Jerusalem 2018

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Jerusalem 2018

Beitragvon Anneliese » Mi 29. Aug 2018, 17:48

Ich bitte heftig um Entschuldigung für die mangelhafte Qualität der Bilder. Eine falsche Einstellung, nämlich "Video", hatte sich heimtückischerweise eingeschlichen, die ich erst nach Jerusalem entdeckte. Brigitte Glinel hat getan, was möglich war, und von jedem ersten Bild der Videos ein Screenshot gefertigt. Wir glauben aber trotzdem, dass man sich daraus, trotz der Mängel, mit einigem guten Willen "ein Bild machen" kann. Besser als nichts, haben wir uns gesagt. Ich passe künftig besser auf.

Also, auf das nächste Jahr in Jerusalem! Ohne Pannen!

Wir haben die Bilder von 2018 mit einigen zusätzlichen Bildern von 2016 ergänzt.


Blick vom Ölberg auf die Altstadt von Jerusalem
Vom Ölberg aus hat man den schönsten Blick auf die Altstadt von Jerusalem. Man sieht die Stadtmauer Süleymans des Prächtigen aus dem 16. Jahrhundert, viele Kirchen und die goldene Kuppel des Felsendomes, links davon die graue Kuppel der Al Aksa Moschee. Auf der linken Seite der Al Aksa Moschee befindet sich die Westmauer, also die Klagemauer des zweiten Tempels, der 70 n. Chr. zerstört worden ist. Der Stadt zugeneigt sieht man auf dem Ölberg ein altes ausgedehntes Gräberfeld; wer viel investiert, kann sich dort auch heute noch eine Grabstelle kaufen. An dem Tag, an dem der Messias vom Ölberg kommend in Jerusalem einziehen wird, hat der Grabbewohner natürlich einen hervorragenden Ausgangspunkt.

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Warum das Goldene Tor zugemauert ist, könnt ihr hier nachlesen.
Goldenes Tor - Israel Magazin
https://www.israelmagazin.de/israel-ort ... ldenes-tor

Dieses Doppeltor führt dann direkt zum Tempelberg.
Jerusalem: Warum ist der Tempelberg so wichtig? - Faz
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/f ... 24918.html

Man kann vom Ölberg kommend zwar steil, aber bequem absteigen ins Kidrontal und dann auf dem König-David-Weg hinaufsteigen zur Altstadt. Es ist ein schöner Weg und wie alles in Jerusalem sehr geschichtsträchtig. Umgekehrt geht es natürlich auch. Auf dem Ölberg selbst befinden sich mehrere Kirchen, die verschiedenen Ereignissen aus dem Leben und Sterben Jesu Christi gewidmet sind. Im Garten Gethsemane verbrachte Jesus seine letzte Nacht vor der Verhaftung und der nachfolgenden Kreuzigung. Tatsächlich stehen hier uralte Olivenbäume, einige davon sollen mindestens 1000 Jahre alt sein, vielleicht sogar noch viel älter. Man mutmaßt, dass Jesus sie erlebt haben könnte

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Garten Gethsemane - Israel Magazin
https://www.israelmagazin.de/israel-chr ... gethsemane
Ölberg (Har haSetim/) - Jerusalem - Israel Magazin
https://www.israelmagazin.de/israel-ort ... lem/olberg

Pessach und Ostern
In der Pessach-Woche wird die Befreiung der Juden aus der ägyptischen Knechtschaft gefeiert. Ursprünglich war es ein Frühlingsfest. Zur gleichen Zeit wird das christliche Osterfest gefeiert. Nach der christlichen Überlieferung fand während der Pessach-Woche das Abendmahl statt, die Kreuzigung Jesu und seine Auferstehung.

Pessach: Das jüdische Fest zum Auszug aus Ägypten | Themen | BR.de
https://www.br.de/themen/bayern/feierta ... er100.html

In Jerusalem ist in dieser Zeit viel los. Die ultraorthodoxen Juden aus Mea Shearim und anderswo machen Ausflüge in die Altstadt und an die Klagemauer. Die orthodoxen und liberalen Juden natürlich auch, ebenso wie die nichtreligiösen. Das Bild bestimmen die Ultraorthodoxen mit ihren traditionellen Bekleidungen. Nicht zu vergessen die Pilger und Touristen. Es finden Aufführungen, Kasperletheater, Festumzüge mit Pauken und Trompeten sowohl der Juden als auch der Christen statt. Bei letzteren war meine Speicherkarte voll.

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An der Via Dolorosa, wo der Leidensweg Jesu nachgezeichnet wird, war natürlich noch mehr los als sonst. Am Ostersonntag machen die Franziskaner einen jedes Mal vielbeachteten Umzug zur Erinnerung an die Auferstehung Jesu unter reger Beteiligung der Pilger aus aller Welt. An solchen Tagen sind die Soldaten noch aufmerksamer als sonst

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In den verschiedenen Parks wird ausgiebig gepicknickt. Der große Sacherpark, nicht weit von der Knesset, war voller Großfamilien. Die Männer grillten und spielten mit ihren Kindern, die Kinder fuhren Roller (Mädchen) und spielten Fußball (Jungen). Es war eine heitere, gelöste Stimmung und der Qualm vom Grill störte niemanden. Auffallend war, dass nach unserer Beobachtung im Sacher-Park nur ultraorthodoxe Familien auf diese Weise feierten. Es wird eine Erklärung dafür geben, sie ist mir bis jetzt nicht bekannt.

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Dies ist das Viertel Mea Shearim, in dem vorzugsweise die ultraorthodoxen Juden leben.

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Anneliese
 
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Re: JERUSALEM 2018

Beitragvon Eva » Do 30. Aug 2018, 09:47

vielen Dank, liebe Anneliese für diesen höchst interessanten Bericht aus dem heutigen Jerusalem [prima]
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Re: Jerusalem 2018

Beitragvon UliS » Do 30. Aug 2018, 10:05

Danke Anneliese und Biene für den interessanten Bericht . [ja]
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Re: Jerusalem 2018

Beitragvon Anneliese » Do 30. Aug 2018, 17:39

KLAGEMAUER

Nicht weit von der Via Dolorosa steht die Klagemauer. Es ist wirklich aufregend, den Menschen an der Klagemauer zu begegnen. Anzuschauen ist ein buntes Völkergemisch, aus vielen Ländern und Kulturen, mit oft prächtigen farbenfrohen Kleidern. Die ultraorthodoxen Juden tragen die Gewänder, die ihre Vorfahren schon seit einigen Jahrhunderten in Osteuropa getragen haben, in der von den Nazis ausgelöschten Welt der Schtetl. In New York (Williamsburg) gibt es wie in Jerusalem (Mea Shearim) Wohnviertel, in der diese Ultraorthodoxen vorzugsweise leben und dort vielfach auch immer noch jiddisch sprechen. Im Zuge der Entstehung des modernen jüdischen Staates Israel war man sich zunächst uneinig, was nun die gemeinsame offizielle Sprache werden solle, jiddisch oder hebräisch. Jiddisch kann man als Deutschsprachiger (mit großen Einschränkungen) verstehen, wenn es in lateinische Schrift übertragen wird. Tatsächlich wird Jiddisch in hebräischer Schrift geschrieben und gedruckt, und man muss Hebräischkurse machen, um Jiddisch im Original lesen zu können. Vor langer Zeit habe ich einmal eine Aufführung des jiddischen Theaters aus Warschau im damaligen Operettenhaus an der Reeperbahn in Hamburg gesehen. Ich habe vom gesprochenen Text damals wenig mitbekommen. Es war ein bekanntes, düsteres Stück der klassischen jiddischen Literatur, „Der Dibbuk“. Einige Zuschauer hätten lieber etwas Lustigeres gesehen, zum Beispiel „Anatevka“ bzw. „Tewje, der Milchmann“, bzw. „Fiddler on the roof“. Das Musical lief zu dieser Zeit

Der Anblick der ehrwürdigen alten Gewänder stimmte uns ehrfürchtig, denn es waren uralte Traditionen über die Jahrhunderte und über die Shoah hinweggerettet worden. Wir waren bedrückt, weil wir an eine untergegangene Welt und ihre ermordeten Menschen erinnert wurden, andererseits waren wir fasziniert. Für die ultraorthodoxen Frauen und Mädchen scheint es keine vergleichbare Traditionsbekleidung wie bei den Männern zu geben. Es gibt stattdessen Regeln der Schicklichkeit, die besagen dass weibliche Reize nicht herausgestellt werden sollen. Die Frauen bedecken ihr Haupt meist mit allen möglichen Mützen, Turbanen oder auch Perücken. Kleider und Röcke reichen bis über die Knie, man trägt blickdichte Strümpfe. Man fühlt sich an Filme aus den 30er bis Mitte der 50er Jahre erinnert

Zugangskontrolle zur Klagenmauer
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Links Männer, rechts Frauen
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Männer
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(zu sehen ist die Al Aksa Moschee)

Der hölzerne überdachte Steg führt von der Klagemauer hinüber zum Tempelberg. Er ist für Ungläubige wie mich der einzige Weg und nur zu bestimmten eingegrenzten Zeiten zugänglich. Ich darf auch nicht den Felsendom und die Al Aksa
Moschee betreten. Wenn wir den Muslimen den Zugang zum Kölner Dom verwehren würden, hätten sie sicher Verständnis dafür.
Auf dem Gebiet des Tempelberges standen die ersten beiden jüdischen Tempel, der letzte zweite Tempel wurde 70 n. Chr. von den Römern zerstört. Geblieben ist die Westmauer, die Klagemauer. Anfang des 8. Jahrhunderts n. Chr. wurden nach der islamischen Eroberung der Felsendom und die Al Aksa Moschee errichtet.

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Anneliese
 
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Re: Jerusalem 2018

Beitragvon Anneliese » Do 30. Aug 2018, 18:43

Bekleidung

So weit wie bei den Moslems geht es mit den Bekleidungsvorschriften für Frauen allerdings nicht. In Jaffa, seit 1950 von Tel Aviv eingemeindet, fand ich folgendes Piktogramm vor einer Moschee

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Daneben würde eine ultraorthodoxe Jüdin geradezu liederlich gekleidet wirken. Die kleinen Mädchen tragen hübsche altmodische Mädchenkleider nach der Mode der dreißiger oder fünfziger Jahre, in den Haaren schmückende Schleifen und Bänder.

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Neben der jüdischen, islamischen und christlichen Religion, neben Kirchen, Verbänden, Sekten haben auch die Scientologen ihren Weg nach Jaffa/Tel Aviv gefunden

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Die älteren ultraorthodoxen Jungen tragen wie der Papa manchmal auch einen solchen altväterlichen schwarzen Anzug und einen steifen schwarzen Hut. Ich habe auch Männer mit weißseiden schimmernden altertümlichen Anzügen gesehen, dazu weißseidene Schuhe mit Schnallen. Neben den aschkenasischen Juden, also aus Europa stammend, und den sephardischen Juden aus den orientalischen Ländern gibt es auch afrikanischstämmige Juden, z. B. aus Äthiopien und dem Jemen. Wenn man auf dem Platz vor der Klagemauer einen Plastikstuhl ergattert, kann man stundenlang den vorbeiwandernden Menschen zugucken, und es wird nicht langweilig. Ungefähr zwei Drittel der Klagemauer sind den Männern vorbehalten, ein Drittel den Frauen. Ja, das ist ungerecht. Und wenn man dann noch weiß, dass die ultraorthodoxen Frauen häufig acht Kinder großziehen, den Haushalt versorgen und auch noch einer Erwerbsarbeit nachgehen, während der Ehemann die heiligen Schriften studiert, reibt man sich verwundert die Augen. Das Studium hatte und hat bei den Ultraorthodoxen einen ungeheuren Stellenwert. Ein armer Mann in Osteuropa, der statt materieller Güter den Besitz geistigen-religiösen Reichtums vorweisen konnte, war als Heiratskandidat hochbegehrt und konnte es auf diese Art zu Wohlstand bringen, nämlich durch die Mitgift seiner Ehefrau, wenn sie denn eine hatte.

Wie auch bei der Kleidung Ultraorthodoxer gibt es eine breite Streuung von beruflichen Tätigkeiten, ungefähr die Hälfte der ultraorthodoxen Männer geht einer Erwerbstätigkeit nach, und vielleicht 60 Prozent der Frauen. Der Staat alimentiert die Ultraorthodoxen, um ihnen eine traditionelle Lebensweise zu ermöglichen, die als schützenswert empfunden wird. Ein verständliches Anliegen, besonders, wenn man an die Shoah denkt. Die weltlichen und modern orientierten Steuerzahler murren aber über diese Alimentierung aus Steuergeldern. Zur Zeit der Gründung des Staates ging man von einer unbedeutenden ultraorthodoxen Minderheit aus, deren Privilegien man halt hingenommen hat. Jetzt hat diese Gruppe ein stärkeres Gewicht, wegen der hohen Geburtsraten von durchschnittlich acht Kindern und wegen der Zuwanderung ultraorthodoxer Juden aus den USA. So nimmt auch ihr politischer Einfluss zu, und sie versuchen, ihre strengen religiösen Gebote auch der übrigen Bevölkerung aufzuerlegen. Ohnehin gibt es bereits Einschränkungen. Am Sabbat ruhen die öffentlichen Verkehrsmittel und es gelten weitere Vorschriften. Die Ultraorthodoxen würden gerne Abteile in Bussen und Bahnen nach Geschlechtern getrennt durchsetzen. Die überwiegende Mehrheit Israels ist aber so weltlich orientiert wie die Einwohner Hamburgs und über diese Einflussnahmen genervt bis erbost. Andererseits nimmt auch die Zahl derjenigen zu, die der ultraorthodoxen Gemeinschaft den Rücken kehren. In den ultraorthodoxen Schulen erhalten sie nur eine dürftige Allgemeinbildung. Die intensive Auseinandersetzung mit den heiligen Texten und ihrer teils verwickelten und kontroversen Auslegung ist immerhin so anspruchsvoll, dass ihr Intellekt geschärft wird und die Jugendlichen häufig befähigt sind , in relativ kurzer Zeit die Bildungsdefizite aufzuholen. Es ist keine Religion, bei der man nur auswendig lernt. Bei den Ultraorthodoxen gibt es eine winzige Minderheit, die den Staat Israel gerne abschaffen würde und sogar auf Demonstrationen der Palästinenser auftritt, wovon diese natürlich angetan sind. Nur mit dem Erscheinen des Messias werde das künftige Reich Israel gegründet werden, die weltliche Gründung Israels sei eine Anmaßung und Gotteslästerung. Andererseits gibt es ultraorthodoxe Männer, die in der Armee dienen und die auch anspruchsvolle Berufe ausüben. Wie bei der Kleiderordnung gibt es alle möglichen Varianten. So gibt es auch alle nur denkbaren Varianten von Religiosität
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Re: Jerusalem 2018

Beitragvon Anita » Fr 31. Aug 2018, 12:55

Liebe Anneliese,
vielen Dank für Deine interessanten Einblicke in eine sehr faszinierende Stadt [tschuess]
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Re: Jerusalem 2018

Beitragvon Anneliese » Fr 31. Aug 2018, 17:52

Fromme Faulenzer - brand eins online
https://www.brandeins.de › ... › 2012 › Nichtstun › Fromme Faulenzer
Ultraorthodoxe Juden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ultraorthodoxes_Judentum

Neben den ultraorthodoxen gibt es die orthodoxen Juden, die sich meist als modern orthodox bezeichnen. Daneben gibt es die liberalen Juden, die schon in den zwanziger Jahren die Geschlechtertrennung in den Synagogen aufhoben.
Liberales Judentum – Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Liberales_Judentum

Sie vertreten eine reformierte Auslegung der jüdischen Vorschriften, die mehr dem dahintersteckenden Sinn einer Vorschrift als der wörtlichen Befolgung gerecht zu werden versucht. Am Beispiel der Beschneidung nähert sich Michael Wolffsohn diesem Thema.
Umstrittenes Ritual: Nicht die Beschneidung macht den Juden - WELT
Ungefähr ein Drittel der jüdischen Israelis sind als weltlich/säkular oder als Atheisten anzusehen. Viele Zionisten, so auch Ben Gurion, verstanden sich als Atheisten.

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Neben den weltlichen bzw. atheistischen Juden gibt es auch eine Anzahl von Wunderrabbis, von denen die ostjüdische Geschichte voll ist. Die Anhängerschft dürfte heutzutage begrenzt sein. Übrigens betteln sie auch. Sie müssen ja leben, haben, wenn überhaupt, nur geringe Einkünfte.

Tel Aviv, ultraorthodoxe Juden unterweisen in den alten Gebetsriten

Die Juden missionieren im Gegensatz zu Christen und Muslimen nicht. Man kann zum Judentum konvertieren, aber dem müssen oft jahrelange Unterweisungen und Studien vorangehen. Bei den Moslems reicht ein Satz: “Es gibt keinen wahren Gott (keine wahre Gottheit) außer Gott (Allah), und Muhammad ist der Gesandte (Prophet) Gottes.”
Auch wenn die Juden nicht missionieren, so versuchen doch orthodoxe Gruppen, weltliche Juden dazu zu bringen, die alten Bräuche wie Gebetsriemen und Tallit, Tefillin, Gebetstuch, und was sonst noch dazugehört, zu befolgen und unterweisen sie darin, hier vor dem Karmel-Markt in Tel Aviv.
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Die jüdische Gebetskleidung
schule.judentum.de/projekt/gebetskleidung.htm

Von der Altstadt Jerusalems kommend, in diesem Fall dem Damaskustor, kann man in die Straßenbahn steigen und bis zum Mahane Yehuda Markt fahren.

Der berühmte Mahane Yehuda Markt in Jerusalem

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Für den Sabbatgroßeinkauf am Freitag benutzt man große Einkaufsroller. Am Sabbatabend nach Sonnenuntergang kann man erneut einkaufen. Dann sind der Mahane Yehuda Markt in Jerusalem und der Karmel Markt in Tel Aviv wieder geöffnet.

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Juden dürfen, wenn sie die Speisegesetze befolgen, nur Fische mit Schuppen essen: Keinen Aal, keine Krustentiere, keine Muscheln. Von den Säugetieren nur die mit gespaltenen Hufen = Schafe, Ziegen, Rinder. Eulen und Adler dürfen sie auch nicht verspeisen, Hasen auch nicht. Das finden wir gut.

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Nachdem man diesen großen, wundervollen Markt eingehend gewürdigt und durchschritten hat (ein Muss!), kann man einige kurze Straßen hinabsteigen und durch den Sacherpark laufen. Hinter dem ausgedehnten Sacherpark, ein Teil davon ist der wunderschöne Wohl Rose Garten mit vielen Pflanzen, künstlichen Bächen und Brücken, befindet sich die Knesset. Es ist ein eindrucksvolles modernes Gebäude. Vor dem Eingang zur Knesset steht eine riesige Menora. Der aus Deutschland emigrierte Benno Elkan hat sie in sieben Jahren erschaffen, die wichtigen Ereignisse der jüdischen Geschichte sind auf den sieben Armen des Leuchters dargestellt.
Es ist ein längerer Spaziergang, aber sehr eindrucksvoll und mit vielen Höhepunkten ausgestattet. Wenn man denn gut zu Fuß ist

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Knesset-Menora – Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Knesset-Menora
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