Zoo Berlin - Pandas waren die Rettung

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Zoo Berlin - Pandas waren die Rettung

Beitragvon Anita » Do 28. Jun 2018, 10:21

BESUCHERZAHLEN
Die Pandas waren die Rettung für den Berliner Zoo

Zoologischer Garten und Tierpark steigern ihre Besucherzahl 2017 um acht Prozent – trotz kalter Witterung, Stürmen und Vogelgrippe.

von Katrin Lange

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Pandas im Berliner ZooFoto: Reto Klar

Die wichtigste Nachricht erfuhren die Aktionäre vom Zoo in der Hauptversammlung am Dienstagvormittag zuerst: Der Vertrag von Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem wurde um weitere fünf Jahre verlängert.

Applaus im Publikum. Von „einem Superjahr 2017“ sprach der Aufsichtsratsvorsitzende der Zoo Berlin AG, Frank Bruckmann, mit einem „einmaligen Höhepunkt“ – der Ankunft der beiden Großen Pandas vor einem Jahr. „Alle kennen sie, alle lieben sie“, so Bruckmann. Die Tiere seien eine einmalige Attraktion in Deutschland.

Der Zoologische Garten ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft – der Tierpark hingegen eine GmbH und ein Tochterunternehmen der Zoo Aktiengesellschaft. Am Tag der Hauptversammlung wird Bilanz gezogen. Das war die Aufgabe von Direktor Knieriem. Auch er nannte die wichtigste Nachricht zuerst: Sowohl Zoo und Aquarium als auch der Tierpark in Friedrichsfelde haben im vergangenen Jahr acht Prozent mehr Besucher gehabt. In den Zoo kamen knapp 3,5 Millionen Gäste, in den Tierpark 1,4 Millionen.

Für den Direktor ist das angesichts der ungünstigen Bedingungen im ersten Halbjahr 2017 ein gutes Ergebnis. So hatten auch Zoo und Tierpark mit dem extrem kalten und feuchten Wetter zu kämpfen. Dazu kamen Einschränkungen wegen der Vogelgrippe und zweier Stürme, die zu einer teilweisen Schließung der Anlagen führten. Schließlich hat sich auch die Insolvenz von Air Berlin auf die Besucherzahlen ausgewirkt. Im Tierpark konnte das Ergebnis aufgefangen werden, weil 22 Prozent mehr Jahreskarten verkauft worden sind. Im Zoo sorgte der Einzug der Pandabären ab Jahresmitte für einen deutlichen Anstieg. „Seit der Eröffnung des Pandagartens am 5. Juli war jeder Tag ein Sonntag“, sagte Andreas Knieriem mit Verweis auf den besucherstärksten Tag.

Bau der Panda-Anlage kostete zehn Millionen Euro

Am Ende des Geschäftsjahres 2017 konnte der Zoo einen Überschuss von knapp 2,7 Millionen Euro verbuchen. Im Vorjahr waren es allerdings 3,6 Millionen Euro und damit 26 Prozent mehr. Das niedrigere Ergebnis ist auf zahlreiche Modernisierungs- und Bauvorhaben im vergangenen Jahr zurückzuführen. So wurde die Technik in der Verwaltung erneuert. Der Bau der Panda-Anlage kostete allein zehn Millionen Euro, abgeschlossen ist auch die neu gestaltete und jetzt begehbare Adlerschlucht. Begonnen hat der Umbau des Raubtierhauses, das zum Sommer 2019 fertig sein soll. Die Summe von Umsatzerlösen, Spenden und Nachlässen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen betrug im Zoo im vergangenen Jahr fast 30 Millionen Euro – im Vergleich zu 2016 ist das eine Steigerung um drei Prozent.

Tierpark und Zoo haben derzeit insgesamt 28.000 Tiere, davon leben 20.000 im Zoo. Während die Zahl der Säugetiere und Vögel um sieben Prozent gesenkt wurde, wurde der Bestand der Amphibien um 13 Prozent und der der Kriechtiere um fünf Prozent gesteigert. In beiden Einrichtungen werden derzeit die Raubtierhäuser saniert.

Am Ende noch der Ausblick: Im Zoo laufen die Planungen für eine neues Nashornhaus, im Tierpark soll das Dickhäuterhaus umgestaltet werden.
Quelle: https://www.morgenpost.de/berlin/articl ... r-Zoo.html
Anita
 
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