Stiftung für Bären - Das Märchen vom Artenschutz

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Stiftung für Bären - Das Märchen vom Artenschutz

Beitragvon UliS » Sa 16. Dez 2017, 23:13

http://www.eichsfelder-nachrichten.de/n ... tNr=227383
Stiftung für Bären Leinefelde-Worbis

Das Märchen vom Artenschutz
Die STIFTUNG für BÄREN mit Sitz in Worbis lehnt die Zucht von Wildtieren in Zoos ab. Artenschutz kann nicht nur künstlich betrieben werden, der Erhalt der Lebensräume ist viel wichtiger. Aktuelle Vorfälle zeigen Folgen der Zucht. Hier lesen Sie, warum....

Seit über zwanzig Jahren nehmen sich die Experten STIFTUNG für BÄREN dem Leid misshandelter Wildtiere an. Eine Großzahl der vierbeinigen Opfer stammt aus deutschen Zoo- und Tierparkbetrieben. Viele von ihnen sind so genannte „Wegwerftiere“, also Tiere, die das Feld räumen müssen, um für jüngere Exemplare Platz zu schaffen.

Die Attraktivität von Jungtieren ist wirtschaftlich interessanter als die Unterbringung von Alten. Ein Braunbär in Gefangenschaft kann bis zu 40 Jahre alt werden. Welcher zoologische Betrieb wartet allerdings 40 Jahre, bis er den Besuchern „neue“ Welpen präsentieren kann? Die tägliche Arbeit in den Tierschutzprojekten der STIFTUNG zeigt: viele Tierquälereien könnten verhindert werden, wenn die inflationäre Zucht aufhören würde.

Offiziell, obwohl es sehr offensichtlich ist, wird die Zucht allerdings nicht mit Wirtschaftlichkeit, sondern mit Artenschutz begründet. Zum Beispiel beim Eisbär. In den vergangenen Tagen sorgten Bilder von verhungerten Eisbären für einen medialen Aufschrei. Letzte Woche wurde hingegen in Berlin ein Eisbärwelpe im Zoo geboren. Ein Pluspunkt für den Artenschutz? Nein, die Fakten sehen anders aus: Ein Eisbär kann nie artgerecht gehalten werden.

Die Zucht von Eisbären in Zoos bringt für den Artenschutz gar nichts, denn weder können die Tiere ausgewildert werden, noch rettet es deren Lebensraum. Artgerecht ist nur die Natur und diese wird systematisch von Menschen zerstört. Wir können nicht die Natur durch die Nachzucht von ieren in Zoos retten.

Wie lange wird das Märchen vom Artenschutz im Zoo noch erzählt?

Tonja, frisch gebackene Eisbärenmutter aus Berlin, hat bereits drei Welpen verloren. Eines beim aktuellen, zwei andere im vergangenen Wurf. Selbst wenn der jetzige Nachwuchs überleben sollte, wartet auf das unschuldige Tier ein Leben hinter Gittern. In Dänemark wurden hingegen zwei gesunde Braunbären eingeschläfert. Begründet dadurch, dass die Gehege ungenügend seien, dass sie genetisch wichtigeren Zuchttieren den Platz nehmen und dass die Nachfrage nach alten Tieren gering sei.

Die beiden waren 20 und 21 Jahre alt. Es geht nicht um Arterhaltung, sondern einzig und allein um die Attraktivität für die Besucher. So wird das Artensterben in der freien Wildbahn nicht aufgehalten.

Prof. Dr. Wolfgang Rohe, Mitglied des Kuratoriums der STIFTUNG für BÄREN: „Erhaltungszuchtprogramme haben nur dann einen Sinn, wenn die Grundlagen in den Lebensräumen gesichert sind, alles andere ist eine rein kommerzielle Sache für die Zoos.“
UliS
 
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Re: Stiftung für Bären - Das Märchen vom Artenschutz

Beitragvon Anita » So 17. Dez 2017, 13:42

Danke Uli für den interessanten Artikel.
Ich stimme in vielen Aussagen zu, ziehe jedoch andere Schlüsse.
Aber den Wahnsinn zum Thema Nachwuchs müsste wirklich Einhalt geboten werden.
So nett, wie sie sind, stellt sich immer die Frage: Wohin mit ihnen, wenn sie mal größer sind???
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Re: Stiftung für Bären - Das Märchen vom Artenschutz

Beitragvon Ludmila » So 17. Dez 2017, 21:31

Wenn die Zoos nicht mehr züchten würden, sterben sie aus. Die Frage ist nur, dass man vorher überlegen soll, wohin mit dem Nachwuchs. Dafür gibt es die Koordinatoren.
Die Tötung der Bären im Zoo Aalborg war nicht notwendig. Man hätte die Bären in einem anderen Zoo unterbringen können.
Das Kind von Tonja wird in einem Zoo leben. Man soll nicht vergessen, dass die Wildnis kein Paradies ist. Dort sterben die Tiere auch.
Es ist auch klar, dass die Eisbären jetzt nicht ausgewildert werden können. Die Zoos sind auch für die Bildung zuständig. Deswegen ist das wichtig den Menschen die Eisbären und die Eisbärenkinder zeigen.
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