Tel Aviv - ZOO RAMAT GAN 15. April 2018

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Tel Aviv - ZOO RAMAT GAN 15. April 2018

Beitragvon Anneliese » Mi 9. Mai 2018, 07:41

Hier stimmt was nicht!

Der Zoo und Safaripark Ramat Gan, in dem Außenbezirk Ramat Gan von Tel Aviv gelegen, ist gut zu erreichen. Vom zentralen Busbahnhof fährt eine Buslinie in die Nähe der Eingangs. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten, dann muss man noch gut 10 Minuten bis zum Eingang des Safariparks laufen. Von dort aus wird man mit einem Transfer-Bus durch den Safaripark gefahren und am Eingang zum Zoo abgesetzt. Wenn man den Zoo wieder verlassen und zum Ausgangspunkt zurück will, sagt man an der Kasse Bescheid und ein Transfer-Bus kommt und bringt einen wieder dorthin. Während der Fahrt kann man dann Antilopen, Zebras, Strauße und Rhinozerosse beobachten und, nach Passieren eines Sicherheitszauns, Löwen in einer Mini- Savannenlandschaft.

Wir müssen gestehen, dass wir dieses System nicht auf Anhieb kapiert haben.

Hört nun, wie es uns ergangen ist. Wir hatten verstanden, dass wir gegenüber der Verkaufsstelle von einem Kleinbus abgeholt werden würden. Dann sahen wir einen Strauß spazierengehen und Menschen, die herauskamen. Wir dachten, wir könnten also auch reingehen, überwanden die Rollen-Bodenschwellen, die die Tiere am Verlassen des Zoos hindern sollten, sahen in der Ferne viele Antilopen und schritten munter voran. Der Straußenvogel begleitete uns neugierig. Der ist ja harmlos, dachten wir. Dann sahen wir rechts ein Nashorn liegen, das uns gelassen aus den Augenwinkeln betrachtete. Erst war ich begeistert, dann beschlich mich Unbehagen. "Jürgen, hier stimmt was nicht. Wir können doch nicht einfach an wilden Tieren vorbeispazieren." Zwar wussten wir, dass das Nashorn, auch das vor uns liegende, vegan lebt und kein kulinarisches Interesse an uns hatte. Aber wusste das Nashorn dasselbe auch von uns? Uns fiel ein, dass Rhinozerosse ärgerlich werden, wenn sie sich gestört fühlen; plötzlich erinnerten wir uns auch an Fernsehbilder mit stürmenden Kolossen, von vorne gefilmt! Da kam schon ein Zoo-Jeep an, sein Fahrer fragte, was wir hier zu suchen hätten und sagte: "Here are rhinos!" Wir hatten nun die mögliche Tragweite unseres Tuns endlich begriffen, waren so gut es ging, bemüht, auf unserem Rückzug die Rhinos nicht durch übertriebene Hast zu reizen, unsere Würde zu wahren und gleichzeitig die Sicherheit nicht zu vernachlässigen, und waren gerettet. Dann kam der Kleinbus, der gemächlich durch den Safaripark fuhr. Freundlich grüßten wir das Nashorn, es grüßte zurück und wir sahen ansonsten hauptsächlich Straußenvögel und verschiedene Antilopen.

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Füttern verboten!

Vom Zooeingang war es nicht weit bis zu den Orang Utans. Ich wollte gerne Satu aus dem Berliner Zoo besuchen und Grüße überbringen. Vorher sah ich bei den Enten und Giraffen das Schild "Do not feed", aber dann, wie ganze Chipstüten bei den Enten ausgeschüttet wurden und bei den Giraffen, wie Zweige von Bäumen abgerissen und ihnen als Speise angeboten wurden. Wahrscheinlich wurden auch noch andere Nahrungsmittel verfüttert. Den Menschen hat es Spaß gebracht. Ich nehme an, dass den Zoomitarbeitern diese Bräuche bekannt sind, aber man geht anscheinend etwas nachlässig damit um, hat vielleicht auch nicht ausreichend Personal, um das zu verhindern. Vielleicht können die Tiere das im Allgemeinen verkraften.

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Wo ist Satu?
Besuch bei den Sumatra Orang Utans

Am Sonntag der in Tel Aviv ein Alltag ist, wollten wir Satu aus dem Berliner Zoo besuchen. Am Eingang meinte der Billettverkäufer, Satu sei noch drinnen. So hatte ich es befürchtet. Im Gehege sah ich zwei Orangs, wahrscheinlich die Jüngeren. Es war nicht viel los. Man hangelte an den Klettergerüsten, ging mal rein, kam wieder mit einem Leckerli oder einer Plastikflasche raus, verschwand wieder. So verschwand auch ich, und nach meinem Rundgang war niemand da. So vergnügte ich mich bei den benachbarten Gorillas. Da war mehr los.

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Ehrlin gesagt, war ich bisschen enttäuscht. Das Gehege könnte einen Sponsor gebrauchen. Wie weit die Orangs was entbehren, kann ich nicht beurteilen. Für die Gorillas baute man nebenan ein neues Gehege. Bestimmt gibt es auch Verschönerungspläne für die Orangs. Ich kann mir vorstellen, dass der Zoo keine Subventionen erhält, oder nur wenige.


Gorillas

Hier sah es grüner aus. Und größer. Und alle waren draußern und vergnügten sich miteinander oder alllein.

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Anneliese
 
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Re: ZOO RAMAT GAN Tel Aviv 15. April 2018

Beitragvon Eva » Do 10. Mai 2018, 08:01

Liebe Anneliese,
ganz herzlichen Dank für Deinen vergnüglichen und hochinformativen Bericht über einen Zoo, von dem man nur selten, wenn überhaupt, etwas erfährt [prima] Kommt noch eine Fortsetzung? [ich warte] Es würde mich sehr freuen, noch mehr zu erfahren!
[tschuess] Eva
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Re: ZOO RAMAT GAN Tel Aviv 15. April 2018

Beitragvon Anneliese » Do 10. Mai 2018, 09:22

Syrische Braunbären sind blond

Das Gehege ist eher sparsam ausgestattet, aber die beiden Bären schienen sich wohlzufühlen und räkelten sich in der Sonne. Manchmal setzten sie sich auf ihr Hinterteil und guckten Aufmerksamkeit suchend die Besucher an. Ich könnte mir vorstellen, dass auch hier manchmal ein Leckerbissen hinüberfliegt. Die Krallen schienen mir sehr lang zu sein, aber vielleicht ist es bei ihnen normal. Wie gesagt, schien es ihnen gut zu gehen. Nebenan wurde ein noch hellerer Bär alleine gehalten. Es war wegen der Reflektionen beinahe unmöglich, Aufnahmen zu machen. Die Gründe für die seperate Haltung konnte ich nicht ergründen.

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Elektroautos

Erst wollte ich mich moralisch erheben über die Leute, die per Auto statt zu Fuß von Gehege zu Gehege fuhren, um auszusteigen oder auch sitzen zu bleiben. Aber dann beugte ich mich den Argumenten meines Begleiters: Es bringt Spaß und man muss die Kinder nicht tragen!

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Tiger
Es gab ein Pärchen. Der Kater ging ruhelos seine Runden, die Katze ruhte auf einem Bett im Baum. Leider war nur wenig zu sehen.

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Kamele

Die beiden Kamele sahen wohlgenährt und hübsch aus in ihrem Plüschfell.

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Anneliese
 
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Re: ZOO RAMAT GAN Tel Aviv 15. April 2018

Beitragvon Ludmila » Do 10. Mai 2018, 20:59

Liebe Anneliese!
Danke für den interessanten Bericht.
Ludmila
 
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Re: ZOO RAMAT GAN Tel Aviv 15. April 2018

Beitragvon Anneliese » Fr 11. Mai 2018, 16:54

Nilkrokodile

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Schildkröten

Die Schildkröten sahen sehr beschäftigt aus.

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Pinguine

Die Pinguine waren alle als Individuen mit Namen und Geburtsdaten auf der Tafel verzeichnet. Das fand ich schon mal ungewöhnlich. Der einzelne Pinguin, der immer an der Scheibe klebte, war von Menschen groß gezogen worden, erklärten mir seine menchlichen Freunde. Und so suchte er die Nähe der Menschen, die Menschen wiederum klebten auf der anderen Seite der Scheibe.

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Wüstenfuchs

Der passt natürlich in die Gegend.

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Elefanten


Die Elefanten haben es gut! Sandberge und Schlammkrusten. Das Stroh steckt in Drahtkisten, und sie rüsseln es sich geduldig raus. Das Gehege war großzügig angelegt, Tonnen zum Spielen gab es auch, und außerdem gab es genügend Kumpel zum Anrempeln und um die Wette laufen.

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Bei den Sandbergen musste ich natürlich wieder an Knut denken. Man hatte ihm einen neuen Sandberg verwehrt. Aber die Elefanten in Ramat Gan haben es gut. Sie können sich im Sand wälzen, die Haut einschlammen und sich reinwerfen, wenn ihnen danach ist.

Es gibt noch viele interessante Tiere, und beim nächsten Besuch in Tel Aviv werde ich gewiss wiederkommen. Allein schon, um Satu zu besuchen.

Wie immer, bin ich Brigitte Glinel zu großem Dank verpflichtet. Ohne ihre Mühe, nämlich die Bilder ins Forum zu setzen, wäre es nichts mit Ramat Gan.


Wenn ihr mehr von meiner Reise durch Israel erfahren wollt, müsst ihr die

Rubrik Reisen & Ausflüge der polarbearen

aufschlagen.

Wenn Biene so freundlich ist, dann lest ihr zuerst von den lustigen Hunden von Tel Aviv. Menschen kommen aber auch vor.
Anneliese
 
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Re: Tel Aviv - ZOO RAMAT GAN 15. April 2018

Beitragvon Anita » So 13. Mai 2018, 15:16

Liebe Anneliese,

vielen Dank für Deinen interessanten und humorvollen Bericht.
Anfangs war es sehr gefährlich :eek: Glücklicherweise wurde es dann ruhiger.
Menschen die Tiere mit Allerlei füttern gibt es nicht nur in Israel [augenroll]

Vielen Dank
Anita [tschuess]
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