West-Nil-Virus erneut in Deutschland nachgewiesen

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West-Nil-Virus erneut in Deutschland nachgewiesen

Beitragvon Anita » Di 18. Sep 2018, 06:38

GEFÄHRLICHES WEST-NIL-VIRUS ERNEUT IN DEUTSCHLAND NACHGEWIESEN

Poing - In Südeuropa sind in diesem Jahr auffällig viele Menschen am West-Nil-Fieber erkrankt. In Deutschland wurde nun der zweite Fall bei einem Vogel nachgewiesen. Die Suche nach den Überträgern läuft.

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Bei einem toten Bartkauz in Bayern wurde das West-Nil-Virus nachgewiesen. (Symbolbild)

Bei einem toten Bartkauz aus einem Wildpark ist erstmals in Bayern und zum zweiten Mal in Deutschland das gefährliche West-Nil-Virus bei einem Vogel nachgewiesen worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag in Erlangen mit.

Zum ersten Mal wurde das Virus Ende August ebenfalls bei einem Bartkauz aus einem Zoo in Halle/Saale entdeckt. Der betroffene Vogel im Freistaat lebte in einem Wildpark in Poing im oberbayerischen Landkreis Ebersberg.

Das West-Nil-Virus wird durch Stechmücken übertragen. Er infiziert meist Vögel, kann aber auch auf Pferde und den Menschen übertragen werden. In den meisten Fällen bleibt die Infektion ohne Symptome.

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Eine elektronenmikroskopische Aufnahme des West-Nil-Virus.

In südeuropäischen Ländern waren in diesem Jahr auffällig viele Menschen am West-Nil-Fieber (WNF) erkrankt. In Deutschland tritt die Erkrankung sehr selten auf. Bisher hatten sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts alle Betroffenen im Ausland infiziert.

Nachgewiesen wurde das Virus erstmals 1937 in der Region West Nil in Uganda. Inzwischen ist der Erreger in weiten Teilen Afrikas, Asiens und Europas heimisch. In den 1990er-Jahren schaffte er sogar den Sprung über den Atlantik und ist nun auch in den USA verbreitet.

Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, bis das Virus erstmals in Deutschland auftritt, sagte eine Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI). Das Institut geht jedoch davon aus, dass es in Deutschland in diesem Jahr bei Einzelfällen von infizierten Vögeln bleibt. Denn die Mückensaison gehe langsam zu Ende und der Erreger überdauere in den Insekten nicht sehr lange, sagte die Sprecherin. Über den Winter werde sich das Virus daher wohl auch nicht halten.

Bisher gab es auch noch keine Nachweise des Erregers bei Vögeln im Freien. Dies könne daran liegen, dass es bei Tieren in der Natur nicht so stark auffalle, sagte die FLI-Sprecherin. "Ein totes Zootier wird eher untersucht." Die Übertragung auf den Menschen sei zudem eher unwahrscheinlich: "Erstmal muss ein Tier infiziert sein. Dann muss die Mücke den Erreger aufnehmen und in sich vermehren und dann auf den Menschen übertragen. Das ist eine ziemlich lange Kette."

Auch beim Menschen verläuft die Infektion bei 80 Prozent der Betroffenen ohne Symptome. Der Rest kann grippeähnliche Erscheinungen bekommen wie etwa leichtes Fieber. In Einzelfällen - vor allem bei älteren Patienten mit Vorerkrankungen - könne allerdings auch ein schwerer Krankheitsverlauf mit hohem Fieber und Gehirnhautentzündung auftreten, teilte das LGL mit. In seltenen Fällen könne die Erkrankung tödlich enden.
Quelle: https://www.tag24.de/nachrichten/west-n ... ich-779821
Anita
 
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