Statt Riesenrad jetzt Ärger um das Grundstück

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Statt Riesenrad jetzt Ärger um das Grundstück

Beitragvon SylviaMicky » Mi 11. Sep 2013, 20:51

Alles liegt brach. Statt Riesenrad jetzt Ärger um das Grundstück

Geschäftemacher, die mit einem Riesenrad hoch hinauswollten und in der Pleite endeten: Auf dem Gelände am Zoo dreht sich nichts, es wuchert zu. Die Stadtentwicklungs-Fachleute aller Parteien wollen aber, dass sich etwas tut. Sie fordern vom Senat: Kauft das Grundstück zurück!
2006 für 25 Millionen Euro an die „Investoren“ verkauft, darf die Fläche nur mit einem Riesenrad bebaut werden. Deshalb hat der Eigentümer – nach der Pleite der Investoren eine niederländische Bank – keine Freude daran: Die Brache ist mit der Beschränkung wenig wert.

Aber auch Berlin guckt in die Röhre: Die Fläche liegt mitten in einem Gebiet, das die Stadt gerne für die TU, für Firmengründer und ein Studentenwohnheim nutzen würde. Weil das nicht klappt, ist der Stadtentwicklungsausschuss sauer mit Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos).

Der wolle nur kaufen, wenn klar ist, was statt eines Riesenrads geplant wird. Das aber erscheint unsinnig: Würden die Planungsgrundlagen geändert, stiege der Preis, den Berlin fürs Grundstück zahlen müsste. Nußbaums Verwaltung blieb auf Nachfrage im Ungefähren: „Uns liegt daran, dass sich dieses Grundstück gut entwickelt. Über die beste Lösung dafür werden sicher noch Gespräche zwischen Eigentümern und Verwaltungen geführt werden müssen.“
Mittes Verwaltung jedenfalls lehnt gegenwärtig eine Änderung des Bebauungsplans ab: Erst, wenn das Recht, ein Riesenrad zu bauen, erloschen ist, komme neues Baurecht in Frage. Sonst könnten die „Bauherren“ Schadenersatz verlangen. GL

http://www.berliner-kurier.de/kiez-stad ... 87202.html
Quelle Berliner Kurier 11.09.13
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Re: Statt Riesenrad jetzt Ärger um das Grundstück

Beitragvon Quincy » Do 12. Sep 2013, 10:26

Kommentar eines Foristen namens rathauspiefke unter dem entsprechenden Artikel im Tagesspiegel
http://www.tagesspiegel.de/berlin/city-west-in-berlin-riesenrad-grundstueck-senat-soll-areal-kaufen/8776438.html

Verkauf, Ankauf, Verkauf etc.
Bei der Verscherbelung eines solchen Grundstücks an private Interessenten liegt die Vermutung nicht fern, dass gewisse Beamte und Parteien alles andere als "dumm und dämlich", sondern richtig fett verdient haben könnten. Informelle Handgelder erscheinen nicht in der offiziellen Liste der Parteispenden.
So ein Grundstück hat schon aufgrund des Preises einen besonderen Reiz: Es lässt sich auf Kosten des Steuerzahlers wieder erwerben und nach Verlauf einer Anstandsfrist erneut an private Investoren verscherbeln. Am besten fraktionsübergreifend und die Grünen vorneweg ...
Die Annahme, Politiker seien leider irregeführt und – wie Leser Gerhard Feder meint – irgendwelchen Geschäftemachern "auf den Leim gegangen", halte ich angesichts des seit Jahrzehnten "bewährten" latenten Berliner Korruptionspotentials ( http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Antes oder Riebschläger & Co.) für eine vorauseilende Verharmlosung.
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Re: Statt Riesenrad jetzt Ärger um das Grundstück

Beitragvon Bearnini » Do 12. Sep 2013, 18:46

Zu dem Thema passt ein Artikel aus dem Jahr 2012 - zum besseren Verständnis für diejenigen, die mit der Problematik dieses Themas nicht so vertraut sind:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/brach ... 48554.html

Zoo-Grundstück bleibt bis 2017 leer.
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