geschlossenen Tierpark die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Immerhin, so Steffen Horn, habe man ganz fest das Ziel vor Augen, am Sonnabend wieder zu öffnen. „Unsere Freiwilligen haben schon die Wege beräumt, am Mittwoch kommen Mitarbeiter der Lebenshilfe Gera und helfen uns beim Schreddern“, sagt er und deutet auf die großen Geäst-Berge, die sich im so schlimm betroffenen Bereich aneinanderreihen. Während sich der Forstbetrieb Baldauf mit Hubbühne der Sicherung der Großbäume im Waldzoo annimmt, gab es in der Zwischenzeit bereits eine Baumbegutachtung durch die Stadt mit Blick auf die Standfestigkeit. „Entlang der Hauptwege sind die Bäume in Ordnung“, sagt Horn: „Die Wanderwege im Tierpark bleiben aber erstmal noch gesperrt.“

Da, wo durch die umgestürzten Bäume am Freitag noch Löcher in den Zäunen klafften, bieten inzwischen Bauzäune eine Übergangslösung. Vor allem im oberen Bereich – an Affen und Löwen vorbei – hatten die Orkanwinde Dutzende teils massive Bäume „gefällt“ und man kann trotz allem froh sein, dass durch das stürzende Holz nicht noch wesentlich mehr Schaden gerade an Behausungen zu beklagen war. Ganz zu schweigen von Mensch und Tier, die glücklicherweise vom eigentlichen Sturm verschont blieben. Nur ein Rothirsch stand so sehr unter Stress durch den Sturm und die anschließenden Arbeiten im Park, dass er sich beim Sprung in einen Zaun schwerst verletzte und eingeschläfert wurde. Inzwischen würde sich die Anspannung bei den Tieren aber legen, hieß es gestern.

„Keiner unserer Mitarbeiter hat bislang einen solchen Schaden durch einen Sturm bei uns gesehen“, sagt Steffen Horn. Bis alle Beschädigungen behoben sind, wird es noch dauern. Eine Schadenssumme könne noch nicht genannt werden, allerdings seien nicht alle beschädigten Einrichtungen versichert. Deshalb sei man auf Spenden angewiesen – und deshalb sind Horn und sein Team auch so dankbar über die Welle der Hilfs- und Spendenzusagen, die den Tierpark in unmittelbarer Reaktion auf die Verwüstungen durch den Sturm erreichten.

Es ist zu erwarten, dass mit einer Wiedereröffnung am Wochenende auch viele Neugierige in den Tierpark im Martinsgrund pilgern, um sich noch einmal einen Eindruck von den Schäden zu verschaffen.
Quelle: http://gera.otz.de/web/gera/startseite/ ... -666811133
Anita
 
Beiträge: 6137
Registriert: Sa 15. Dez 2012, 15:56
Wohnort: München

Zurück zu Deutsche Zoos - allgemein

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast