Russland - eine Geschichte über jungen Luchs

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Russland - eine Geschichte über jungen Luchs

Beitragvon Ludmila » Mi 17. Apr 2019, 22:01

Ein junger Luchs schlich sich in ein Privathaus ein und fiel in eine gefährliche Falle.

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An einem kalten Januartag kletterte auf der Suche nach Nahrung ein Luchs in das Privathaus in der Region Tscheljabinsk. Auf das Tier wartete eine unerwartete Überraschung - eine große Falle, in die der arme Kerl fiel.
Der Hausbesitzer prüfte die Falle, um sicherzugehen, dass er den Dieb erschießen würde, aber als er den dünnen und erschöpften Tier sah, war er überrascht. Er konnte nicht das Tier töten, und die Polizei und der Veterinärdienst, die er anrief, konnten es auch nicht tun, obwohl sie gesetzlich verpflichtet waren. In der Ratlosigkeit wandten sich die Menschen an den Tierarzt und den Gründer der Wildtierorganisation "Save Me", Karen Dallakian.

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Der Arzt untersuchte den Patienten. Sie war ungefähr drei Jahre alt, sie hatte lange nicht normal gegessen, und ihr Rücken war verletzt. Vor allem aber interessierte er sich für die Pfote, die in einer Falle landete und dort mehr als acht Stunden blieb. Leider wurde beschlossen die Pfote zu amputieren: Ansonsten konnte der Luchs nicht gerettet werden.

In Sozialen Netzwerken wurde einen Namen - Marysya gewählt. Aus Gründen der besseren Bedingungen wurde sie in einen Käfig mit Heu gesetzt, wo es natürlich eng war. Zuerst zischte die hartnäckige Schönheit und benahm sich aggressiv: Ihre Ohren zitterten vor Angst und sie erlaubte nur wenigen Menschen sich ihr zu nähern. Dann beruhigte sie sich und verzehrte mit Appetit das Fleisch, das sie vom Wachpersonal bekommen hatte.
Karen Dallakian kannte das Gesetz und wusste, dass er die Anwesenheit und den Wohnsitz von Marysya in seinem Tierheim legalisieren musste. Es war unmöglich Marysy freizugeben, da keine Pfote vorhanden war. Der Tierarzt wandte sich an Umweltministerium der Region Tscheljabinsk und bekam eine schockierende Antwort: Laut dem Gesetz muss das Tierheim entweder den geretteten Luchs kaufen oder ihn töten.
Karen Dallakyan wollte nicht aufgeben und wandte sich an das Ministerium für Naturressourcen der Russischen Föderation mit der Bitte das Gesetz auf Bundesebene zu ändern. Und es geschah ein Wunder: Nach langen Rechtsstreitigkeiten und bürokratischen Verfahren wurde im Gesetz eine Klausel eingeführt, wonach gerettete Wildtiere an Tierheime gespendet werden können. Dank der Geschichte von Marysya und den Bemühungen des Tierarztes konnte dieser wichtige Sieg errungen werden.

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Aber das ist nicht alles, was der Verein "Save me" für dieses Tier getan hat. Speziell für die dreibeinige Marysya wurde ein großzügiger Freiluftkäfig, der eine Waldecke imitiert, auf Kosten nicht gleichgültiger Menschen gebaut. Es gibt ein Baumstamm, der eine Leiter bildet, auf der eine Wildkatze bequem klettern kann, und ein weiteres riesiges Tablett mit Sägemehl (Katzenklo): Für Marysya ist dies sehr wichtig, weil sie erstaunlich sauber ist!

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Ludmila
 
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Re: Russland - eine Geschichte über jungen Luchs

Beitragvon UliS » Mi 17. Apr 2019, 22:21

wir lieben Geschichten mit einem guten Ausklang ... [ja]
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Re: Russland - eine Geschichte über jungen Luchs

Beitragvon Anita » Do 18. Apr 2019, 13:50

Das ist eine schöne Geschichte.
Danke Ludmila [tschuess]
Anita
 
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Re: Russland - eine Geschichte über jungen Luchs

Beitragvon Eva » Fr 19. Apr 2019, 10:54

Danke Ludmila, für diese herzerwärmende Geschichte mit Happyend!
Eva
 
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