WWF - Luchs pirscht sich zurück

Moderatoren: Jochen, UliS

WWF - Luchs pirscht sich zurück

Beitragvon Anita » Do 21. Dez 2017, 16:29

Luchs pirscht sich zurück

WWF zieht positive Jahresbilanz für den Luchs in Deutschland | Wilderei und Straßenverkehr bleiben größte Hürden.

Die Zahl freilebender Luchse in Deutschland nimmt zu und liegt nach Schätzungen des WWF bei 100 bis 130 Tieren.

Sowohl im Harz als auch im Bayerischen Wald wurden in 2017 mehr Luchse nachgewiesen als im Jahr zuvor. Auch im Pfälzerwald wächst die Population. Dort wurden seit 2016 neun Tiere im Rahmen eines Wiederansiedelungsprojekts freigelassen, zuletzt eine Luchsin aus der der Slowakei.
Die nächsten Tage folgt ein weiteres Tier aus der Schweiz. Dennoch bleibt offen, ob der Luchs dauerhaft wieder seine Heimat in Deutschland findet.
Wilderei und Straßenverkehr machen den Tieren das Überleben weiter schwer.
Allein in Bayern wurden zwischen 2010 und 2017 mindestens sechs Luchse geschossen, vergiftet oder auf andere Weise getötet. Weitere vierzehn Tiere sind spurlos verschwunden.
Zuletzt wurde im September 2017 im Saalachsee bei Bad Reichenhall ein getöteter Luchs gefunden. Nach wie vor laufen die Untersuchungen zu einem Tatverdächtigen im Bayerischen Wald, bei dem vor fast genau einem Jahr im Rahmen einer Hausdurchsuchung Waffen und Teile von Luchsen sichergestellt wurden. „Luchse sind streng geschützt, ihre Tötung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine schwere Straftat“, so Diana Pretzell vom WWF.

Der WWF fordert daher unter anderem eine nationale Wildtierbehörde und entsprechende Stabsstellen bei den zuständigen Landeskriminalämtern oder Umweltministerien. Zudem sollten tot aufgefundene Luchse, ähnlich wie Wölfe, grundsätzlich kriminologisch untersucht werden, um die Todesursache eindeutig zu ermitteln.
Um Wilderei auf streng geschützte Tiere in Deutschland aufzudecken, hat der WWF im Sommer eine Anti-Wilderei-Hotline unter 0800 –10 20 340 eingerichtet. Unter der Notrufnummer und online unter http://www.wildereinotruf.de können kriminelle Taten an Wildtieren 24h am Tag anonym gemeldet werden. Der WWF prüft die Hinweise und tritt in Kontakt mit den zuständigen Behörden.
Quelle: WWF
Anita
 
Beiträge: 6433
Registriert: Sa 15. Dez 2012, 15:56
Wohnort: München

Re: WWF - Luchs pirscht sich zurück

Beitragvon UliS » Do 21. Dez 2017, 17:55

... ich wünsche ihnen Glück, es sind schöne Tiere [herzig]
UliS
 
Beiträge: 10325
Registriert: Fr 14. Dez 2012, 14:13
Wohnort: Krefeld


Zurück zu Tierschutz

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast