Berlin - Dr. Knieriem's Vorstellungsrunde

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Berlin - Dr. Knieriem's Vorstellungsrunde

Beitragvon UliS » Mi 19. Feb 2014, 09:35

18.02.14
Vorstellungsrunde
Berlins neuer Zoo-Chef will es ohne weiße Löwen schaffen

Der künftige Direktor des Berliner Zoos, Andreas Knieriem, stellte sich den Fragen des Fördervereins von Zoo und Tierpark. Dabei räumte er ein: Er sei kein Messias und kein Bademeister.
Von Regina Köhler

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Der Neue: Andreas Knieriem Foto: dpa

"Was halten Sie von weißen Löwen", fragt ein Berliner Andreas Knieriem. Der Noch-Direktor des Münchener Zoos, der bald Direktor von Zoo und Tierpark Berlin sein wird, lächelt. "Ich sehe das nicht als unsere Aufgabe an", sagt er salomonisch. "Wir werden das auch ohne weiße Löwen schaffen." Applaus im Saal und zustimmendes Gemurmel.

Etwa 300 Mitglieder des Fördervereins für Zoo und Tierpark sind an diesem Dienstagabend in das Zoo-Restaurant gekommen, um den "Neuen" persönlich kennen zu lernen. Einige haben viele Fragen, andere wollen einfach nur mal hören, was Knieriem so zu sagen hat.

Viel ist das nicht. Bis Ende des Jahres soll es einen Ziel- und Entwicklungsplan für Zoo und Tierpark geben, kündigt Knieriem an. Viel mehr könne er noch nicht verraten. Zum einen sei er ja noch Direktor des Münchener Zoos, zum anderen gebe es noch einen amtierenden Direktor in Berlin. "Der hinterlässt übrigens eine zoologische Einrichtung mit gutem internationalen Ruf, auch wenn manches nicht rund gelaufen sein mag", sagt Knieriem und bittet um Applaus für Bernhard Blaszkiewitz. Die Anwesenden klatschen.

Er sei kein Messias, sagt Knieriem. Er sei ein normaler Mensch, mit Frau – die übrigens aus Berlin stammt – und Kind. Er habe Tiermedizin studiert und liebe diesen Beruf. "Schön war, wenn man Tiere in der Narkose anfassen konnte, die man ansonsten nie hätte anfassen können. Was denken sie, was für ein weiches Fell manche haben." Doch mit solchen Dingen sei es schon lange vorbei für ihn. "Als Zoodirektor muss ich ein Mann der Zahlen sein und mich darum kümmern, dass sowohl meine Mitarbeiter als auch die Besucher zufrieden sind." Sein Ziel in Berlin: Mehr Besucher für den Zoo und vor allem für den Tierpark zu interessieren und diese Besucher für Tiere und Natur zu begeistern.

Diepgen moderierte die Fragerunde

Der Vorstellungsrunde folgt eine Fragerunde, moderiert von Eberhard Diepgen, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung der Freunde der Hauptstadtzoos. Die erste Frage: Was sagt Knieriem zum Vorschlag von SPD-Fraktionschef Raed Saleh, im Tierpark ein Schwimmbad einzurichten? "Ich bin kein Bademeister", lautet die Antwort. Da gebe es Fachleute, deren Expertise werde er einholen.

Ein Mann will wissen, was mit den Füchsen wird, die in Zoo und Tierpark großen Schaden anrichten. Knieriem sagt, dass auch er gerne im Zoo leben würde, wenn er ein Fuchs wäre. "Die fühlen sich wohl hier." Dann wird er ernst. Er habe bereits Schlupflöcher entdeckt. "Da kann man was machen, Umfriedung ist ein Thema." Viel Applaus gibt es, als Knieriem ankündigt, dass er vor allem die Pfleger dafür verantwortlich machen wolle, dass die Zoo-Tiere künftig angemessen beschäftigt werden. Spätestens jetzt hat der Neue gewonnen.
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell ... affen.html
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Re: Berlin - Dr. Knieriem's Vorstellungsrunde

Beitragvon SylviaMicky » Mi 19. Feb 2014, 09:39

Abendschauvideo

Künftiger Zoo-Chef in Berlin

Der künftige Chef von Zoo und Tierpark, Andreas Knieriem, ist am Dienstag mit dem Förderverein zum Austausch von Ideen zur Zukunft der beiden Tierparks zusammengetroffen. Knieriem war bislang Leiter des Münchner Tierparks Hellabrunn und tritt die Nachfolge von Bernhard Blaszkiewitz an.
http://www.rbb-online.de/abendschau/arc ... 0/zoo.html
Quelle rbb-Abendschau 18.02.14
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Re: Berlin - Dr. Knieriem's Vorstellungsrunde

Beitragvon UliS » Mi 19. Feb 2014, 12:47

Zoo-Zukunft
Neuer Zoo-Chef bittet um Applaus für Vorgänger
19. Februar 2014 kcs/ups |

Der neue Zoo-Chef Andreas Knieriem stellte sich am Dienstag dem Freundeskreis des Zoos vor.

Der künftige Zoo- und Tierpark-Chef Andreas Knieriem stellte sich am Dienstag im Zoo-Restaurant rund 300 Berlinern vor, die zum Freundeskreis des Zoos gehören. Der B.Z. hatte er schon vorher gesagt: „Eigentlich habe ich Nackenschmerzen und zugeschwollene Nasennebenhöhlen. Aber mit den Medikamenten, die ich intus habe, schaffe ich das schon.“ Dem Publikum beantwortete er dann alle Fragen zu Zoo und Tierpark.

1. Gibt es im Tierpark bald ein Schwimmbad?

Knieriem zeigte wenig Begeisterung, aber Offenheit: „Schwimmen mit Löwen wäre ein einmaliger Vorgang.“

2. Kommen alle Menschenaffen aus dem Zoo in den Tierpark?

„Nein, da würden die Besucher hier Barrikaden errichten.“

3. Haben die Tiere genug Beschäftigung?

„Ja, wir müssen darauf achten, dass sie keine Langeweile haben.“

4. Wie ist das Verhältnis zwischen Zoo und Tierpark

„Beide Einrichtungen haben eine unterschiedliche Vergangenheit, müssen aber eine gemeinsame Zukunft haben.“

5. Zu seinem Vorgänger Bernhard Blaszkiewitz:

„Er hinterlässt eine Einrichtung mit international gutem Ruf. Dafür bitte ich um Applaus.“

Dennoch will Andreas Knieriem einiges anders machen. Er will vor allem dem Tierpark eine Perspektive bieten. „Schaffen Sie das alles allein?“, will eine Frau aus den Publikum wissen. Antwort Knieriem: „Ich bin nicht allein. Ich hoffe auf den Rat und die Mithilfe aller Mitarbeiter und darauf, dass wir das gemeinsam schaffen.“
http://www.bz-berlin.de/bezirk/charlott ... 05217.html
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Re: Berlin - Dr. Knieriem's Vorstellungsrunde

Beitragvon UliS » Mi 19. Feb 2014, 12:50

Mittwoch, 19. Februar 2014

Andreas Knieriem stellt sich vor Große Freude im Zoo: Der neue Chef ist da
Von NORBERT KOCH-KLAUCKE

Der Neue ist schon da! Der zukünftige Zoo- und Tierpark-Chef Andreas Knieriem (48) machte am Dienstag seinen Antrittsbesuch bei den Berliner Tier-Fans.

Das Restaurant im Zoo: Mit viel Humor eroberte Knieriem die über 200 Fördervereins-Mitglieder im Sturm. „Ich bin ein ganz normaler Mensch, habe eine Frau und eine Tochter.“ Der Neue machte klar, dass er schnell nach Berlin kommen möchte. Allerdings hängt es davon ab, wie schnell ein Nachfolger für ihn im Münchener Tierpark Hellbrunn gefunden wird.

Als erstes lobte Knieriem, dass Berlin mit Tierpark und Zoo Einrichtungen mit hervorragendem internationalen Ruf hat. „Dafür hat ein Direktor gesorgt, der jetzt noch immer im Amt ist.“ Damit zollte er Noch-Zoo-Chef Bernhard Blaszkiewitz Respekt, der erst Ende Juni gehen will.

Knieriem hat viele Pläne für Berlin. Zum Zoo sagte er „Für die Besucher sind saubere Toiletten wichtig, dass sie gut zu essen bekommen und es Spielplätze für Kinder gibt.“ Knieriem wünscht sich wieder einen Panda für den Zoo. Er möchte Themenwelten schaffen, als Beispiel nannte er die Sambesi-Rundfahrt mit Nilpferden und Giraffen im Zoo von Hannover. Obwohl er am Dienstag im Zoo auftrat (Mittwoch 18 Uhr stellt er sich in der Tierpark-Cafeteria vor), machte Knieriem viel Werbung für Friedrichsfelde. Nur mit einem guten Konzept kommen mehr Besucher und gibt es mehr Geld. „Ich will, dass Zoo und Tierpark eine gemeinsame Zukunft haben.“ Und er will das Schicksal von Tieren transparenter machen – ein Anliegen,
das vielen am Herzen liegt.
http://www.berliner-kurier.de/kiez-stad ... 39550.html
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Re: Berlin - Dr. Knieriem's Vorstellungsrunde

Beitragvon UliS » Mi 19. Feb 2014, 19:55

Andreas Knieriem stellt sich vor Neuer Zoo-Chef so beliebt wie Eisbär Knut
Von Stefan Strauß

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Geschenke für den Neuen: Zoofreunde überreichen dem designierten Direktor Andreas Knieriem einen Blumentopf und Spielbälle für Tiere. Foto: Gerd Engelsmann

Ab Mai wird Andreas Knierim Chef des Berliner Zoos. Am Dienstagabend hat er sich den Mitarbeitern und Förderern vorgestellt. Den 49-Jährigen Tiermediziner erwarteten eine große Welle der Sympathie und ganz viele Fragen.

Was für ein Empfang! 300 Menschen sitzen am Dienstagabend im Zoo-Restaurant, es sind Mitglieder des Fördervereins und Mitarbeiter von Zoo und Tierpark. Sie sind alle sehr gespannt, einige ältere Damen wirken regelrecht aufgekratzt und sehen glücklich aus. Denn sie wollen ihn kennenlernen, den neuen Chef von Zoo und Tierpark, von dem sie schon so viel gehört und gelesen haben. Eine Frau hat ein Bild gemalt. „Herzlich Willkommen, Andreas Knieriem!“ steht darauf, darunter hat sie mit Buntstiften ein Porträt des Mannes gezeichnet, der bald die Leitung von Zoo, Tierpark und Aquarium übernehmen wird. Und der schon einen Fanclub hat.

Chef spätestens ab Mai

„Ich kann verstehen, dass Sie viel Interesse an mir haben. Ich wurde ja schon als Messias dargestellt“, sagt Andreas Knieriem. Der 49-jährige Tiermediziner ist noch amtierender Direktor des Münchner Zoos Hellabrunn. Spätestens im Mai soll er neuer Chef von Zoo und Tierpark in Berlin werden und den bisherigen Chef Bernhard Blaszkiewitz ablösen. Der Vorstand hat Blaszkiewitzs Vertrag, der im Sommer endet, nicht verlängert. Es gab in den vergangenen Jahren einfach zu viel Ärger, etwa um den autoritären Führungsstil des eigenwilligen Zoochefs.

Umso größer sind nun die Hoffnungen, die auf dem neuen Chef Andreas Knieriem ruhen. Von einer „historischen Weichenstellung“ spricht der Vorsitzende des Fördervereins, Thomas Ziolko. „Wir haben nun die Chance, im 21. Jahrhundert anzukommen“, sagt er.

Doch Andreas Knieriem stellt an diesem Abend nicht seine Pläne für den Berliner Zoo und den Tierpark vor. Dafür sei es noch viel zu früh, sagt er, noch sei er Zoodirektor in München, er habe noch keinen Nachfolger und Blaszkiewitz sei der Chef in Berlin. Knieriem redet über sich, über seine Arbeit, über seine Vorstellungen, wie Zoos mit wilden Tieren in einer Stadt heutzutage angelegt werden sollten, damit es allen gut geht: den Tieren, den Besuchern und den Mitarbeitern. „Ich will die Menschen für die Natur und die Tiere begeistern“, sagt er.

Noch mehr Besucher sollen kommen. Knieriem hat die Zoos in Hannover und München zu modernen Anlagen umgebaut. Er sagt, in Berlin müsse es ein Konzept für die Besucher geben, Zoo und Tierpark sollen ihre Eigenständigkeit behalten. „Die Besucher sollen nicht in den Zoo oder in den Tierpark gehen, sondern in Zoo und Tierpark“, sagt er. „Das sind zwei großartige Einrichtungen, mit einem guten internationalen Ruf. Sie haben eine unterschiedliche Vergangenheit, jetzt brauchen sie eine gemeinsame Zukunft.“ Vor allem für den Tierpark Friedrichsfelde brauche man wegen „betriebswirtschaftlicher Zwänge“ neue Ideen. „Dem Zoo geht es gut, aber in Friedrichfelde fehlen Erträge.“
Ein Schwimmbad? "Ich bin kein Bademeister"

Die Zoofreunde und Mitarbeiter im Saal wollen viel wissen vom neuen Chef. Zum ersten Mal haben sie dazu Gelegenheit. Andreas Knieriem antwortet ausführlich und bedacht. Und sagt dann doch schon mehr, als er eigentlich sagen wollte. Eine Frau fragt, was Knieriem von der Idee halte, im Tierpark ein Schwimmbad zu bauen? „Ich bin kein Bademeister“, antwortet Knieriem, der an diesem Abend eine Krawatte mit Motiven kleiner Wüstenfüchse trägt. „Und neben einem Löwen zu schwimmen, das ist ein einmaliger Vorgang.“ Brauchen die Tiere mehr Platz und mehr Beschäftigung? „Natürlich“, sagt Knieriem. Den Tieren einen Lebensraum einzurichten, heiße, sie zu beschäftigen. Dafür seien die Pfleger verantwortlich.

Knieriem sagt, er wolle für mehr Transparenz sorgen. Er werde die Besucher informieren, wenn ein Tier gestorben oder an einen anderen Zoo verkauft worden sei. Neue und mehrsprachige Beschriftungen sowie ein Leitkonzept sind geplant, lange Warteschlangen an den Kassen soll es nicht mehr geben. Knieriem arbeitet an einem Ziel- und Entwicklungsplan. Und die Mitarbeiter sollen mitreden können. „Geben Sie mir bitte Zeit und haben Sie Geduld“, bittet Knieriem die engagierten Zoo- und Tierparkfreunde.

Doch die ersten machen sich schon Sorgen, ob sich der neue Zoochef da nicht zu viel vorgenommen hat, der bald für 27 000 Tiere und 400 Mitarbeiter verantwortlich ist. „Ich habe mich dazu entschieden“, sagt Knieriem. „Und ich kann Verantwortung auch weitergeben, an die vielen gute Leute, die mit mir arbeiten.“ Da klatscht der ganze Saal.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/a ... 50514.html
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Re: Berlin - Dr. Knieriem's Vorstellungsrunde

Beitragvon SylviaMicky » Do 20. Feb 2014, 15:15

Gesprächsrunden mit neuem Zoo-Chef Andreas Knieriem bei den Tierfreunden

Von Jan Mohnhaupt

Der neue Zoo-Chef in spe, Andreas Knieriem, hat sich an zwei Abenden den Berliner Zoofreunden vorgestellt. Dort erzählte er von seinen Anfängen in Duisburg, antwortete auf interessierte Fragen und lobte seinen Vorgänger Blaszkiewitz.

Frau Knieriem hat ganze Arbeit geleistet. Mehrfach sorgt sie am Dienstag- und Mittwochabend für Lacher bei den Tierfreunden im Zoo-Restaurant und in der Caféteria des Tierparks Friedrichsfelde. Dabei ist sie gar nicht anwesend. Doch ihr Mann, Andreas Knieriem, lässt kaum eine Gelegenheit aus, seine Frau zu erwähnen. Die Freunde der Berliner Zoos, der Förderverein der zwei Tiergärten, haben den designierten neuen Chef zu einer Vorstellungsrunde an beiden Orten eingeladen.
Knieriem erzählt von seinen Anfängen in Duisburg, seiner Zeit als Tierarzt in Hannover und vom Tierpark Hellabrunn in München, „der heimlichen Hauptstadt, sagen die Münchner“, sagt Knieriem, „aber meine Frau ist ja Berlinerin, die hat mir das wieder ausgeredet“.
Lachen. Der Berliner Bär freut sich, wenn ihm Honig ums Maul geschmiert wird.

Pläne für den Zoo

Der erste Abend ist ein Ausflug ins alte West-Berlin, das Zoo-Restaurant versprüht den Charme einer Autobahnraststätte. Mehr als 300 Besucher sind gekommen. Das Publikum ist großteils jenseits der 60. Durch den Abend führt Eberhard Diepgen. Der frühere Regierende Bürgermeister sitzt im Kuratorium der Zoofreunde-Stiftung.
Knieriem antwortet – egal ob es um wildernde Füchse, Artenschutzprojekte oder weiße Tiger geht – freundlich, weit ausholend, aber ohne wirklich etwas zu verraten. Viele Ideen habe er, „aber ich möchte noch nicht darüber sprechen und darf es auch nicht“. Denn noch ist Bernhard Blaszkiewitz der Chef. Das sei zu respektieren, sagt Knieriem. Blaszkiewitz ist am Montag 60 Jahre alt geworden, erwähnt er, und lobt seinen Vorgänger: „Zoo und Tierpark haben einen exzellenten Ruf von internationalem Rang. Das ist einen Applaus wert, finde ich.“ Nur einige Besucher klatschen.

Überlegungen zum Schloss Friedrichsfelde

In der Tierpark-Caféteria ist es am Mittwochabend rappelvoll, etwa 600 Neugierige sind gekommen, gut ein Drittel sind Mitarbeiter. Was liegt ihnen am Herzen? Vor allem, dass mehr Besucher kommen. Knierim kann sich eine zugkräftige Werbekampagne gut vorstellen. Dafür erhält er viel Applaus. Und auch seine Überlegungen zum Schloss Friedrichsfeld hören die Leute gern. Das sei alleine für die Zooverwaltung zu schade, meint er. Es müsse auf jeden Fall auch weiterhin kulturell genutzt werden.
Kritik kommt nur einmal, und zwar am ersten Abend von einem Tierpfleger des Zoos. Der wirft Knieriem Instinktlosigkeit vor, weil dieser sich im Zoo und Tierpark vorstellt, bevor er überhaupt hier Chef ist. Da springt Eberhard Diepgen ein: „Die Berliner meckern gerne, darauf müssen Sie sich einstellen.“ Knieriem lächelt. „Ja, meine Frau hat mich schon vorgewarnt.“ Lachen.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/gespr ... 08608.html
Quelle Tagesspiegel 20.02.14
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Re: Berlin - Dr. Knieriem's Vorstellungsrunde

Beitragvon UliS » Fr 21. Feb 2014, 17:17

Spaßbad nicht ausgeschlossen
Der künftige Direktor von Tierpark und Zoo stellte sich dem Förderkreis vor
Karolina Wrobel 20.02.2014

Friedrichsfelde. Das Interesse am künftigen Direktor von Zoo und Tierpark, Andreas Knieriem, war groß. Rund 600 der über 2100 Mitglieder des Fördervereins der beiden zoologischen Einrichtungen kamen am 19. Februar in die Cafeteria des Tierparks, um ihn kennenzulernen.

Mit ihrem zahlreichen Erscheinen unterstrichen die Mitglieder, wie sehr ihnen am Erhalt des Tierparks gelegen ist. Es waren mehr als doppelt so viele Teilnehmer wie am Vortag bei der Vorstellung im Zoo Berlin. Die Runde moderierte Eberhard Diepgen, der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Freunde der Hauptstadtzoos.

Mit viel Charme suchte Andreas Knieriem die Fragen der Mitglieder des Fördervereins für Zoo und Tierpark zu beantworten. Er gab offen zu, dass er keinen vorgefertigten Fahrplan für die Neuausrichtung des größten europäischen Landschaftszoos hat: "Meine Aufgabe ist es, den Betrieb auf Kurs zu bringen. Der Tierpark ist dabei ein echter Tanker - durch seinen Tierbestand, die Fläche von 160 Hektar, die Mitarbeiter und auch die Erwartungshaltung zur künftigen Entwicklung", so Knieriem. Die Besonderheiten der Einrichtung müssten für die Besucher auch erlebbar gemacht werden. "Sie müssen hier einen tollen Tag erleben. Ihre Erwartungen müssen übererfüllt werden." Dazu sei ein Konzept wichtig. Die Besucher müssten wissen, was sie erwartet.

Was Zoo und Tierpark voneinander unterscheide, dass seien die Bilanzen, weiß Andreas Knieriem. Der Zoo spiele sehr viel mehr Geld in die Kasse, als der Tierpark. Doch für ihn sei klar: "Zoo und Tierpark haben zwar eine unterschiedliche Geschichte, sie haben aber nur gemeinsam eine Zukunft." Was die Attraktivität des Tierparks für die Besucher angeht, so könnten schon viele kleine Dinge Verbesserungen bringen, meinte Knieriem. Hier seien die Ideen der Mitarbeiter gefragt.

Mit größeren Verbesserungen, etwa der Instandsetzung von Gebäuden, könne eine zoologische Einrichtung für die Zukunft besser aufgestellt werden. In München, wo Knieriem noch Tierpark-Direktor ist, sei die Neuausrichtung auch durch eine Finanzspritze der Politik in Millionenhöhe möglich gewesen. In Berlin hofft Knieriem nun auf ähnliche unkomplizierte Unterstützung des Senats.

Auf die Unterstützung der Förderverein-Mitglieder kann er schon jetzt zählen. Sie warten bereits seit vielen Jahren auf die Umsetzung von Ideen, wie etwa der Umbenennung der U-Bahn-Linie 5 in die "Tierpark-Linie" oder schlicht eine bessere Beschilderung im Tierpark.

Andreas Knieriem wiederum zeigte sich offen für alle Vorschläge und schloss selbst den Bau eines Spaßbades im Tierpark nicht von vornherein aus.

"Ein solches Bad löst zwar nicht die grundsätzlichen Probleme, aber könnte einen Mehrwert für die Einrichtung bringen."

http://www.berliner-woche.de/nachrichte ... kreis-vor/
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Re: Berlin - Dr. Knieriem's Vorstellungsrunde

Beitragvon Gollum » Fr 21. Feb 2014, 21:40

Mir scheint , die Überschrift des Artikels verzerrt den Stand der Diskussion.

Im Zoo sagte Knieriem zum Thema Badeanstalt: er würde sich alle Vorschläge anhören, die Stimmen dafür und die Stimmen dagegen. Das macht man so. Dies dient dann auch dazu, einige Vorschläge näher zu prüfen und andere mit Begründung abzulehnen.
Ich habe hier im Zoo diese Äußerung von Knieriem gehört: Ich bin kein Bademeister!
Und er verläßt bestimmt nicht den Zoo Hellabrunn, um hier ein solcher werden, denke ich mir...
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Re: Berlin - Dr. Knieriem's Vorstellungsrunde

Beitragvon Claudia » Fr 21. Feb 2014, 21:58

Da stellt sich mir doch die Frage,ob Dr.Knieriem sich die Tiere im Zoo und Tierpark überhaupt mal angesehen hat?Wenn er doch selbst Tierarzt ist,müßte ihm doch der Zustand der Tiere aufgefallen sein.Da weiß ich nicht mehr,was ich davon halten soll.Und dann spricht man noch ein Lob aus,obwohl bekannt ist,welche Mißstände dort stattfinden,nicht mehr nachvollziehbar.Ein freundliches Auftreten wird den Tieren auch nicht helfen.Gruß Claudia! [nein]
Claudia
 

Re: Berlin - Dr. Knieriem's Vorstellungsrunde

Beitragvon Bearnini » Fr 21. Feb 2014, 22:48

@ Claudia

Nein, Claudia, die Frage, ob Dr. Knieriem sich die Tiere der Zoos "überhaupt mal" angesehen hat, stellt sich nicht!

Dass Du nicht weißt - was Du von Deinen eigenen Vermutungen halten sollst, überrascht mich tatsächlich auch nicht...

Ein freundliches Auftreten in der Öffentlichkeit ist unerlässlich, wenn ein Mensch beruflich eine öffentliche Position ausübt.
Höflichkeit und ein verbindliches Wesen erleichtern generell das Leben!

Für Dich und andere zum Mitschreiben: Dr. Knieriem stellte sich auf Einladung des Fördervereins den interessierten Zoo-und Tierparkfreunden vor.

Dr. Knieriem ist noch Direktor des Tierparks Hellabrunn!
Die Berliner Zoos haben einen amtierenden Direktor - Dr. Knieriem hat sein Amt in Berlin noch nicht angetreten, also noch keine !!! Befugnisse in den Berliner Zoos!

Eines hast Du mit dem bewussten Tierpfleger, der Dr. Knieriem "Instinktlosigkeit" vorgeworfen hatte, gemeinsam:
Du und er.... habt wirklich nicht viel verstanden!
Und wenn "Mensch" mal was nicht richtig versteht, nicht gleich meckern und unterstellen ! - einfach vorher jemanden fragen, der sich auskennt - oder schlicht und ergreifend mal still sein!!!
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