Torgau - Jungbären aus Gangelt sind umgezogen

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Torgau - Jungbären aus Gangelt sind umgezogen

Beitragvon UliS » Mo 13. Jul 2015, 10:23

Bea und Benno Neue Bären im Schloss Hartenfels

Donnerstagmorgen halb sechs war es soweit: Nach einer neustündigen Fahrt sind die zwei neuen Braunbären Bea und Benno im Torgauer Schloss Hartenfels angekommen. Wie das Landratsamt Nordsachsen mitteilte, sollen sie Jette Gesellschaft leisten, die seit dem Tod ihrer Schwester Quistel Ende Mai alleine ist.

Bea und Bella sind zwei Jahre alt und kommen aus einem Tierpark in Nordrhein-Westfalen. Die Bären müssen sich zunächst an ihr neues Domizil gewöhnen. Ab wann die Tiere der Öffentlichkeit gezeigt werden können, ist noch unklar. In voraussichtlich einer Woche können sie das erste Mal auf Erkundungstour im Bärengraben gehen.

Keine Bärenzucht in Torgau

Obwohl in der Torgauer Bärenanlage nun ein Männchen und zwei Weibchen leben, soll es keine Zucht geben. Braunbär Benno werde deshalb auch kastriert, erklärte ein Sprecher des Landratsamts.

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Neue Bären in Torgau angekommen.
Beim Entladen der Bärenkäfige half die Freiwillige Feuerwehr Torgau.

http://dlvr.mdr.de/sachsen/neue-baeren- ... fcd56.html
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Re: Torgauer - Jungbären aus Gangelt sind umgezogen

Beitragvon UliS » Mo 13. Jul 2015, 10:48

Bea und Benno haben Ställe bezogen

Die beiden neuen Torgauer Bären müssen sich jetzt ans neue Heim,
Mitbewohnerin Jette und die Pflegerinnen gewöhnen

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Für Bea und Benno (v. l. n. r.) gab es erst einmal Leckerlies zur Beruhigung von den Bärenpflegern. Fotos: TZ/Lehmann

Torgau (TZ/ej). So langsam legt sich die Aufregung wieder, sowohl bei den Bären als auch den beiden langjährigen Pflegerinnen Gabriele Mierau und Angela Mierau-Fausack. Bereits am Dienstag reisten sie ins nordrhein-westfälische Gangelt in den dortigen Wildpark, nur wenige Meter vor der holländischen Grenze, um die beiden neuen Bären Bea und Benno für Torgau persönlich zu holen. Gestern morgen gegen 7.30 Uhr war es dann geschafft, die Petze in ihren Ställen und die Pflegerinnen bei einer Tasse Kaffee in ihrem Arbeitsraum. Hier ließen sie gemeinsam mit der Torgauer Zeitung die vergangenen 48 Stunden Revue passieren. Müde sahen sie aus, aber glücklich.

Per Rüstwagen „eingeflogen“

Und auch Bea und Benno waren geschafft. Während die Dame bereits schlief, kam auch der Herr so langsam zur Ruhe. Die Anspannung fiel auch von den Bärenpflegerinnen ab. Der Transport war gelungen. Im Vorfeld hatte es konkrete Absprachen mit den Kameraden der Torgauer Feuerwehr gegeben, die pünktlich bereit standen, um die Boxen mit den Bären mittels Rüstwagen in den Graben, direkt vor die Eingänge zur den Ställen zu heben. Es ging alles recht schnell. Am Ende waren alle zufrieden, denn Torgau kann seine Bärentradition weiter fortführen.

Rüdiger Schmiedel von der deutschlandweiten Stiftung Bären hatte den Kontakt zwischen dem Wildtierpark Gangelt und dem Landratsamt Nordsachsen vermittelt. „Das es nun doch so schnell gehen würde, hätten wir nicht gedacht. Aber der Park hat aus Platzgründen Abnehmer für die beiden Tiere gesucht“, freuen sich die beiden Bärenpflegerinnen. Gegenüber Schmiedel hatten sie den Wunsch nach jungen Bären geäußert, jedoch nicht im Traum daran gedacht, dass es klappen würde, und Torgau tatsächlich die Chance auf zwei Zweijährige bekam. Nun aber ist aus dem Wunsch Wirklichkeit geworden. Dass aber einer der Bären den Namen Benno trägt und damit genauso heißt, wie der Vorstandschef der Torgauer Bärenstiftung Benno Kittler, ist blanker Zufall. „Aber ein schöner“, schmunzelt Gabriele Mierau und erzählt, dass es sich bei dem Männchen um ein „frühreifes Kerlchen“ handelt, das natürlich noch kastriert werden müsse. Denn Bären-Nachwuchs wollen die Torgauer auf keinen Fall.

Sehr friedliche Tiere

Den Transport haben beide Tiere gut überstanden. Benno reagierte gut auf die Narkose, die er bekam, um in die Transportbox verladen zu werden. Er wachte auch schnell wieder auf. Bea hatte es ein wenig schwerer. „Sie war hochgradig aufgeregt, benötigte zwei Narkosen“, so die Pflegerinnen. Sie hatten ihren ersten Kontakt zu den Tieren noch im Wildtierpark in Gangelt. „Wir haben gesehen, dass die Tiere friedlich sind, aber auch einigen Schabernack treiben. Und sie reagierten auf den Pfleger. Auf uns natürlich nicht, denn wir sind ja fremd“, sagt Angela Mierau-Fausack zuversichtlich, dass sich die Petze schon bald an sie gewöhnen werden. Wie schnell, das hängt in erster Linie von den Bären ab. „Ich kann mich noch gut an die Anfänge mit Jette erinnern. Bei mir hat es ungefähr ein Dreivierteljahr gedauert, bis sie sich an mich gewöhnt hatte. Bei Angela ging das viel schneller“, erzählt Gabriele Mierau. Und so wollen es die Bärenpflegerinnen ganz ruhig angehen lassen.

Aufgeregte Jette

In den nächsten Tagen bleiben Bea und Benno erst einmal in ihren Ställen, um sich an die neue Unterkunft, das neue Heim, die fremden Gerüche, den geregelten Ablauf – täglich um 18 Uhr wird gefüttert – zu gewöhnen. Zwischenzeitlich wird immer mal wieder der Vollschieber zwischen ihnen und Jette geöffnet – das Gitter bleibt geschlossen –, damit sich die Tiere sehen und beschnuppern können.
Gestern morgen war vor allem Altbärin Jette ziemlich aufgeregt. „Anfangs schnüffelte sie nur, dann scharrte sie mächtig und gab laute Rufe von sich“, erzählt Gabriele Mierau. Während des Einzugs von Bea und Benno blieb Jette in ihrem Stall. Nach dem Aufräumen wurde sie in den Bärengraben gelassen. Den soll sie in Zukunft mit den Neuankömmlingen teilen. „Anfangs werden wir Jette in den großen Bärengraben lassen und die Gitter schließen, wenn wir soweit sind, dass Bea und Benno auch raus können. So sehen sie sich, können sich kennenlernen. Wenn sie, und auch das kann sein, gar nicht miteinander auskommen, dann bleibt die räumliche Trennung. Wenn sie sich verstehen, was wir natürlich inständig hoffen, dann werden die Gitter geöffnet“, beschreibt Angela Mierau-Fausack die Vorgehensweise für die nächsten Wochen. Auch stellt sie in Aussicht, dass der Prozess des Aneinander-Gewöhnens durchaus auch Wochen, wenn nicht Monate dauern kann. Es braucht also Geduld.

Aktivitäten rund um die Torgauer Bären: http://www.torgauer-baeren.de/seiten/aktivitaeten.html
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Re: Torgau - Jungbären aus Gangelt sind umgezogen

Beitragvon UliS » Mo 13. Jul 2015, 11:35

22. Mai 2014

Tobeplatz für Jette und Quistel: Kleiner Bärengraben am Torgauer Schloss Hartenfels eingeweiht

Die beiden Torgauer Bären Jette und Quistel haben ein neues, modernes Quartier. Mit einer feierlichen Zeremonie wurde am Mittwoch, 21. Mai, der sogenannte kleine Bärengraben am Flügel E des Torgauer Schlosses eingeweiht. "Ziel war es, eine Anlage zu schaffen, in der die Bären optimale Lebensbedingungen vorfinden und das ist gelungen", sagte Landrat Michael Czupalla zu Beginn der Zeremonie.

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Die Wettiner Fürsten haben die Dahlener und Dübener Heide bereits im 11. Jahrhundert zu ihrem ausgesprochenen Jagdgebiet erklärt.

Bereits um 1452 wurde der erste Bärengraben um die Torgauer Burg gezogen.
Damals von Friedrich dem Sanftmütigen.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Graben erweitert und befestigt.

1482 wurden bereits 8 Bären durch Fallgruben erbeutet.

Aus dem Stammbesatz sind bis zum Jahre 1965
( 58 ) Jungbären gezogen und meist an Zirkusse abgegeben worden.
Heute leben noch 3 Bären in Torgau zur Freude der Schlossbesucher.
In 6 Metern Tiefe kann man sie bestaunen.

Spenden sind in diesem Zusammenhang gern gesehen damit die Bären dem Schloss und seinen Besuchern noch lange Freude bereiten.
Foto: http://www.vermietung-am-see.de
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Re: Torgau - Jungbären aus Gangelt sind umgezogen

Beitragvon Rose » Di 14. Jul 2015, 23:23

Liebe Uli,
danke für die Info über die Gangelter Jungbärchen Bea und Benno... [prima]
Wir hoffen, dass Jette und die beiden Neuen sich gut aneinander gewöhnen
und eine schöne Zeit miteinander haben... [brav] [herzig] ...Bea und Benno
wohnen jetzt auch in Sachsen, wie das Geschwisterchen Aysa, die 2013
von Gangelt nach Hirschfeld/Westsachsen umgezogen ist... [give heart]
[tschuess] Rose und Marion
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