Arktis im Visier internationaler Gemeinschaft

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Arktis im Visier internationaler Gemeinschaft

Beitragvon UliS » Do 24. Jan 2013, 00:20

Margarita Bogatowa
23.01.2013, 14:51

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Foto: RIA Novosti

Der Arktis gehört die Zukunft. Zu diesem Schluss kommt man bei jeder Erörterung der Entwicklungsperspektiven der Menschheit auf jeder Konferenz. Darüber sprach man auch während des Forums „Das Tor zur Arktis“, das jetzt im norwegischen Tromso stattfindet, das die dortige Bevölkerung für die Hauptstadt der Arktis hält.

Ein Drittel der Erdgasvorräte, 15 Prozent der globalen Erdölvorräte, 9 Millionen Einwohner und eine sehr zerbrechliche Natur – all das macht die Arktis zu einer komplizierten, aber sehr attraktiven Region sowohl für das Business als auch für Politiker und Diplomaten. Acht arktische Staaten, die dem arktischen Rat angehören (Russland, Norwegen, Kanada, Finnland, Schweden, Island, die USA und Dänemark) kamen zu einem wichtigen Schluss: man muss in der Arktis einen friedlichen Dialog führen, und die militärische Einmischung in diese Region ist einfach unzulässig. „Die Zusammenarbeit zwischen Russland und Norwegen in der Arktis ist schon einige Jahrzehnte lang“, sagte der norwegische Außenminister Espen Bart Eide in seinem Interview für STIMME RUSSLANDS:

„Wir haben mit Russland viele Jahre fruchtbringend zusammengearbeitet. Wir haben einige institutionelle Rahmenabkommen. Die Barents-Zusammenarbeit, die europäisch-arktische Zusammenarbeit, die in diesem Jahr 20 Jahre alt wird, der Arktische Rat der polnahen Staaten. Es ist noch wichtiger, dass Russland und Norwegen die Vereinbarung darüber trafen, dass wir jegliche Streitigkeiten entsprechend dem Buchstaben der UN-Konvention über das Seerecht regeln werden. Die Frage besteht nicht darin, ob die Staaten sich über diese oder jene Frage einigen, weil das eine große Seltenheit ist. Ich bin Außenminister und habe jeden Tag mit Meinungsverschiedenheiten zu tun. Das Wichtigste besteht darin, inwiefern ähnlich unsere Vorstellung davon ist, nach welchem Schema man nach Lösungen suchen muss. Ich glaube, dass es in der Arktis eine solche Vorstellung gibt.“

Der norwegische Außenminister charakterisierte die Zusammenarbeit mit Russland in der Arktis insgesamt als aktiv. Mit ihm war sein Kollege, der ehemalig Regierungschef Schwedens Karl Bildt einverstanden. Er schätzte die Zusammenarbeit mit Russland in der Arktis ebenfalls positiv ein:

„Wir haben mit Russland eine sehr gute Zusammenarbeit im Arktischen Rat. Wenn wir uns das Zusammenwirken gerade in dieser Region anschauen, dann haben wir ein sehr gutes Zusammenwirken in der Forschungstätigkeit. Außerdem führen wir mit Russland einen allseitigen politischen Dialog.“

Kanada ist der nächste Vorsitzende des Arktischen Rates. Mit ihrem Vorsitz beginnt ein neuer, der zweite Zyklus des Vorsitzes seit der Gründung dieser Organisation 1996. Die kanadische Ministerin für Gesundheitswesen und die wirtschaftliche Entwicklung der nördlichen Territorien Leona Aglulkkaq hält das Zusammenwirken mit den im Norden lebenden Völkerschaften für einen wichtigen Moment im arktischen Dialog:

„Wir haben den Vertrag über Gebietsansprüche, der diese Fragen zu lösen hilft. Aber das Informieren der internationalen Gemeinschaft darüber, dass man die natürliche Umwelt, den eigenen Boden und jene Völkerschaften, die jahrhundertelang in den nördlichen Gebieten gelebt haben, ist ein wichtiger Teil. Es ist wichtig den Dialog mit kleinen Völkerschaften zu führen, die in jenen Regionen, über die wir sprechen, leben.“

Das zunehmende Interesse für die Arktis seitens der Staaten und Vereinigungen, die keinen direkten Zugang zu dieser Region haben, demonstriert ein weiteres Mal ihre gewaltigen Perspektiven für die Menschheit. Das Mitglied der EU-Kommission für den Fischfang und die Seeangelegenheiten Maria Damanaki teilte mit, dass die EU schon vor dem Mai die Entscheidung des Arktischen Rates, ob die Union eine beobachtende Vereinigung sein wird, erwartet. Die Ratsmitglieder sind nicht gegen das aktive Interesse Südkoreas, Chinas, der EU, Singapurs für die Arktis. Das erhöht ihrer Meinung nach das Ansehen dieser Organisation und macht sie zu einer wichtigen Institution für die Erörterung der Entwicklungsperspektiven dieser Region.

Quelle: http://german.ruvr.ru/2013_01_23/Man-sc ... rksamkeit/
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