Erstmals wieder Wisent in Freiheit geboren

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Erstmals wieder Wisent in Freiheit geboren

Beitragvon UliS » Mi 22. Mai 2013, 08:47

Westdeutschland: Erstmals wieder Wisent in Freiheit geboren


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In Freiheit geboren: Kalb "Quintus" in der Wisent-Herde im Rothaargebirge
DPA

Mehr als ein Jahrhundert lang hat es in Deutschland keine freilebenden Wisente gegeben. Im April ist die erste Herde im Rothaargebirge ausgewildert worden - und schon gibt es Nachwuchs.

Bad Berleburg - In Deutschland ist nach Angaben von Artenschützern erstmals seit Jahrhunderten wieder ein Wisent in freier Wildbahn zur Welt gekommen. Die Leitkuh einer Herde, die Anfang April im Rothaargebirge freigelassen wurde, habe Anfang Mai ein Kalb geboren, berichtete die Wisent-Welt-Wittgenstein am Dienstag in Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein).

Der Nachwuchs sei "putzmunter", sagte Ranger Jochen Born. Spaziergänger, die den scheuen Tieren zufällig begegneten, sollten aber besonderen Abstand halten. Denn die Mutter schütze ihr Junges instinktiv. Das Kalb ist das fünfte, das in dem Artenschutzprojekt zur Welt kam. Deshalb bekam es den Namen Quintus. Vier Wisente waren zuvor noch im Gehege zur Welt gekommen. Insgesamt leben nun neun Wisente in freier Wildbahn im Rothaargebirge

Das Kalb gehört zu einer Herde von Wisenten, die Anfang April im Rothaargebirge in die Freiheit gelassen wurde. Das Gebirge liegt in Nordrhein-Westfalen. Davor gab es lange keine freilebenden Wisente mehr bei uns. Denn die Tiere wurden gejagt und ihr Lebensraum wurde von Menschen zerstört. Einige dieser Tiere lebten noch in Gehegen, etwa in Tierparks. Wisente sind die größten Säugetiere, die in Europa leben.

Die mächtigen Tiere leben überwiegend auf dem Besitz von Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, der rund um das Städtchen Bad Berleburg etwa 130 Quadratkilometer Wald sein Eigen nennt. Der Forstunternehmer will damit belegen, dass aktiver Artenschutz auch unter den Bedingungen eines kommerziellen Forstbetriebs grundsätzlich möglich ist.

Der Freisetzungsgenehmigung gingen jahrelange wissenschaftliche Studien voraus. Dabei ging es besonders um die Frage, ob die Wisente - mit bis zu einer Tonne Gewicht zählen sie zu den schwersten Landtieren Europas - eine Gefahr für Spaziergänger und Mountainbike-Fahrer darstellen könnten. Mitten durch das neue Siedlungsgebiet der Wisente führt der Rothaarsteig, der populäre Premium-Wanderweg zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen. Dass Wanderer dort die Tiere aber je zu Gesicht bekommen, gilt wegen der scheuen Lebensweise der Wisente als eher unwahrscheinlich.

nik/dpa
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 01072.html
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Re: Erstmals wieder Wisent in Freiheit geboren

Beitragvon SylviaMicky » Mi 22. Mai 2013, 13:51

Ich finde es gut, wenn Wildtiere in die Freiheit entlassen werden. [ja] Alles Gute für Quintus.
SylviaMicky
 
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