Wilhelma - Säbelantilopen geboren

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Wilhelma - Säbelantilopen geboren

Beitragvon Anita » Sa 20. Jan 2018, 12:32

Junge Säbelantilopen-Kälber machen Mut für Überleben ihrer Art

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Erstmals sind in der Wilhelma in Stuttgart Säbelantilopen auf die Welt gekommen. Die beiden Kälber sind Hoffnungsträger ihrer ganzen Art, die mit wissenschaftlichem Namen Oryx dammah heißt. Sie war in der Natur bereits komplett ausgestorben und konnte nur dank der Nachzucht in Zoos und auf Farmen überleben. Als internationales Kooperationsprojekt startete vor kurzem die Wiederansiedlung in ihrer früheren Heimat in Nordafrika. Die kleinen Mutmacher, die im Spätherbst in der Wilhelma geboren und bisher im geschützten Stallbereich gehalten wurden, stellen sich jetzt den Besuchern des Zoologisch-Botanischen Gartens vor. Sie sind auf der afrikanischen Savannen-Anlage mit den Grevy-Zebras und den Dorcas-Gazellen zu sehen.

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„Die Säbelantilopen hatten wir erst im Herbst 2016 aufgenommen, um uns langfristig an der Nachzucht zu beteiligen. Dass es gleich im ersten Jahr gelungen ist, und das sogar doppelt, ist fantastisch“, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „So könnte die traurige Geschichte der Säbelantilopen doch noch ein Happyend bekommen. An dieser Geschichte wollen wir mitschreiben. Solch ein lebender Beweis, dass wir nicht nur auf Negativentwicklungen, wie den Schwund der Artenvielfalt, hinweisen, sondern effektiv entgegensteuern können, gibt etwas Zuversicht zurück. Der Blick auf unsere Afrika-Savanne mit den Antilopen-Kälbern und den Zebra-Fohlen ist so erfrischend, dass es wirklich Mut macht.“

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Die für ihre eindrucksvollen Hörner, die säbelartig gebogen bis zu 1,20 Meter lang werden, bekannten Antilopen zogen noch Mitte des 20. Jahrhunderts in riesigen Herden in riesigen Herden zu Hunderten und Tausenden durch die Sahara und Sahelzone. Ihr Fleisch, Fell und Gehörn waren so begehrt, dass der zunehmend technisierten Jagd immer größere Zahlen zum Opfer fielen. In der großen Ebene ohne schützende Vegetation ließen sich die Antilopen leicht von Jeeps und sogar von Flugzeugen aus verfolgen und schießen. Zur Wilderei kamen noch Bürgerkrieg, Futterkonkurrenz durch Viehhaltung und anhaltende Dürreperioden hinzu, bis im Jahre 2000 keine einzige Säbelantilope in der Natur mehr vorhanden war.

In die Wilhelma kamen 2016 zwei Antilopenkühe aus Portugal und ein Bock aus England. Bei den im September und November zeitlich versetzt geborenen Kälbern sind unterschiedliche Entwicklungsstufen anhand der Kopfform und der Hornlänge zu erkennen. Die Spieße sind beim jüngeren Kalb etwa zehn, beim älteren gut zwanzig Zentimeter lang. Die säbelartige Krümmung, welche die Hörner später einmal annehmen, ist bisher nur zu erahnen. Für beide Kühe war es eine Erstlingsgeburt. Damit sie sich in Ruhe in ihre Mutterrolle einfinden konnten und die Kälber sich schrittweise an die anderen Mitbewohner gewöhnten, verweilten sie bislang hinter den Kulissen. Anfangs blieben sie im Stall. Danach ging es nur in das Vorgehege. Zuletzt durften sie stundenweise das große Außengehege alleine erkunden. Und nun sind die Antilopen, Zebras und Gazellen gemeinsam auf der Savannen-Anlage unterwegs. Der Antilopen-Bock, der seinen Nachwuchs allzu aggressiv gegen Zebras, Gazellen und Pfleger verteidigt hatte, lebt vorerst auf der nicht öffentlichen Außenstelle der Wilhelma, dem Tennhof. (kni)

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Pressefotos
Bilder: Gleich im ersten Jahr in der Wilhelma hat die Nachzucht der Säbelantilopen geklappt - zweifach. Sie leben auf einer Anlage mit den Grevy-Zebras, die ihrerseits zwei Fohlen haben. Foto: Wilhelma Stuttgart
Quelle: http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles- ... elber.html
Anita
 
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