Rostock - Pläne für 2014

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Rostock - Pläne für 2014

Beitragvon UliS » Mi 29. Jan 2014, 23:17

Zwergflusspferde wie dieses werden die neuen Stars im alten Elefantenhaus – noch in diesem Jahr

29.01.2014

Zwerg-Hippos, ein neues Faultier, Baumkängurus und "Spiegeleier" für den Zoo

Zoodirektor Udo Nagel und seine Mitarbeiter haben heute öffentlich Bilanz gezogen fürs vergangene Jahr – und verkündet, was die Zoobesucher in diesem an Neuheiten erwartet. Und das sind eine ganze Menge.

Jetzt ist es offiziell: Ins alte Elefantengehege werden Zwergflusspferde einziehen. Das erste ist bereits reserviert, eine Dame aus dem niederländischen Gaia-Park Kerkrade. "Für ein zweites Tier sind wir in der Warteschleife. Das entscheidet sich im Frühjahr, wenn im Rahmen des Europäischen Erhaltungsprogramm darüber entschieden wird", sagt Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann. In Rostock sollen dann irgendwann auch kleine Baby-Hippos zu besichtigen sein.

"Die Idee kam von den Tierpflegern der Elefantenanlage selbst. Sie hatten um einen Termin bei mir gebeten und dann vorgetragen, wie und warum sie das wollen. Ich bin erst mal hintenüber gefallen – die Kosten! Aber sie waren so gut vorbereitet, dass sie mir total den Wind aus den Segeln genommen haben", so Antje Zimmermann. Noch in diesem Jahr soll das erste Flusspferd einziehen.

Ungeklärt ist, wie der Umbau des Domizils der im Herbst verstorbenen Elefantendame Sara bezahlt werden soll. "Wir werden das mit Eigenmitteln und Hilfe von Sponsoren wuppen müssen", sagt Zoodirektor Udo Nagel. Der Zooverein habe zugesagt, bei Arbeitseinsätzen selbst Hand anzulegen. "Wir können die Hansestadt nicht auch noch damit belasten. Sie wie auch die Landesregierung haben schon ihre Unterstützung für die neue Eisbärenanlage zugesagt."

Mit dem Bau des "Polarium", so der Arbeitstitel, könnte im Sommer 2015 begonnen werden – wenn alles gut laufe. Ansonsten ein Jahr später. Das Eisbärenpaar Lars und Vilma sowie Vilmas Mutter Vienna sollen mit den Pinguinen ein neues Zuhause bekommen. Mit einem Unterwasserbecken, in das die Zoobesucher hineingucken können, und einer Mutter-Kind-Anlage. Eisbärennachwuchs ist der große Wunsch des Zoo Rostock, der das Europäische Zuchtbuch für die Polbewohner führt. "Wir stellen jetzt den Fördermittelantrag", kündigte Udo Nagel an.

Ein neuer Bewohner ist am Montag in Rostock angekommen, aber noch in Quarantäne: Faultier Jens – ein Mann für die beiden Damen Sidney und Oska. Er ist eineinhalb Jahre jung und kommt aus dem Zoo Halle. Noch in den Februarferien sollte er für alle sichtbar zu den beiden Frauen ziehen.
Sehen aus wie Spiegeleier, sind aber Quallen – und aus Versehen in den Rostocker Zoo gelangt. Foto: Renate Gundlach

Ebenfalls in diesem Monat soll ein neuer Quallenkreisel im Darwineum aufgebaut werden. Für "Spiegeleiquallen". Die sind eher zufällig nach Rostock gelangt. "Bei den Quallenpolypen ist es unmöglich zu sehen, um welche Quallenart es sich handelt. Bei Lieferungen für unsere Wurzelmundquallen sind versehentlich diese mitgekommen", erklärt Antje Zimmermann den unverhofften Zuwachs.

Von Anfang bis Ende gewollt sind die Baumkängurus, in Europa bislang in nur sechs Zoos zu sehen. "Das Goodfellow Baumkänguru ist eine der ersten Arten, für die von der ,World Association of Zoos und Aquariums’ ein weltweites Zuchtprogramm eingerichtet wird", so Udo Nagel. Die Baumbewohner aus Neuguinea sollen voraussichtlich im Frühjahr das alte Menschenaffenhaus beziehen, das für sie gerade umgebaut wird. Ein Tier aus dem Zoo Krefeld ist den Rostockern bereits sicher, ein zweites versprochen.

Neue Zwergesel und junge Brillenkaimane haben bereits ihre Gehege im Zoo bezogen.

Mit der Besucherresonanz des vergangenen Jahres – des ersten vollen Kalenderjahres mit Darwineum – zeigt sich Udo Nagel verhalten zufrieden. Mit 637 000 Besuchern kamen 10 000 mehr als im Jahr zuvor. Ursprünglich war mehr Zuwachs durch die neue Menschenaffenanlage erwartet worden. "Der lang anhaltende Winter mit Schnee bis Ostern und der teils sehr heiße Sommer haben auch uns zugesetzt", so der Zoo-Chef. Doch entgegen dem allgemeinen Trend habe der Zoo seine Besucherzahlen steigern können. "Und ich bin optimistisch, dass das so weitergeht."
Renate Gundlach
Quelle
UliS
 
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