große Mengen Hirsche, Elche, Bären, Füchse und Wölfe fliehen

Moderatoren: Jochen, UliS

große Mengen Hirsche, Elche, Bären, Füchse und Wölfe fliehen

Beitragvon UliS » So 14. Jul 2019, 11:57

Ungewöhnlich heftige Feuer Die Arktis brennt

Am nördlichen Polarkreis wüten ungewöhnlich heftige Großfeuer auf enormen Flächen - und das schon seit Wochen. Allein im Juni bliesen die Brände 50 Megatonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre.

Bild
ITAR-TASS/ imago images
Schon 2017 wüteten in der Republik Sacha Waldbrände, wie diese Aufnahme zeigt.
Freitag, 05.07.2019 - Quelle

Der nördliche Polarkreis ist nicht gerade für seine hohen Temperaturen bekannt, doch seit Wochen wüten in der Region ungewöhnlich heftige Flächenbrände. "Die jüngsten Brände waren in Bezug auf ihre Dauer und Intensität ungewöhnlich", teilte Mark Parrington vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) auf Anfrage mit. Zwar habe es auch schon vorher Flächenbrände in der Arktis gegeben, aber nicht in dieser Intensität.

Einige der Feuer könnten zu den größten der Welt gehören. Satellitenbilder legen nahe, dass mindestens fünf Brände jeweils eine Fläche von mehr als 100.000 Hektar umfassen, schrieb der Geograf Thomas Smith von der London School of Economics and Political Science auf Twitter. Ein Feuer in der russischen Republik Sacha bedeckte laut Smith eine Fläche von 50 mal 25 Kilometern.

Wie viele Feuer derzeit brennen, lässt sich schwer abschätzen. Allein in Alaska brachen in den vergangenen Monaten 369 Brände aus. Viele der betroffenen Regionen liegen so abgelegen, dass die Feuer nur von Satelliten registriert werden. Aufnahmen der Erdbeobachtungssatelliten Sentinel 2 zeigen beispielsweise die Waldbrände um Batagai im russischen Sacha.

Allein im Juni haben die Flächenbrände insgesamt 50 Megatonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen, zeigen Daten des Global Fire Assimilation System, das sich auf Satellitendaten stützt. Demnach sind allein in den ersten Juli-Tagen weitere 4,5 bis 5 Megatonnen hinzugekommen. Die Menge entspricht laut Parrington dem CO2-Ausstoß aus fossilen Quellen, die Bulgarien, Ungarn und Schweden 2017 zusammen ausgestoßen haben.

Dass gerade im Juli und August immer wieder Flammen am nördlichen Polarkreis auflodern, ist nicht ungewöhnlich. Viele Gebiete bestehen aus ausgedehnten Torfmooren, die sich leicht entzünden können. Besonders, wenn in den Sommermonaten die obersten Schichten des Permafrostbodens tauen. Das Fatale: Oft gerät nicht nur die Vegetation in Brand, sondern auch der darunterliegende Torf. 2017 standen ausgetrocknete Torflandschaften im Westen Grönlands wochenlang in Flammen.

Forscher rechnen damit, dass die Brände in der Arktis durch den Klimawandel weiter zunehmen. Der Juni war in vielen Regionen der Welt der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auffällig: In Sibirien brachen vor allem dort Brände aus, wo die Oberflächentemperaturen ungewöhnlich hoch waren, wie eine aktuelle Analyse des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zeigt. Laut Parrington lagen die Temperaturen dort bis zu zehn Grad Celsius über der Durchschnittstemperatur aus den Jahren 1981 bis 2010.

koe
UliS
 
Beiträge: 11268
Registriert: Fr 14. Dez 2012, 14:13
Wohnort: Krefeld

Re: Ungewöhnlich heftige Feuer - Die Arktis brennt

Beitragvon Eva » Mo 15. Jul 2019, 12:27

Einfach nur erschreckend, grässlich und zum Verzweifeln!
Eva
 
Beiträge: 3548
Registriert: So 15. Mär 2015, 18:53

Re: Ungewöhnlich heftige Feuer - Die Arktis brennt

Beitragvon Anita » Mo 15. Jul 2019, 15:26

Das ist eine sehr besorgniserregende Meldung....
Anita
 
Beiträge: 7088
Registriert: Sa 15. Dez 2012, 15:56
Wohnort: München

große Mengen Hirsche, Elche, Bären, Füchse und Wölfe fliehen

Beitragvon UliS » Di 13. Aug 2019, 09:58

amic.ru – 30. Juli 2019 - Quelle

Der Zoo in Barnaul ist bereit, von Großbränden betroffene Tiere aufzunehmen

Direktor Sergej Pissarjew sprach von einer "planetarischen Tragödie". Mit allen Kräften werde man sich bemühen zu helfen. Man könne sich schwer vorstellen jene Anzahl an Tieren, die jetzt zu den Menschen kommt. Ihn hätten Bekannte aus Irkutsk angerufen, es sei einfach schrecklich, wirklich eine globale Katastrophe, deshalb müsse man den Tieren helfen, der Zoo Barnaul werde alles tun. was möglich ist, bemerkte Sergej Pissarjew.

Seinen Worten nach kommen in den Regionen, die unter dem Feuer leiden, große Mengen Hirsche, Elche, Bären, Füchse und Wölfe aus dem Wald heraus in die Siedlungen. "Sie rennen massenhaft, sie rennen einfach", drückte der Direktor des Zoos seine Besorgnis aus. (Roman Posdnjakow)

Jetzt kann nur noch Regen helfen

In Russlands Taiga brennen riesige Waldflächen - mit Folgen für Mensch und Tier sowie fürs Weltklima. Die Folgen der Umweltkatastrophe in Sibirien sind bisher nur teilweise absehbar. 80 Prozent der Nachkommenschaft der Raubvögel seien dieses Jahr durch Waldbrände und Überschwemmungen gestorben, berichtete der Naturschützer Igor Karjakin gegenüber der Nachrichtenagentur Ria Novosti. (Bernhard Clasen)
UliS
 
Beiträge: 11268
Registriert: Fr 14. Dez 2012, 14:13
Wohnort: Krefeld

Re: große Mengen Hirsche, Elche, Bären, Füchse und Wölfe fli

Beitragvon Ludmila » Di 13. Aug 2019, 11:14

Für die Tiere sind die Brände schrecklich [heul]
Ludmila
 
Beiträge: 7057
Registriert: Sa 15. Dez 2012, 19:51

Re: große Mengen Hirsche, Elche, Bären, Füchse und Wölfe fli

Beitragvon Eva » Di 13. Aug 2019, 20:54

[heul] [heul] [heul] mir fehlen die Worte
Eva
 
Beiträge: 3548
Registriert: So 15. Mär 2015, 18:53


Zurück zu Die Welt der Eisbären

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast