Russland: Müll in den Köpfen

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Russland: Müll in den Köpfen

Beitragvon Anita » Do 29. Jun 2017, 12:44

Müll in den Köpfen

WWF fand heraus, welche Umweltprobleme die Einwohner Russlands beunruhigen

Ungeachtet dessen, dass das Jahr 2017 in Russland zum "Jahr der Ökologie" ausgerufen wurde, wissen nur 16,5% der Befragten davon. Nichts wissen oder "irgendetwas darüber gehört" haben 41,7% bzw. 41,8%. Fast 90% der an der Umfrage Teilnehmenden, Einwohner aus 90 Regionen Russlands, betrachten als wichtigstes ökologisches Problem Russlands Müll und Deponien, die Abfallentsorgung nennen sie die Hauptrichtung der Tätigkeit zur Bewahrung der Umwelt. Die Verschmutzung von Wasser und Luft beunruhigt 82,4% der Befragten (2. Platz), an dritter Stelle (65,6%) steht das Problem der Begrünung der Städte, an vierter die Wiederherstellung der Wälder (68,5%) und erst an fünfter die Erhaltung seltener Tierarten (62,4%). […] Die Verantwortung für die "Lösung ökologischer Probleme" übertragen die Russländer traditionsgemäß auf den Staat. 44,7% geben dieses Vorrecht an die föderalen Behörden ab und 34% - an die regionalen. Dabei meinen nur 3,6% der Russländer, dass der Staat die ökologischen Probleme effektiv löst. Auch ist anzumerken, dass nur 2,1% der Befragten meinen, mit der Lösung ökologischer Probleme sollten sich nichtkommerzielle Naturschutzorganisationen beschäftigen. Eine Rolle der Bevölkerung bei der Lösung von ökologischen Fragen anerkennen nur 13% der Befragten. […] 49,1% sind einverstanden, dass es notwendig ist, Naturreservate und Nationalparks zu schaffen, 68,5% der Befragten erkennen, dass es wichtig ist, die Wälder außerhalb der Städte wiederherzustellen. Dabei ist nur ein Drittel der Befragten (29,2%) bereit, Mittel für die Erhaltung seltener Tierarten zu spenden, Naturreservaten und Nationalparks finanziell zu helfen ist nicht mehr als ein Fünftel der Befragten (22,6%) bereit. Es ist klar, dass die meisten Russen immer noch unterschätzen die Bedeutung der Erhaltung der natürlichen Ökosysteme, der unberührten Ecken der Natur, obwohl gerade sie die Quellen sauberer Luft und sauberen Wassers sind, die alle benötigen. Außerdem ist nur ein geringer Teil der Russländer bereit, Mittel für die Erhaltung wilder Natur und seltener Tierarten zu spenden, doch gerade diese sind Indikatoren des Ökosystems als Ganzes. Alle diese Daten bestätigen die Ergebnisse unlängst geschehener Forschungen, die der Kommunikationskampagne 1% der Russländer" zugrunde liegen, welche der WWF Russlands Ende 2016 startete. "Die meisten Russländer sind stolz auf die Natur unseres Landes", sagt Igor Tschestin, Direktor des WWF Russlands. "Doch leider scheint es den Bewohnern unseres Landes immer noch, dass unsere Naturschätze unerschöpflich sind und dass solche Ressourcen wie z.B. Wald und Wasser niemals zu Ende gehen werden. Wir versuchen unsere Mitbürger ständig daran zu erinnern, dass es nicht reicht, nur stolz zu sein auf die Schönheit unserer Natur und sie zu lieben, man muss auch lernen Verantwortung zu übernehmen für ihre Erhaltung." Die Befragung wurde vom WWF Russlands und der autonomen nichtkommerziellen Organisation Analytisches Zentrum "Juri Lewada" (ANO Lewada-Zentrum) im Jahr 2017 durchgeführt.

Quelle: http://new.wwf.ru/resources/news/bioraz ... -rossiyan/
Anita
 
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Re: Russland: Müll in den Köpfen

Beitragvon UliS » Fr 30. Jun 2017, 15:37

Tja, die Russen habe andere Sorgen als wir, leider ... [ja]
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