Wuppertal - Zerbissener Bonobo Bili erregt Mitleid

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Re: Wuppertal - Zerbissener Bonobo Bili erregt Mitleid

Beitragvon Brigli » Fr 8. Feb 2019, 09:10

So dann ist das Video also doch vom Mittwoch

Was mich besonders nervt, dass immer nur Videos gezeigt werden, wenn die Bonobos in Rage sind

Der Zoo ist offen von 9 bis 17 Uhr, wo sind die Videos, wo nichts passiert, klar dass interessiert die Tierschuetzer oder Zoogegner natuerlich nicht

Gestern gab es im Fernsehen WDR Bergisches Land eine Stellungsnahme vom Direktor und ich kann einfach nicht glauben, nachdem alles aufgezeichnet wird , dass alle Verantwortlichen falsch liegen, nur die Tierschuetzer und Zoogegner wissen, wo es lang geht

Es ist gut, dass die Polizei informiert ist, Morddrohungen auszusprechen ist Bistroniveau

Ich will das Leid von Bili nicht runterspielen und es tut weh wenn er so schlecht von seinen Artgenossen behandelt wird ,aber wie der Direktor sagt, es sind Momentaufnahmen , ob nun gerade diese ausschlaggebend sind, weiss ich nicht

Ich weiss wie wir damals in Berlin entsetzt waren, als Troll die 3 Damen so durch die Gegend scheuchte und ich Angst hatte dass die Tosca einen Herzinfarkt bekommt und dass man dann den Troll wieder zurueckschickte und auch das angzweifelt wurde, ob es das Richtige war


Ich habe dieses Mal bei den Bonobos nicht gefilmt , weil mir da zuviel Bewegung war und die Lichtverhaeltnisse mit der Scheibe mir zu schlecht erschien und ich mehr bei Vimoto sass
Und warum sitze ich immer bei Vimoto, weil er sehr sehr krank war und der Direktor ihn damals gerettet hat und wenn ich mich richtig erinnere, wurde damals auch eine Gorillafrau versetzt , und gerade dieser Direktor soll jetzt von Bonobos nicht wissen was er macht , bezweifele ich doch sehr

Ich glaube nicht, dass Andrea und ich uns da so lange aufgehalten haetten, wenn man dauernd auf den Bili draufgehauen haette .

Mehr weiss ich nicht zu sagen , nur dass die Pfleger zuversichtlich sind

Bili tut mir trotzdem leid und ich will hoffen, dass dort schnellstens Ruhe eintritt und das dem Bili keine weiteren Blessuren zugefuegt werden und dass die Zwillinge ihr Flegelverhalten etwas zurueckschrauben
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Re: Wuppertal - Zerbissener Bonobo Bili erregt Mitleid

Beitragvon Ludmila » Fr 8. Feb 2019, 09:57

Biene
Bili hat lange Zeiten, wenn er von der Gruppe getrennt ist. In dieser Zeit passiert nict viel. Das Video vom Angriff ist nicht lang, aber damit ist alles gesagt. Nach solchem Angriff ist Bili verstummelt und demoralisiert wahrscheinlich für immer. Was spielt das für eine Rolle, dass er vorher 6 Stunden oder mehr Ruhe hatte. Das Ohr und der Finger wachsen ihm nicht nach.

https://rp-online.de/nrw/panorama/zoo-wuppertal-bonobo-affe-bili-erneut-angegriffen-und-verstuemmelt_aid-36626239

Der von seinen Artgenossen übel zugerichtete Bonobo-Affe Bili ist erneut angegriffen und verletzt worden. Das hat der Wuppertaler Zoo am Donnerstag mitgeteilt. Der zehnjährige Menschenaffe sei dabei am Mittwoch verstümmelt worden. „Ihm fehlt ein Stück eines Fingers oder Zehs“, sagte ein Sprecher des Zoos. Bili lasse die Attacken der Überzahl der Gruppe passiv über sich ergehen.


Mein Vertrauen auf die Fachleute in den Zoos ist mit Knut gestorben. Die Zoobesucher wurden als hysterisch bezeichnet. Die Fachleute behaupteten, dass Knut sehr gut geht. Dann ist er gestorben.

Bei Bili wird der Zoo Wuppertal die Zusammenführung fortsetzen bis zum bitteren Ende.
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Re: Wuppertal - Zerbissener Bonobo Bili erregt Mitleid

Beitragvon Gaby » Fr 8. Feb 2019, 14:12

Ja, Ludmilla, das befürchte ich auch. Habe soeben einen Bericht auf RTL - Punkt 12 - gesehen. Der Zoodirektor
hat nochmals Stellung genommen, aber die Statements wiederholen sich immer wieder. Es wird immer wieder auf die
freie Wildbahn angesprochen, wo sich Bonobos auch beißen, so dass Gliedmassen, Ohren etc. dann fehlen. Dies sei das "klassische Bonobo-Leben".
Die Aussage war, dass es 2 Optionen gibt: Billi bleibt in Wuppertal , oder er kommt in einen anderen Zoo. Für letztere
Option habe man im Moment aber keine Alternativen, und dies würde dann auch nicht der Zoo, sondern ein "Spezialistengremium" entscheiden.
Angesprochen wurden auch die Drohungen, die der Zoodirektor und Zoo bekommt.

Ja, es ist schlimm, dass manche Menschen in dieser Sache so komplett die Nerven verlieren und nun Gewalt wirken lassen
in Form von Drohungen. Das hilft weder dem armen Bili noch irgendeinem weiter und ist einfach "unterste Schublade".
Ich finde es traurig, da durch dieses Verhalten u.a. die Tierschützer generell nicht mehr ernst genommen werden und
am Ende alle "über einen Kamm geschoren werden" und als hysterisch "abgestempelt" werden, für Bilis Situation so gar
nicht hilfreich.

Bin im Moment nach wie vor sehr beunruhigt über Bilis Situation in der derzeitigen Gruppe. Aufgrund der neuen Wunden bekommt er wieder Schmerzmittel und Antibiotika - waren ja bereits abgesetzt, als es zwischenzeitlich besser lief.
Und wenn es lt. Aussagen des Zoo und aller "Experten" so normal ist, dass Bonobos sich immer wieder attackieren,
frage ich mich, wie viele andere, ob er in dieser Konstellation jemals richtig zur Ruhe kommen wird, da er nun mal
kein "normaler" Bonobo ist. Die Handaufzucht und das Fehlen der Bonobo-Mutter haben ihn zu einem "Schwächling" gemacht, der sich vielleicht nie behaupten oder wehren wird, und er hat - wenn der Schieber auf ist - keine Rückzugs- oder
Fluchtmöglichkeit. Dafür ist das Gehege auch zu klein.

Ich hoffe so sehr, dass sich bald - und nicht erst nach Monaten des Abwartens - eine Lösung ergibt, bevor noch
mehr passiert.
Vielleicht könnte man die Gruppe auch anders zusammenstellen, d.h. 2 Gruppen machen oder Eja mit den Zwillingen und dem 3. Kind in einen anderen Zoo geben. Das würde vielleicht die Situation auch entschärfen.
Aber wir sind natürlich nur Laien, haben die eine oder andere Idee, die natürlich nicht auf Fachkenntnis basiert.Die
Experten werden entscheiden.
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Re: Wuppertal - Zerbissener Bonobo Bili erregt Mitleid

Beitragvon Ludmila » Fr 8. Feb 2019, 14:47

Gaby
Ich kann über Wildbahn nicht mehr hören. Bili ist Handaufzucht und lebt im Zoo.
Ich glaube die Gruppe für einen jungen Mann ohne Mutter ist nicht passend. Es gibt 2 Mütter, die im Moment keinen Mann brauchen und die Kinder schützen. Ich befürchte es wird schlecht enden.
Die Menschen, die dem Zoodirektor die Morddrohungen senden, sind nicht hilfreich. Leider sind solche Drohungen immer dabei.
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Re: Wuppertal - Zerbissener Bonobo Bili erregt Mitleid

Beitragvon Gaby » Fr 8. Feb 2019, 15:25

Ja, Ludmilla, kann mich Deinen Worten 100% anschließen. Habe auch kein gutes Gefühl.
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Re: Wuppertal - Zerbissener Bonobo Bili erregt Mitleid

Beitragvon UliS » Fr 8. Feb 2019, 15:36

Das ist ein riesiges Problem für Bili und ich hoffe auch, dass bald eine gut Lösung für ihn gefunden wird. So ist es kein Leben für Bili [brav]
Der ständige Vergleich mit der Wildnis kotzt mich schon lange an, die Tiere im Zoo haben von der Wildnis keine Ahnung.
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Re: Wuppertal - Zerbissener Bonobo Bili erregt Mitleid

Beitragvon Ludmila » Mo 11. Feb 2019, 09:58

Gestern gab es eine Demonstration vom Zoo Wuppertal.

Protest vor dem Wuppertaler Zoo: „Lasst Bili nach England“

Free Bili Riesen-Demo vor Wuppertaler Zoo − Tierschützer schildern grausige Szenen

Bild

Waliser will Bili zu sich holen

Der Waliser war eigens mit dem Auto angereist, um bei der Demo für Bili dabei zu sein. Graham Garen: „Ich möchte Bili in meinem »Sanctuary« unterbringen, um ihm ein Leben ohne Qualen zu bescheren. Er kann dort mit friedlichen Schimpansen zusammenleben.“
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Re: Wuppertal - Zerbissener Bonobo Bili erregt Mitleid

Beitragvon Eva » Mo 11. Feb 2019, 19:29

Ob das eine Lösung wäre? Sind Schimpansen auch zu anderen Tieren friedlich! [denknach]
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Re: Wuppertal - Zerbissener Bonobo Bili erregt Mitleid

Beitragvon Ludmila » Mo 11. Feb 2019, 21:59

Eva
Bonobos sind Zwergchimpansen. Ob es gut geht, weiß ich nicht.
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Re: Wuppertal - Zerbissener Bonobo Bili erregt Mitleid

Beitragvon Ludmila » Di 12. Feb 2019, 16:40

Positive Entwicklungen bei den Bonobos

https://www.wuppertal.de/microsite/zoo/Aktuelles/positive-entwicklungen-bei-den-bonobos.php

Bild

Bei der Eingewöhnung des Bonobo-Mannes Bili, bei der sich der Grüne Zoo Wuppertal um eine Entspannung innerhalb der Gruppe bemüht, zeigt sich aktuell eine positive Entwicklung.

Aktuell befindet er sich wechselweise und in unterschiedlichen Konstellationen zusammen mit den übrigen Gruppenmitgliedern, um die sozialen Beziehungen zwischen den Tieren zu stärken. Während die Aggressionen gegen ihn zurückgegangen sind, zeigte sich Bili auch in Anwesenheit des dominanten Weibchens entspannter und es konnten positive Kontakte (z.B. Grooming) mit anderen Artgenossen beobachtet werden. Der Grüne Zoo hofft, dass diese erfreuliche Entwicklung weiter anhält, auch wenn es bei der Integration von Bili natürlich auch wieder zu Rückschlägen kommen kann.


Verschiedene fachlich versierte Institutionen wie der Europäische Zooverband EAZA, der Verband der Zoologischen Gärten VdZ oder das Jane Goodall Institut, dessen Vertreter sich am gestrigen Montag im Grünen Zoo selbst ein Bild gemacht hat, teilen die Einschätzung, dass Bili die Integration in die soziale Bonobogruppe ermöglicht werden sollte. Eine Unterbringung ohne Kontakt zu Artgenossen, wie sie von einigen Tierrechtlern und dem Betreiber eines Tierparkes in Wales gefordert wird, ist für alle Fachleute dagegen übereinstimmend keine Option.


Der Grüne Zoo hofft, dass seine Information sowie die Aussagen der verschiedenen Verbände und Institutionen (auf den jeweiligen Webseiten der entsprechenden Institutionen abrufbar) zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen. Interessierte Gäste, die den Grünen Zoo besuchen möchten, können sich im Menschenaffenhaus jederzeit selbst einen eigenen Eindruck von Bili und den anderen Bonobos machen. Trotz der Einschränkungen durch die aufgestellten Kameras, mit der die Bonobos zurzeit durchgehend beobachtet werden, ist ein ungehinderter Blick in die Anlage der Bonobos vom Besucherraum aus möglich.
Ludmila
 
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