Café im Dezember - der erste Schneemonat

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Re: Café im Dezember - der erste Schneemonat

Beitragvon UliS » Do 21. Dez 2017, 18:18

Der kleine Engel Lukas
von Anneliese Kranzberger

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Damals, als ein Engel verkündete, dass Jesus geboren sei, herrschte im Himmel große Aufregung. Alle Engelschöre wollten dem Jesuskind huldigen und ihm ein Halleluja singen. Lukas ein kleiner Engel, war aber zutiefst besorgt, denn auch er wollte am Lobgesang teilnehmen, aber seine Stimme klang seit jeher wie eingetrocknete Ölschmiere. Daher hatte Lukas auch schlechte Laune, obwohl es genug Grund zur Freude gab.

„Ich muss üben, üben, üben!“, entschloss er sich dann blitzschnell.

Er räusperte sich, holte tief Luft und dann kam auch schon das erste krächzende Halleluja über seine Lippen. „Halleluja! Halleluja! Halleluja!“ Seine Enttäuschung war groß, aber er versuchte es immer wieder, bis plötzlich ein anderer, davon genervter Engel ihn bei seinem Übungsgesang unterbrach.
„Lukas! Das ist ja nicht zum Aushalten. Dein Rabengekrächze geht einem ja durch Mark und Bein!“

„Aber ich muss doch üben! Ich will doch dem Jesuskind mit meinem Gesang eine Freude machen!“, antwortete Lukas beleidigt.
„Aber so geht das nicht!“, und der Engel zog ihn am Ärmel zu sich heran und flüsterte ihm ins Ohr. „Soll ich dir was verraten?“
Lukas nickte nur.
„Besorge dir etwas Mandelöl und gib es dann in wenig Wasser. Damit gurgle dreimal kräftig auf. Das wirkt Wunder!“
So wie der Engel gesagt hatte, tat Lukas es auch. Voller Hoffnung setzte er danach seine Gesangsprobe fort. Aber seine Stimme klang immer noch wie ein verrostetes Reibeisen.
„Es hat nichts geholfen!“, sagte er mit weinerlicher Stimme!

„Was soll ich nur tun?“
Wieder ein anderer Engel hatte Lukas schon eine Zeit lang beobachtet. Auch er wollte Lukas einen gut gemeinten Rat geben.
„Du musst heiße Milch mit viel süßem Bienenhonig und acht Tropfen Pfirsich Öl trinken. Davon wird deine Stimme einen sanften lieblichen Klang erhalten!“

Lukas tat wieder, was ihm der Engel geraten hatte. Er trank einen Becher, zwei Becher, drei Becher… sechs Becher Milch mit Honig und Pfirsich Öl, in der Hoffnung, seine Stimme würde danach klingen wie feinste Geigenmusik. Aber nichts! Auch dieses Mal war alle Mühe umsonst gewesen, seine Stimme klang weiterhin alt und müde. Lukas war sehr, sehr traurig, denn die anderen Engel machten sich schon auf den Weg nach Bethlehem. Er wollte doch auch dem Heiland seine Ehre erweisen. Auf dem Weg zum Stall kam aber ein dritter Engel bei Lukas vorbei und sah ihn zerknirscht nach Bethlehem blicken.

„Lukas! Was ist los! Kommst du nicht mit?“
„Ich kann nicht! Mein scheußlicher Gesang würde den “Heiland der Welt“ nur verärgern!“
„Was redest du da für einen Unsinn! Auch meine Stimme gehört nicht zu den Besten, aber das Kind in der Krippe wird es spüren, dass mein Gesang von Herzen kommt! Also komm jetzt, bevor es zu spät ist!“ Lukas hatte keine Zeit mehr für lange Überlegungen, denn der Engel zog ihn einfach mit zum Stall nach Bethlehem.

Der Engelschor sang und im Himmel und auf Erden ertönte das größte dankende Halleluja aller Zeiten.
Als Engel Lukas das Kind in der Krippe liegen sah, klang auch sein Lied für ihn wunderschön.
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Re: Café im Dezember - der erste Schneemonat

Beitragvon Rose » Do 21. Dez 2017, 23:44

Liebe Birgit,
einen Tannenbaum geschmückt mit Bärchen...hübsch sieht er aus...
als Spitze dann noch ein Bärenengelchen [engel]
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Re: Café im Dezember - der erste Schneemonat

Beitragvon Rose » Do 21. Dez 2017, 23:47

Liebe Uli,
die Geschichte vom kleinen Engel Lukas gefällt mir [ja] ...wunderschön [engel]
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Re: Café im Dezember - der erste Schneemonat

Beitragvon Ludmila » Fr 22. Dez 2017, 22:07

Ich habe heute einen Baum geschmückt

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Re: Café im Dezember - der erste Schneemonat

Beitragvon UliS » Sa 23. Dez 2017, 15:15

Ludmila das hast Du fein gemacht, die erste Kugel gefällt mir gut ... [ja]
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Re: Café im Dezember - der erste Schneemonat

Beitragvon Rose » Sa 23. Dez 2017, 17:25

Liebe Ludmila,
hübsch ist Euer Weihnachtsbaum geworden [prima] ...Du hast feine Kugeln
ausgesucht [ja]
...ist das in diesem Jahr Euer einziger Baum? [denknach]
[tschuess]
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Re: Café im Dezember - der erste Schneemonat

Beitragvon Rose » Sa 23. Dez 2017, 17:49

Die Weihnachtsmaus

von Sarah Sofia Granborg


Ausgerechnet in der Weihnachtszeit musste uns so etwas passieren! Ich kam morgens nichts ahnend in die Speisekammer, da fiel mir eine Packung Cornflakes auf den Kopf. Einfach so, ohne dass jemand anwesend war! Sie musste wohl nicht richtig im Regal gestanden haben und war von allein heruntergefallen...

Doch dann erblickte ich das Kräutersalz. Der Deckel war offen, es war umgefallen und ein Teil des Inhalts lag daneben, auf dem Küchenschrank verstreut. Als ich schließlich noch die aufgerissenen Rosinen fand, gab es keinen Zweifel mehr: wir waren nicht allein im Haus!

Nun wohnen wir nicht erst seit gestern auf dem Lande und sind uns durchaus bewusst, dass Herbst und Winter die Jahreszeiten sind, in denen die Mäuse in den Häusern Zuflucht suchen. Aber gerade zu Weihnachten? Wie viel Pech kann man denn haben?!! Und überhaupt, sie sollten doch schon längst in den Häusern sein! Warum lief denn da draußen noch immer eine frei herum?

Nun, da half alles nichts, wir mussten schleunigst Fallen aufstellen und sie bald möglichst fangen. Denn jetzt war es ernst. Mit einer Maus in der Speisekammer ist nicht zu spaßen! Es ist Maus gegen Mensch. Entweder bekommt SIE den Weihnachtsbraten (und -kuchen) oder WIR! Wenn wir das Fest nicht gänzlich ruiniert wissen wollten, hatten wir schnell zu handeln!

Gesagt, getan. Ich räumte die ganze Kammer leer. Zum einen um zu sehen, wie umfassend der Schaden war und zum anderen, um alles noch rechtzeitig vor dem Fest wieder sauber zu haben und die angeknabberten Vorräte ergänzen zu können. Die Arbeit war mühselig, anstrengend und zeitraubend, denn unsere Speisekammer ist in der Regel so voll gestopft, dass man damit glatt ein ganzes Regiment für ein halbes Jahr lang durchbringen könnte. Und zu Weihnachten ist sie ganz bestimmt nicht leerer!

Endlich war ich fertig, mein Mann hatte die Fallen aufgestellt und sogar das Fenster war jetzt geputzt! Aber etwas hatte mich stutzig gemacht. Normalerweise riecht es ‘nach Maus’, wenn man ‘Nager-Besuch’ hat und auch hatte ich keine Exkremente gefunden. Schon komisch, aber vermutlich war sie noch nicht so lange in der Kammer gewesen, als ich den Schaden entdeckt hatte und versteckte sich jetzt hinter Küchenschrank oder Regalen... Wer weiß!

Die Tage verstrichen, der Heilige Abend rückte immer näher, aber keine Maus war in die Fallen gegangen, obgleich der Speisekammerboden einem Mienenfeld glich.

Wir hatten nur die feinsten Spezialitäten in die Fallen gepackt, von denen wir wussten, dass eine jede ‘Feinschmecker-Maus’ sie lieben würde: die saftigsten, frischen Rosinen und winzige ‘After-Eight’-Stückchen!

Inzwischen hatten wir einen weiteren ‘Angriff’ auf das Lebensmittellager feststellen können. Also es war klar, wir mussten nun energischer zu Werks gehen! Doch was tun? Verzweifelt wandten wir uns an die ‘Ratten-Frau’, die Dame, die für solche Problematiken in unserer Gemeinde zuständig ist.
Nein, Ratten hätten wir sicher nicht, meinte sie entschlossen und gab mir eine Liste über alles mögliche andere Getier, das bei uns Zuschlupf gefunden haben könnte und riet mir, direkt unter dem Fenster eine Falle aufzustellen, die das Tier lebendig fangen könnte.

Und sieh zu, dass es eine richtig große Falle ist, denn du weßst nicht, was sich da alles herumtreiben kann! Es können in der Tat recht große Tiere sein”.

Kreidebleich eröffnete ich meinem Mann die Neuigkeiten. Er eilte daraufhin in den nächsten Baumarkt.

Noch einen Tag bis Heiligabend! Ich hatte langsam die Nase voll vom täglichen Putzen, ‘Lebensmittel-Wegwerfen’ und ‘wieder-neu-Erstatten’, in der Hoffnung, dass wir morgen dann doch noch ein gutes und unangeknabbertes Mahl einnehmen würden können!

Am Morgen des Heiligen Abends traute ich mich überhaupt nicht mehr in die Speisekammer. Was nun, wenn gar nichts mehr vom Festtagsessen übrig war? Dann wäre unser schönes Fest ruiniert, bevor es überhaupt angefangen hatte! Glücklicherweise bot mein Mann sich an, die Fallen zu überprüfen und kam alsbald schelmisch lachend zurück.

Wir haben den Übeltäter gefangen!” rief er freudig aus.

Wie schlimm ist es?” kreischte ich hysterisch.

Ist überall Blut? Hat sie alles angefressen? Darf ich den ganzen Heiligabend wischen und putzen?” Ich war den Tränen nahe.

Nein, kein Blut, wir haben sie lebendig gefangen und soweit ich sehen kann, muss sie in die Falle gegangen sein, gleich nachdem sie durchs Fenster gekommen war... aber du solltest in Zukunft wirklich aufpassen, dass du das Fenster nicht mehr so weit offen stehen lässt...!” er schaute mich jetzt eher spöttisch an.

Ach noch was: Ehe ich es vergesse! Es ist keine Maus, sondern eine Katze!”
Waaas?!” schrie ich nun noch hysterischer.

Jetzt waren die Kinder dazugekommen und wollten unbedingt den ungebetenen Besucher begutachten und schließlich erklang es einstimmig, als sie sahen, dass es sich noch um ein recht junges und hübsches Kätzchen handelte:
Mami, Mami dürfen wir die Katze behalten? Ich will auch sonst gar nichts zu Weihnachten, nur die Katze behalten dürfen!”

Und so kam es, dass wir die verkannte Maus feierlich ins Haus einluden und zwangsweise in den Kreis der Familie aufnahmen.
Jedoch hat sie sich seither den Spitznamen ‘Mausi’ gefallen lassen müssen!


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Wir wünschen allen Foris und stillen Lesern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Rose und Marion
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Re: Café im Dezember - der erste Schneemonat

Beitragvon Sonja » Sa 23. Dez 2017, 19:27

Ich wünsche euch allen schöne, besinnliche Weihnachtstage mit euren Familien

Hier ein paar eisbärische Impresssionen aus Colmar

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Re: Café im Dezember - der erste Schneemonat

Beitragvon Sonja » Sa 23. Dez 2017, 20:04

Liebe Ludmila, euer Weihnachtsbaum ist sehr schön geworden [ja]
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Re: Café im Dezember - der erste Schneemonat

Beitragvon Mervi » Sa 23. Dez 2017, 20:59

We wish you all a happy and merry Christmas!

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Semper Knut!
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