Zoo Berlin - Humanmediziner hilft Orang-Utan-Dame

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Zoo Berlin - Humanmediziner hilft Orang-Utan-Dame

Beitragvon Anita » So 31. Dez 2017, 14:33

UNGEWÖHNLICHER EINGRIFF

Humanmediziner hilft Orang-Utan-Dame aus Berliner Zoo
Menschenaffen-Dame Djasinga kam bei einem Gastroenterologen in Lichtenberg auf den Behandlungstisch.


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Orang-Utan-Dame Djasinga aus dem Berliner Zoo ist in der vergangenen Woche von einem Humanmediziner im Lichtenberger Sana-Klinikum erfolgreich behandelt worden.

Der ungewöhnliche Eingriff bei der 14 Jahre alten Menschenaffen-Dame war nach einer Kehlsackentzündung nötig geworden, wie der Berliner Zoo am Dienstag mitteilte. Der Gastroenterologe Dirk Hartmann führte den Eingriff zusammen mit einem Team des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung durch und entfernte dabei einen Gallenstein durch eine Endoskopie.

"Es ist nicht unüblich, dass zu manchen Behandlungen von Zoo-Tieren Humanmediziner hinzugezogen werden", erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem. "Durch die nahe Verwandtschaft zum Menschen liegt dieses Vorgehen natürlich vor allem bei Orang-Utans nahe. Dennoch ist uns bisher keine andere derartige Endoskopie bei einem Menschenaffen bekannt."

Bisher habe sich Djasinga von dem Eingriff sowie der vor allem für Menschenaffen nicht unproblematischen Vollnarkose gut erholt, teilte der Zoo mit. Sie hangele sich bereits wieder zusammen mit ihren beiden Artgenossen Satu (11) und Mücke (27) durch deren gemeinsame Anlage.
Quelle: https://www.morgenpost.de/berlin/articl ... r-Zoo.html


Humane Hilfe - Endoskopie bei Orang-Utan-Dame Djasinga

Ein Orang-Utan auf dem Behandlungstisch – das ist kein Alltag für Priv.-Doz. Dr. med. Dirk Hartmann aus dem Sana Klinikum Lichtenberg. Der Gastroenterologe führte am 11. Dezember 2017 zusammen mit einem Team des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) sowie den Tierärzten des Zoo Berlins erfolgreich eine Endoskopie bei der Menschenaffen-Dame Djasinga durch.

Vor rund einem Jahr erlitt die 14-jährige Djasinga eine bei Orang-Utans häufig auftretende Kehlsackentzündung, die durch gezielte Behandlung glücklicherweise wieder schnell abheilen konnte.
Als die Orang-Dame in den vergangenen Wochen wiederholt Kolik-Symptome zeigte, haben die Tierärzte des Zoos entschieden, das Tier im IZW per CT und Ultraschall genauer zu untersuchen.
Zwar konnte dabei eine erneute Kehlsackentzündung ausgeschlossen werden, es zeigte sich allerdings – zu Abflussproblemen führender - Gries in Djasingas Galle. Wie auch in der Humanmedizin konnte diese kleinere Version des Gallensteins durch eine Endoskopie entfernt werden.
„Das Besondere bei dieser Endoskopie war die Darstellung der Gallenwege – es war eine sogenannte Endoskopisch retrograde Chlangioskopie. Die Herausforderung hierbei war unter anderem, dass wenig über die Anatomie der Gallenwege beim Primaten bekannt ist“, erläutert Dr. Hartmann. „Es ist nicht unüblich, dass zu manchen Behandlungen von Zoo-Tieren Humanmediziner hinzugezogen werden“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor und Veterinärmediziner Dr. Andreas Knieriem. „Durch die nahe Verwandtschaft zum Menschen liegt dieses Vorgehen natürlich vor allem bei Orang-Utans nahe.
Dennoch ist uns bisher keine andere derartige Endoskopie bei einem Menschenaffen bekannt.“ Bisher hat sich Djasinga von dem Eingriff sowie der vor allem für Menschenaffen nicht unproblematischen Vollnarkose gut erholt. Sie hangelt bereits wieder zusammen mit ihren beiden Artgenossen Satu (11) und Mücke (27) durch deren gemeinsame Anlage.
Quelle: Zoo Berlin
Anita
 
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