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Kappeln - Bärenstarke Einwanderer im Norden

BeitragVerfasst: Di 1. Okt 2019, 09:45
von UliS
Video: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 66640.html


Kappeln: Fünf Bären in neuem Zuhause angekommen

Drei Braunbär-Weibchen und zwei Kragenbär-Männchen sind am Montagabend gut in ihrem neuen Zuhause im Weidefelder Tierschutzzentrum in Kappeln (Kreis Schleswig-Flensburg) angekommen. Acht Stunden waren die Bären unterwegs, 530 Kilometer trennen sie jetzt von ihrer alten Unterkunft im Anholter Bärenwald in Isselburg (Nordrhein-Westfalen). Die fünf Bären mussten umziehen, weil ein Pachtvertrag Ende des Jahres ausläuft. Bären gab es auf dem Gelände des Deutschen Tierschutzbundes in Kappeln bislang nicht.

Der Umzug sei gut gelaufen, berichtete Projektleiter Patrick Boncourt. Zunächst habe es noch eine Orkanwarnung gegeben, dann schien doch die Sonne. "Besser hätte es nicht laufen können. Das Wetter passte und die Bären sind freiwillig in ihre Transportboxen gegangen", sagte Boncourt.

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Bärenstarke Einwanderer im Norden

Bären spielerisch auf Transport vorbereitet

Wochenlang hatten Mitarbeiter mit den Bären trainiert: Die Tiere sollten spielerisch lernen, in die Transportkisten zu gehen. "Jeder Bär hat vorab ein sogenanntes Klickertraining absolviert", erklärt Boncourt. Sobald sich die Bären der Box näherten oder sie hineingingen, ertönte ein Klickerlaut und sie erhielten eine Belohnung. Das klappte am Montag alles ohne Probleme.

Die Bären waren am Morgen jeweils einzelnd in speziellen Metallboxen auf Reisen gegangen. Den Transport übernahm eine Spezialfirma mit zwei Kleinlastern. Zwei Tierpfleger aus Nordrhein-Westfalen und drei aus Weidefeld begleiteten den Transport, auch ein Tierarzt und Assistenten waren dabei. Boncourt: "Das fühlt sich gut an für das ganze Team. Ich bin stolz auf das Team, auf alle, die mitgeholfen haben."
Bären ziehen ins Tierschutzzentrum Kappeln
Schleswig-Holstein Magazin - 30.09.2019 19:30 Uhr

Fünf Bären aus dem Anholter Bärenwald sind wohlbehalten im Tierschutzzentrum Kappeln angekommen. Aus dem Bärenwald mussten sie raus, weil der Pachtvertrag ausgelaufen war.

Erst Eingewöhnung - und dann raus ins Freie

Die Planungen für den Umzug hatten etwa 18 Monate gedauert. Das Gelände auf dem ehemaligen Bundeswehrstandort Weidefeld ist 13 Hektar groß. Zwei Bunker wurden speziell für die Tierhaltung umgebaut. Die Projektkosten in Höhe von circa zwei Millionen Euro finanziert der Deutsche Tierschutzbund mit Spenden. Für die Bären stehen nach Angaben von Projektleiter Boncourt sechs Innenställe und fünf Außengehege bereit.

Nach ihrer Ankunft konnten "Serenus", "Balou", "Mascha", "Ronja" und "Maya" direkt ins Innengehege laufen. Die Tiere sollen sich nun erst einmal an ihre neue Heimat gewöhnen. In einigen Tagen ist geplant, sie ins Außengehege zu lassen.

Re: Kappeln - Bärenstarke Einwanderer im Norden

BeitragVerfasst: Di 1. Okt 2019, 10:39
von Anita
Alles Gute den 5 "Neuen" [prima]

Re: Kappeln - Bärenstarke Einwanderer im Norden

BeitragVerfasst: Fr 25. Okt 2019, 10:36
von UliS
Tierumzug
Torsten Tenbörg
22.10.2019 - Quelle
Die Bären fühlen sich pudelwohl und haben sich im Tierschutzzentrum Weidefeld in der Nähe der Ostsee blendend eingelebt.

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Foto: Tierschutzzentrum Weidefeld

Vehlingen. Die fünf Bären, die von der Anholter Schweiz nach Weidefeld umgezogen sind, haben sich in ihrer neuen Heimat blendend eingelebt.

Vor drei Wochen stand der Umzug auf dem Programm. Für die fünf Bären, die im Bärenpark der Anholter Schweiz ihre Heimat hatten, ging es Richtung Norden. Nun kann gesagt werden: Die Bären fühlen sich pudelwohl und haben sich im Tierschutzzentrum Weidefeld in der Nähe der Ostsee blendend eingelebt.
Verladen in Transportkisten
Die Bären wurden in Transportkisten in Anholt verladen.
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Foto: Torsten Tenbörg

Nach dem Verladen der Bären in die Transportkisten in der Anholter Schweiz am frühen Morgen erreichten die Wagen am selben Tag abends das Zentrum des Deutschen Tierschutzbundes bei Kappeln an der Schlei. In den Stallungen konnten sich die drei Braun- und zwei Kragenbären von ihrem Umzug erholen.

Klickertraining war erfolgreich

„Der Umzug hätte nicht besser laufen können. Wir sind sehr froh, dass die Bären – auch Dank des beständigen Klickertrainings der Tierpflegerinnen und Tierpfleger in Anholt – freiwillig in die Transportkisten gegangen sind“, so Patrick Boncourt, Fachreferent für Bären am Tierschutzzentrum Weidefeld des Deutschen Tierschutzbundes.

Während viele Helfer nötig waren, um die Braunbären in ihren Kisten in den Transporter zu heben (die NRZ berichtete), konnten die Kisten der Kragenbären mithilfe eines Krans verladen werden – und starteten die rund 530 Kilometer weite Reise von Anholt nach Schleswig-Holstein. Nach etwa acht Stunden und zwei Pausen, in der der Zustand der Bären überprüft wurde, erreichte der Transport das Tierschutzzentrum.

Weiterhin in guten Händen

„Mascha, Maya, Ronja, Balou und Serenus werden in Weidefeld eine neue, artgerechte Heimat haben und sich bärig wohlfühlen“, war sich Evelyn Vos-Kramer, 1. Vorsitzende der International Bear Federation Deutschland, schon kurz nach dem Umzug sicher. „Es ist schön, sie weiterhin in guten Händen zu wissen.“

Nach einer kurzen Zeit im so genannten Vorgehege konnten das Bären-Quintett dann auch schon problemlos in Freigehege entlassen werden. Dort wurde direkt auch das Umfeld erkundet.

Serenus klettert auf Baum

Eine der größten Sorgen beim letzten Patentag in der Anholter Schweiz war, dass in Weidefeld nicht genügend Bäume vorhanden sein könnten. Dieses Befürchtung hatte Vos-Kramer aber schon nach dem ersten Besuch mit ihrem Stellvertreter Thomas Schäfer in Kappeln entkräften können. Dass dem wirklich so ist, zeigt auch ein Foto von Serenus. Der Kragenbär hatte sich einen Baum ausgesucht, kletterte den Stamm hinauf und inspizierte dann auf einem Ast sitzend in luftiger Höhe das Gelände.

Auch kommenden Wochenende wird Evelyn Vos-Kramer den Bären im neuen Domizil einen Besuch abstatten. Im Gepäck hat sie dann einen kulinarischen Gruß aus der alten Heimat: 100 Kilogramm Walnüsse.

Zum Hintergrund: Der Anholter Bärenwald entstand 1999 als Refugium für Bären aus schlechter Haltung und wurde bis Ende September gemeinsam von der International Bear Federation und dem Deutschen Tierschutzbund betrieben.

Pachtvertrag läuft aus

Weil klar war, dass der Pachtvertrag für den Bärenwald Ende 2019 unwiderruflich ausläuft, mussten die Verantwortlichen ein neues Zuhause schaffen. Auf dem Gelände seines Tierschutzzentrums errichtete der Deutsche Tierschutzbund daher im vergangenen Jahr ein neues, naturnahes Bärengehege. Dieses umfasst rund zwei Hektar Fläche mit Badeseen, Höhlen für die Winterruhe und dichter Vegetation zum Zurückziehen und Verstecken.

>>> Auf Unterstützung angewiesen

Für das Bärenprojekt sind die Tierschützer auf Unterstützung angewiesen: Tierliebe Menschen können für die Bären spenden oder eine Patenschaft übernehmen: http://www.tierschutzbund.de/baeren-umzug.

Paten und Mitglieder des IBF müssen sich noch etwas gedulden, wie es genau mit der Unterstützung in Weidefeld weitergeht. „Es wird aber auf jeden Fall einen einfachen Weg geben die Patenschaften und Mitgliedschaften auf den Deutschen Tierschutzbund zu übertragen“, heißt es dazu von Seiten des IBF-Vorstandes.

Re: Kappeln - Bärenstarke Einwanderer im Norden

BeitragVerfasst: Sa 26. Okt 2019, 11:00
von Eva
Dann alles gute im neuen Heim!

Re: Kappeln - Bärenstarke Einwanderer im Norden

BeitragVerfasst: So 17. Nov 2019, 13:44
von UliS
Anholter Bärenwald - International Bear Federation Deutschland e.V.
10. November 2019 - Quelle

Liebe Sonntagsgrüße aus Weidefeld ... [biggrins]

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Re: Kappeln - Bärenstarke Einwanderer im Norden

BeitragVerfasst: So 17. Nov 2019, 20:36
von Ludmila
Ich wünsche den Bären ein schönes Leben [herzig]